Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

GolfWomen_05_11

GolfWomen 42 E s wird ein wunderschöner Herbsttag in Oberbayern. Mittag so um die 22 Grad, die Bier- und Feierfreudigen strömen zu Hunderttausenden auf das Oktoberfest. Am Starenbergersee beginnt dieser Mor- gen allerdings kurz vor 6 Uhr. Susanne Huber hat sich nicht in Dirndl oder Trach- tenjacke, sondern in Jeans, Ölzeug und Gummistiefel gestürzt. Sie ist eine von neun Frauen, die am Starn- bergersee ihrer harten Arbeit nachgehen. Sie ist Berufsfischerin. Nein, nicht die ro- mantische Fischerin vom See, die jodeln ihr Netz auswirft und dem Fotografen eine zappelnde Forelle zeigt. Der letzte Tag der Renkenfischerei 2010 brachte den Rekordfang des Jahres. In drei Netzen auf rund 150 Laufmeter fing die Berufsfischerein Susanne Huber mit ihrem Vater Rudi Müller 499 Renken. Der Lohn der harten Arbeit, die bereits am Vortag mit dem stellen der Netze begann und am frühen Morgen seine Fortsetzung fand Ganz so rosig wie bei Susi Huber am Starnberger See sieht es in Oberbayern nicht aus. Dr. Peter Wißmath, Fachberater für Fischerei beim Regierungsbezirk Ober- bayern: „An den großen Seen wie Ammer- see, Chiemsee, Kochelsee, Starnberger- see und Tegernsee gibt es noch rund 150 Familien“. Der Anteil der Frauen, die aktiv an der Fischerei teilnehmen, dürfte so bei 5 bis 10 Prozent liegen. Der Berufsfischerei, speziell der Renken- fischerei, geht es in den letzen Jahren schlecht. Darüber können auch die guten Fangergebnisse der letzten beiden Jahre nicht hinwegtäuschen. reportage