Update, 19. August 2017, Stand beim Solheim Cup 2017 nach dem ersten Tag: 5 ½ zu 2 ½ für die USA

Nah dran am Golfgeschehen bei Solheim Cup 2017

Am ersten Turniertag kamen zwar viele Besucher, nicht aber die Massen,  sonst bei den Turnieren am Fairwayrand stehen. Ein weiteres Mal zeigte sich, dass Frauengolf weniger Zuschauer anzieht. Dabei sind die Zuschauer bei den Damenturnieren deutlich näher an den Spielerinnen und erleben das Turnier wirklich “hautnah”. Keine  gestaffelten Zehnerreihen wie beim Ryder Cup, bei denen man gerade einmal den Scheitel des Vordermanns sieht.

Der Des Moines Golf & Country Club, den Pete Dye 1967 gebaut hatte, weist über 160 Bunker  aus. Gerne setzt der Stardesigner vier bis fünf Bunker vor die Grüns oder in die Drive-Zone. Sie sind flach im Gegensatz zu den Topfbunkern, die die europäischen Spielerinnen von den Turnieren in England oder Schottland gewöhnt sind. Dennoch erwies sich der Bunker an Spielbahn 7 für Caro Masson als Stolperstein. Sie und Partnerin Carlotta Ciganda benötigten zwei Schläge, um aus der steilen Bunkerwand herauszukommen. Am Ende holte das Team USA  das Loch.

Tag 1 Solheim Cup 2017: Foursomes und Fourballs

Die vier Paarungen waren auf den ersten neun Löchern beinahe ausgeglichen.

Das erste Ergebnis des Tages: Melissa Ried/Charley Hull gegen Lexi Thomson/Cristie Kerr teilten und am Ende gab es je einen halben Punkt. Cristie Kerr gab nach der Runde zu Protokoll, dass die Greens ziemlich tough und schwer berechenbar waren und das Spiel über 18 Löcher gegen das Euro-Duo ziemlich eng.

Anna Nordquist/Georgia Hall lagen gegen Paula Creamer/Austin Ernst am Ende bei 3 zu 1: Sieg für Europa und der erste ganze Euro-Punkt.

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Caro Masson am 17. Grün am ersten Tag. © Tristan Jones

Carlota Ciganda und Caro Masson konnten ihren Rückstand nach 14 Löchern von bis zu 2 down gegen das US-Gespann Danielle Kang/Lizette Salas aufholen: All Square.  Auf Grün 16 konnten US-Spielerinnen den alten Abstand von 2 auf wieder holen. Am Ende in Sieg mit 1 auf. Punkt für die USA.

Ein besonderes Lob gilt der Seniorin im Europa-Team Catriona Matthews. Die inzwischen knapp 50-Jährige sprang kurzfristig für die am Rücken verletzte Schwedin Suzann Pettersen ein, auf die Annika Sörenstam große Hoffnungen gesetzt hatte. Mit grundsolidem Spiel und Nervenstärke punkte sie ein ums andere Mal an der Seite der Französin Karen Icher. Die Schottin Matthews geizte nicht mit guten Schlägen. Der Lohn der guten Tat: mit Partnerin Karen Icher lag sie gegen Stacy Lewis/Gerina Piller nach Loch 17 mit  1 auf. Alles kam auf das letzte Loch an. Eine schlechtere Annäherung von Icher an das Grün endete im dicken Rough. Piller lies für Lewis einen zehn Meter Putt übrig, denn Lewis mit flatternden Nerven viel zu lang am Loch vorbei schob. Nun war Catriona Matthew dran, den Ball aus dem hohen Rough zu Chippen. Der Ball kam erst weit von der Fahne entfernt zur Ruhe. Icher bewahrte aber nun die Nerven und puttete den Ball knapp an die Fahne. Der Putt wurde vom Team USA geschenkt und nun war Gerina Piller an der Reihe zu putten. Sie lies ihren Putt zu kurz und somit teilten sie das Loch und Team Europe konnten seinen Vorsprung von 1 auf nach Hause bringen.

Auf den zweiten 9 legten die Europäerinnen ihre sichtbare Nervosität ab und kamen besser ins Spiel, stopften längere Putts und chippten sogar aus 20 Metern von außen ein (Charley Hull an der 16).

Eine Form, die leider die Spielerinnen der Nachmittags-Fourballs nicht annähernd halten konnten. Bei den Nachmittags-Matches setzte Annika Sörenstam auf vier Rookies.

Die Paarungen waren (Team USA gegen Team Europe):

  • Michelle Wie & Danielle Kang gegen Sagstrom & Jodi Ewart Shadoff
  • Angel Yin & Lisette Salas gegen Carlota Ciganda & Emily Pedersen
  • Brittany Lincicome & Brittany Lang gegen Florentyna Parker & Caro Masson
  • Stacy Lewis & Gerina Miller gegen Charley Hull und & Georgia Hall.
Solheim Cup 2017

Große Verzweiflung bei den Rookies des Solheim Cups: Der Putt von Florentyna Parker wollte nicht fallen. © Tristan Jones

Schon nach wenigen Spielbahnen zeigte das Team USA seine Überlegenheit und führte in allen vier Matches. Bis zum Schluss änderte sich daran nichts. Das Team USA ging mit 3 Punkten Vorsprung in den zweiten Tag.

Hier die schönsten Szenen des ersten Tages:

Suzann Pettersen muss sich vom Solheim Cup 2017 abmelden

Update 16.August 2017. Es ist die schlechte Nachricht des Tages: Die Norwegerin Susann Pettersen muss wegen einer Verletzung der Bandscheiben ihre Auftritt bei Solheim Cup im Team Europa am kommenden Freitag absagen. Kapitänin Annika Sörenstam musst adhoc einen Joker aus dem Ärmel schütteln. Und das ist die gute Nachricht des Tages: Die Schottin Catriona Matthew, die eigentlich als Vizekapitätnin vorgesehen war, springt für Pettersen ein. Es ist die neunte Teilnahme am Solheim Cup für die zweifache Mutter und sie hat bisher 19 Punkte für das Team Europa gewonnen. 2011 und 2015 war sie eine verlässliche Partnerin für Caro Masson und 2015 gewann sie ihre Team-Matches an der Seite Karine Icher sowie bei beiden Matches mit Sandra Gal.

Ein Blick hinter die Kulissen des Solheim Cup 2017

Endlich beginnt der Solheim Cup 2017. Noch steht der PING Junior Solheim Cup im Vordergrund, doch die Freiwilligen Helfer sind schon im Einsatz.

Es gibt auch schon Fotos von den mitgereisten Fans. Ruth Leonhard und ihre Freundinnen waren 25 Stunden unterwegs, bis sie endlich in Des Moines ankamen. Es war ein langer Sonntag für die Damen.

 
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