Rio 2016

Vor dem Clubhaus sind die Bags aufgereiht: Die besten Damen weltweit schlagen ab. Photo by Stan Badz/PGA TOUR/IGF

Nach den Herren mit Martin Kaymer und Alex Cejka sind nun die Damen dran auf dem eigens für die Olympischen Spiele erbauten Olympic Golf Course in Barra da Tijuca. 5.711 Meter misst der Par 71 Platz für die Damen. Der olympische Golfplatz liegt direkt am Atlantischen Ozean knapp 30 Kilometer südwestlich vom Kern Rio de Janeiros entfernt. Barra, wie der Ortsteil oft auch abgekürzt wird, beheimatet darüber hinaus auch das Olympische und Paralympische Dorf sowie 23 olympische und 13 paralympische Disziplinen.

Die Farben Deutschlands vertreten Sandra Gal und Caroline Masson. 60 Spielerinnen werden den Fußstapfen von Margaret Abbott aus den USA folgen, die 1900 Gold gewonnen hat. Golf war nur 1900 und 1904 olympisch, wobei der Damenwettbewerb 1904 durch einen Mannschaftsbewerb ersetzt wurde. Es geht also um die nächste Medaille für die Damen seit 1900.

Starten morgens als Erste: die Greenskeeper. Photo by Tristan Jones/IGF

Starten morgens als Erste: die Greenskeeper. Photo by Tristan Jones/IGF

Im Vorfeld sprach der DGV mit unseren beiden Spielerinnen Sandra Gal und Caro Masson:

Sandra Gal ist vom guten Zustand des Platzes bei Rio 2016 überrascht

Dazu die Spielerin:  „Ich bin überrascht in welch gutem Zustand der Platz ist, obwohl er ja ganz neu ist. Ich finde ihn sehr anspruchsvoll, auch wenn es ein paar Löcher zum Durchatmen gibt. Die ersten neun spielen sich etwas einfacher als die zweiten. Insgesamt wird viel im kurzen Spiel entschieden und der Wind könnte ein Faktor sein. Aber es ist fair, da jeder einmal früh und einmal spät startet und selbst die späten Startzeiten sind noch relativ früh am Tag.“

Genauigkeit ist angesagt. Photo by Tristan Jones/IGF

Genauigkeit ist angesagt. Photo by Tristan Jones/IGF

Caro Masson konzentriert sich auf die Grüns

Für Caro Masson wird jeder Schlag entscheidend sein, trotzdem wird sie dem Anspielen der Grüns ein besonders Augenmerk widmen.  „Ich finde den Platz super, er ist anspruchsvoll und interessant. Man versteht den Platz etwas besser, wenn man ihn gespielt hat. Ich denke jeder Schlag kann entscheidend sein. Man wird schnell bestraft für nicht so gute Schläge. Und man muss sehr auf den Wind achten. Man darf nicht an den falschen Stellen die Grüns verpassen. Dann muss man die richtige Entscheidung treffen, denn rund um die Grüns sind viele Varianten möglich.“ so die Nummer 87 auf der Weltrangliste.

Der Greenkeeper misst die Stimpt Meter. Photo by Tristan Jones/IGF

Der Greenkeeper misst die Stimpt Meter. Photo by Tristan Jones/IGF

Auch die Damen fürchten den Wind

Schon beim Herrenturnier spielte der Wind eine entscheidende Rolle. Dazu Damen-Bundestrainer Stephan Morales:
„Wie schwer sich der Platz spielt, ist extrem windabhängig. Aber auch die Flaggenpositionen sind entscheidend. Es gibt ein paar Stellen auf dem Grün, da kann man die Spielerinnen schon ärgern. Ich kann mir vorstellen, dass eine sehr gute Runde von -5 möglich ist. Aber auch mit einem Ergebnis leicht unter Par bringt man sich gut in Position.“

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Die brasilianische Spielerin Victoria Lovely mit ihrem Ehemann Jacob. (Photo by Tristan Jones/IGF). Ihre Mitstreiterin ist Miriam Nagl, die in Brasilien geboren ist und deshalb für Brasilien antritt.

Die Startzeiten für die Damen teilt der DGV wie folgt mit:
1. Runde:
8:03 Uhr (13:03 deutscher Zeit): Caroline Masson (GER), Pornanong Phatlum (THA), Guilia Molinari (ITA)
10:36 Uhr (15:36 deutscher Zeit): Sandra Gal (GER), Ami Yang (KOR), Minjee Lee (AUS)
2. Runde:
08:41 Uhr (13:41 deutscher Zeit): Sandra Gal (GER), Ami Yang (KOR), Minjee Lee (AUS)
10:03 Uhr (15:03 deutscher Zeit): Caroline Masson (GER), Pornanong Phatlum (THA), Guilia Molinari (ITA)

 

 
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