© Langer Golf

Das wird wohl im Golf eine Marke für die Ewigkeit: Bernhard Langer konnte vor kurzem seinen 100. Sieg bei internationalen Turnieren feiern. Natürlich waren einige davon wichtiger als andere. Langers zwei US Masters-Siege in Augusta (1985 und 1993) beispielsweise oder die Siege der Europäischen Mannschaft im Ryder Cup, deren Teilnehmer (1985, 1987, 1995, 1997 und 2002) er war oder 2004 als Kapitän. Allerdings konnte er nie die BMW International Open in München oder später alternierend in Köln gewinnen.

Mit seinem souveränen Sieg bei der am Sonntag zu Ende gegangenen Regions Tradition setzt Bernhard Langer mit dem 100.Turniersieg einen einzigartigen Meilenstein in seiner außerordentlichen Karriere als Golfprofi.

Für den Ausnahmesportler aus dem bayerischen Anhausen war es bereits der 27. Sieg auf der US-amerikanischen Seniorentour, sechs davon bei Major-Events. Er ist zweifacher Senior British Open sowie Senior Players Champion und gewann bereits die U.S. Senior Open. Mit dem jüngsten Erfolg am Wochenende fehlt ihm nun nur noch der Senior PGA Championship Titel zur Komplettierung des „Major-Grand-Slams“ der über 50-Jährigen.

Der Deutsche dominiert jedoch nicht nur die PGA Tour Champions in Übersee seit Jahren, sondern war schon früh im Laufe seiner Profikarriere einer der prägenden Sportler im weltweiten Golf-Circuit. Neben seinen zwei Masters-Triumphen in Augusta gewann er nicht weniger als 42 Mal auf der European Tour, darunter elf Siege auf deutschem Boden und drei Erfolge bei „seiner“ German Masters, bei der er zusammen mit seinem Bruder und Manager Erwin Langer viele Jahre als Veranstalter fungierte.

Durch seine beeindruckende Beständigkeit wurde er schnell zu „Mister Consistency“. So gelangen ihm beispielsweise zwischen 1980 und 1995 in jedem Jahr mindestens ein Titel auf der European Tour. In den Anfangsjahren als Golf-Professional wurde er ein Dutzend Mal Nationaler Offener Deutscher Meister und bereits 1979 Junioren-Weltmeister mit unglaublichen 17 Schlägen Vorsprung vor der Konkurrenz.

Die Regions Tradition gewann der 58-Jährige im Stile eines wahren Champions. Von Beginn an in der Spitzengruppe liegend, übernahm er vor dem Finaltag die Führung mit vier Schlägen Vorsprung. Nachdem seine Verfolger aufholen konnten, drehte Bernhard Langer zum Ende hin richtig auf und erspielte sich fünf Schlaggewinne auf den abschließenden acht Spielbahnen. Mit Birdies auf den Löchern 16, 17 und 18 schloss er auf dem Greystone G&CC in Birmingham im US Bundesstaat Alabama ein nahezu perfektes Turnier ab.

Bernhard Langer allerdings hat noch nicht vor, sich jetzt zurückzulehnen. Bei der PGA Tour Champions zählt er bei jedem Start zu den Favoriten. Zuletzt hat Langer bei US Masters Anfang des Jahres gezeigt, dass er immer noch mit der Spitzengruppe mithalten kann. Das, was ihm heute an Länge bei den Drives und Transportschlägen fehlt, macht er durch Genauigkeit und Beständigkeit wett. Erst kürzlich bei der TPC Sawgrass erzählte Langer den Kollegen von SKY, dass er vorhabe so lange weiterzuspielen, bis er merkt, dass ihm der Spass am Sport fehlt. Davon ist aber noch lange nichts in Sicht.

Quelle: Bernhard Langer Golf

 
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