Bernhard Langer

Bernhard Langer im September 2015 bei der Porsche European Open im Golf Resort Bad Griesbach. © golfsupport.nl/Jos Linckens

Zum ersten Mal wurde mit Bernhard Langer ein Golfspieler in die Sport-Ruhmeshalle berufen.  Der Ausnahmegolfer, der erst vor kurzem seinen 100. Turniersieg feierte,wurde die „Hall of Fame des deutschen Sports“ aufgenommen worden. Dies hat eine 75-köpfige Jury aus Vertretern von Sport, Wirtschaft, Medien und Politik mit Bundesinnenminister Thomas de Maizière an der Spitze entschieden. Damit würdigte man die außergewöhnlichen Leistungen Langers, der in den vergangenen vier Jahrzehnten als einziger deutscher Spieler im internationalen Turniersport Geschichte schrieb. Beim Masters 2016 sorgte er erneut für einen Aufsehen. Er spielte er sich in die Herzen der Zuschauer, als er am Finaltag als 58-Jähriger als Dritter auf die Runde ging. Zwar verspielte er mit der 79er Runde die Siegchance, aber eine Nacht lang hofften die Golffans in Deutschland mit Recht auf einen weiteren Sieg des Altmeisters. Die Standing ovations am letzten Loch der Zuschauer waren ihm sicher.

„Bernhard Langer ist seit den 1980er Jahren das deutsche Gesicht im internationalen Golfsport. Kein anderer hat unseren Sport hierzulande so maßgeblich geprägt wie er“, lobt Claus M. Kobold, Präsident des Deutschen Golf Verbandes (DGV), die Leistungen Langers, der mit seinen beiden Erfolgen beim US Masters 1985 und 1993 Golfgeschichte schrieb. „Aufgrund seiner sportlichen Erfolge und menschlichen Größe ist Bernhard Langer nicht nur ein Vorbild für viele Menschen im Golfsport, sondern auch darüber hinaus und hat diese Auszeichnung absolut verdient“, so Kobold weiter.

Langer gewann in seiner Karriere neben seinen zwei Masterstiteln unter anderem 42 Turniere auf der European Tour und 27 Turniere auf der US-amerikanischen Seniorentour, darunter sechs Major-Events. Bei zehn Ryder-Cup-Teilnahmen gewann er mit dem europäischen Team sechs Mal. 2004 führte er die Europäer als Kapitän zum Titel. Außerdem feierte er zwölf Erfolge bei der nationalen offenen Deutschen Meisterschaft sowie einen Junioren-Weltmeistertitel.
Die Stiftung Deutsche Sporthilfe hat die „Hall of Fame des deutschen Sports“ vor zehn Jahren ins Leben gerufen hat. Sie besteht nun aus insgesamt 102 Persönlichkeiten der deutschen Sport-Geschichte. „Die 16 neuen Mitglieder sind allesamt herausragende Athleten ihrer Zeit. Sie haben die Menschen mit ihren Leistungen begeistert – und tun es bis heute. Wir sind unverändert davon überzeugt, dass sportliche Vorbilder Motivation sind für die nachfolgenden Generationen, sich dem Leistungssport zu verschreiben“, sagt Dr. Michael Ilgner, Vorsitzender des Vorstands der Stiftung Deutsche Sporthilfe. Die Aufnahmefeier findet am 16. Juli im Rahmen des CHIO in Aachen, dem Weltfest des Pferdesports, statt.
Die 16 Neuaufnahmen in die Hall of Fame des deutschen Sports (in alphabetischer Reihenfolge): Hartwig Gauder (Leichtathletik), Eberhard Gienger (Turnen), Cornelia  Hanisch (Fechten), Peter-Michael Kolbe (Rudern), Erich Kühnhackl (Eishockey), Bernhard Langer (Golf), Meinhard Nehmer (Bob), Günter Netzer (Fußball), Alexander Pusch (Fechten), Kristina Richter (Handball), Walter Röhrl (Motorsport), Harald Schmid (Leichtathletik), Arnd Schmitt (Fechten), Alwin Schockemöhle (Reitsport), Frank Wieneke (Judo) und Erhard Wunderlich (Handball).
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Quelle: DGV
Titelbild:  golfsupport.nl/Jos Linckens
Weitere Informationen unter www.hall-of-fame-sport.de
 
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