IOC: Golf bleibt olympisch

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat auf seiner diesjährigen Sitzung im peruanischen Lima die Fortführung von Golf im Olympischen Programm, auch über die Spiele in Tokio hinaus, beschlossen. Damit folgt die IOC-Versammlung der Beschlussempfehlung der IOC-Exekutive von Juni dieses Jahres.

Alle 28 Sportarten der Olympischen Spiele von 2016 in Rio werden auch Teil des Programmes der Spiele 2024 in Paris sein. Für die Spiele 2028 in Los Angeles ist eine Durchführung von Golf-Wettbewerben sehr wahrscheinlich, eine endgültige Entscheidung darüber fällt aber erst nach den Wettbewerben in Tokio.

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DGV-Präsident freut sich: Gold-Vision für Nachwuchs

Claus M. Kobold

„Es freut uns riesig, dass das IOC sich weiter für Golf ausgesprochen hat. Die Premiere in Rio de Janeiro war trotz einiger prominenter Absagen ein voller Erfolg. Das Interesse war enorm und unsere deutschen Spieler waren sowohl vom Olympischen Turnier als auch der Erfahrung Olympia restlos begeistert. Ich bin davon überzeugt, dass es unserer Sportart hilft, weiterhin Teil des Olympischen Programms zu sein. Unsere jungen Athleten können damit weiterhin die Vision Gold leben“, sagt Claus M. Kobold, Präsident des Deutschen Golf Verbandes.

Ryder Cup 2018
Das neu angelegte Grün der Spielbahn 7, ein Par 3.

Bei den Olympischen Spielen in Paris 2024 werden die GolfWettbewerbe auf dem Albatros-Platz von Le Golf National gespielt. Die Heimat der Open de France ist auch Austragungsort des Ryder Cups 2018. Nach 112 Jahren hat Golf bei Olympia 2016 in Rio de Janeiro ein erfolgreiches Comeback gefeiert. Zuvor war die Sportart bereits 1900 in Paris und vier Jahre später in St. Louis Teil des Olympischen Programms.

Rückblick Rio 2016

(V.l.n.r.:) Lydia Ko aus Neuseeland, silver medalist, Inbee Park of South Korea, gold medalist and Shanshan Feng of China with the bronze medal pose with medals at the Rio 2016 Olympic Games at the Olympic Golf Course on August 20, 2016 in Rio de Janeiro, Brazil. (Photo by SWarren Little/Getty/IGF)
(V.l.n.r.:) Lydia Ko aus Neuseeland mit Silber-Medaille, Gold für Inbee Park aus Südkorea und Shanshan Feng aus China mit ihrer Bronze-Medaille. © SWarren Little/Getty/IGF)

Das war er also der August 2016 – vor allem dominiert durch die Olympischen Spiele in Rio. Golf wurde seit 112 wieder olympisch und die männlichen Topspieler zickten rum ob sie nun nach Rio fahren oder nicht. Beim oder nicht blieb doch tatsächlich die männliche Weltspitze mit JasonDay, Jordan Spieth, und noch einige andere mehr fern. Bei den Damen entschuldigte sich mit dem Hinweis auf den Zika-Virus nur Lee-Ann Pace aus Südafrika.

Also die komplette weibliche Weltelite im Damengolf war am Start und fast erwartungsgemäß kam es zu einem starken Showdown zwischen Lydia Ko und Shanshan Feng. Immer wieder für eine Überraschung gut ist die amerikanische Spielerin Gerina Miller, die hart an der Spitze mitkämpfte und sogar in den Medaillenrängen war. Doch leider musste sie sich am letzten Tag mit dem undankbaren vierten Platz zufrieden geben. Unbestritten und mit großen Vorsprung setzte sich Inbee Park an der Spitze durch.

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Das ist sie also: Die Goldmedaille im Golfsport:

Über den tollen Platz von Caro Mason und Sandra Gal haben wir uns ja schon ausgiebig gefreut. Ob das nun viele Deutsche vom Golfsport begeistern wird, bleibt sicherlich dahin gestellt. Aber Martin Kaymer hat auf alle Fälle für Golf bei Olympischen Spielen eine Lanze gebrochen. Der Profispieler aus Mettmann war das Olympia-Aushängeschild überhaupt. Er war und ist vom Olympischen Dorf vollkommen begeistert, wie er schon zu Anfang in einem Interview bekannt gab. Für ihn sind die Olympischen Spiele Golf “back to the roots”. Also Golfen um des Golfens Willen. Dass dabei die Unterkünfte nicht immer optimal sind, übersieht er geflissentlich. Im Interview sagt er dazu: ” Es ist alles da, manchmal sogar warmes Wasser.” Nicht ganz so optimal sieht Gold-Medaillengewinner Florian Hambüchen die Unterbringung, er beklagte sich massiv über die hygienischen Umstände.
Ein Bild seiner Unterkünfte zeigt Bubba Watson auf seinem Instagram-Account:

Going to miss this place #TeamUSA

Ein von Bubba Watson (@bubbawatson) gepostetes Foto am


Bubba Watson zeigt uns auch, wie es im Verpflegungszelt zuging:

Village mates @sam_dorman1 & @davidboudia & @RickieFowler #TeamUSA

Ein von Bubba Watson (@bubbawatson) gepostetes Foto am

Dies tat der Begeisterung von Martin Kaymer keinen Abbruch und sein Facebook-Seite ist wie eine Werbebroschüre für die Olympischen Spiele. Voll mit Bildern und Emotionen, wie gut es ihm dort gefallen hat. Eine ganz neue Seite, die wir an dem sonst so (sch)nüchternen Martin Kaymer kennenlernen.


Aber auch die Frauen waren begeistert von der Gemeinschaft der Sportler, wie uns Anna Nordqvist mit ihrer Sammlung von Pins zeigt:

Mehr Infos:
Ergebnisliste Herren
Ergebnisliste Damen

Spielmodus Ryder Cup

Ryder Cup 2016
Ryder Cup 2016
VIRGINIA WATER, ENGLAND – FEBRUARY 18: A staged photograph of The Ryder Cup trophy as the five-man Ryder Cup panel meet to discuss the 2016 Ryder Cup Europe Captaincy at Wentworth on February 18, 2015 in Virginia Water, England. (Photo by Andrew Redington/Getty Images)

Das größte Event im Golfsport ist der seit 1927 ausgetragene Ryder Cup. Es ist ein Team-Wettbewerb und die jeweils 12 besten Spieler der USA und aus Europa bilden ein Team. Jedem Team steht ein Kapitän vor, der die Spieler nominiert. Neun Spieler des europäischen Teams werden nach ihrer Platzierung in der Punkteliste für den Ryder Cup gesetzt. Dazu hat der Kapitän noch drei sogenannte Wild-Cards, die er an Spieler vergeben kann, die es nicht über die Rangliste geschafft haben. Aber in den Augen des Kapitäns die Richtigen sind, um das Match zu gewinnen.

Der Kampf um die Punkte findet in drei Tagen statt

In drei Tagen werden 28 Matches ausgetragen und 28 Punkte können erkämpft werden. Jeder Sieger einer Partie erhält einen Punkt, bei einem Unentschieden wird der Punkt geteilt, jedes Team bekommt einen halben Punkt. Die Titelverteidiger brauchen für den Gesamtsieg 14 Punkte, während das andere Team 14,5 Punkte auf dem Konto haben muss, um den Ryder Cup zu gewinnenEs werden  acht klassische Vierer, acht Bestball-Matches und zwölf Einzel-Matches ausgetragen.

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Spielmodus: Klassischer Vierer oder die Foursomes des ersten Tages

Beim klassischen Vierer spielen jeweils zwei Golfer eines Teams zusammen, wobei die Spieler abwechselnd den gleichen Ball spielen.

Spielmodus:Vierball-Match oder die Fourballs des zweiten Tages

Beim Vierball oder der Fourball-Spielweise werden erneut Zweier-Teams gebildet werden, doch jetzt spielt jeder Spieler seinen eigenen Ball. Das bessere Ergebnis der beiden Spieler wird gewertet, sodass an jedem Loch nur ein Ergebnis von jedem Team in die Wertung einfließt.

Zwölf Einzel-Matches am Finaltag

Am Finaltag treten die einzelnen Spieler der beiden Teams direkt gegeneinander an. Bei den Einzeln spielt jeder ihren eigenen Ball.

Rio 2016: Gold für Park, Gal und Masson im Mittelfeld

Rio 2016
Rio 2016
Ihr folgten die Fans am Finaltag: Inbee Park © Tristan Jones/IGF

Mit dem letzten Putt von Inbee Park sind die Olympischen Spiele in Rio 2016 beendet. Inbee Park aus Korea gewinnt Gold mit 268 Schlägen vor Lydia Ko (Silber) aus Neuseeland mit 273 Schlägen und der Chinesin Shanshan Feng mit 273 Schlägen (Bronze).

Caro Masson beendet das Turnier auf dem geteilten 21. Platz, Sandra Gal auf dem geteilten 25. Platz. Caroline Masson spielt in der vierten Runde der Olympischen Spiele von Rio de Janeiro eine 69. Mit insgesamt zwei unter Par (282 Schläge) beendet die 27-Jährige das Turnier auf Position 21. Sandra Gal schließt die olympische Woche ebenfalls mit einer 69er-Runde ab. Ein Gesamtergebnis von eins unter Par (283) bedeutet Platz 25.

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Der DGV führte die nachfolgenden Interviews mit Caro Masson, Sandra Gal und Stephan Morales:

Caro Masson am 2. Tag
Caro Masson am 2. Tag © Stan Badz/PGA TOUR/IGF

Caroline Masson:

„Ich bin ein bisschen zwiegespalten, aber insgesamt ist das Fazit ganz positiv. Es war sehr anspruchsvoll, gerade mit dem Wind. Ich denke, es war ein super Anfang für Golf bei den Olympischen Spielen und es war ganz toll dabei gewesen zu sein. Es war eine riesen Erfahrung im olympischen Dorf zu wohnen, die anderen Athleten zu treffen und sich mit Ihnen auszutauschen. Alles in allem eine fast überwältigende Erfahrung. Es wird noch ein paar Tage dauern bis es gesackt ist. Auch wenn es sportlich nicht so lief wie ich mir das erhofft habe, muss man diese Erfahrung mitnehmen und hoffen, dass man in vier Jahren in Tokio nochmal dabei ist.“

Sandra Gal:

„Insgesamt bin ich schon zufrieden mit den letzten beiden Tagen. Ich hatte heute Morgen das Ziel, dass ich unter Par finishe und das hat ganz gut geklappt. Es wäre natürlich viel mehr drin gewesen. Zum einen hatte ich die Verletzung am zweiten Tag und zum anderen war vieles neu für uns in dieser Woche. Es sind so viele neue Eindrücke entstanden, das kann man schwer in Worte fassen. Ich habe versucht, mich auf Golf zu konzentrieren und nicht viele andere Sportarten zu schauen, obwohl man es möchte. Insgesamt glaube ich, dass Golf aber einen guten Eindruck hinterlassen hat und das es ein toller Erfolg war.“

Rio 2016
Sandra Gal am dritten Abschlag am dritten Tag. © Tristan Jones/IGF

Damen-Bundestrainer Stephan Morales:

„Die beiden haben nicht enttäuscht. Sie haben ein ordentliches Turnier gespielt, auch wenn natürlich Kleinigkeiten hätten besser laufen können. Für die ersten Olympischen Spiele haben wir einen ordentlichen Start hingelegt und wir nehmen alle etwas aus diesem Turnier mit raus. Es war eine tolle Woche und eine tolle Erfahrung.“

 

Rio 2016: Dritte Runde der Damen

Rio 2016
Rio 2016
Am 3. Tag waren schon deutlich mehr Zuschauer auf dem Platz. Hier folgt die Menge dem letzten Flight an Bahn 15. © Tristan Jones/IGF

Hatten die Herren bei ihrem Olympia-Debut noch Pech mit Regen ist bei den Damen ein Tag schöner als der andere. Zumindest die frühen Startzeiten genossen den Platz ohne jegliche Windbeeinträchtigung. Am Nachmittag dann ändert sich der Platz jeden Tag durch die Böen vom Atlantik her.

Das Wichtigste oder Kurioseste vorab: Auch die Damen haben zweimal ein  Hole-in-One geschossen. Auf der Spielbahn 8 überwand die Chinesin Xiyu Lin mit einem Schlag die 117 Meter Distanz mit einem Schlag. Kurze Zeit später gelang auch Lydia Ko, der Weltranglisten-Erste dieser Traumschlag. Ein As ist natürlich immer eine Kombination aus einem guten Abschlag und sehr viel Glück. Bei den Herren war es vor einer Woche der spätere Olympiasieger Justin Rose der das erste Hole-in-One der neueren Golf-Zeitrechnung erzielte.

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Inbee Park startet als Favoritin am 3. Tag. © Tristan Jones/IGF
Inbee Park startet als Favoritin am 3. Tag. © Tristan Jones/IGF

Vorneweg marschiert die Koreanerin Inbee Park mit -11. Hinter ihr bewerben sich drei Spielerinnen um Silber und Bronze: Lydia Ko (AUS), Gerina Piller (USA) und Charley Hull (GB).

Gerina Piller an Bahn 16 am 3. Tag. © Tristan Jones/IGF
Gerina Piller an Bahn 16 am 3. Tag. © Tristan Jones/IGF
Charley Hull aus England. © Tristan Jones/IGF
Charley Hull aus England. © Tristan Jones/IGF

 

Masson: Es war sehr, sehr windig

Caro Masson legte auf der 1 mit eine Birdie los, spielte dann Par und leider wieder ein Bogey auf der ungeliebten 3. Par auf der 4 und Birdie auf der 5. Dann leider vier Bogeys auf den zweiten Neun bei deutlich mehr Wind und ein Birdie auf der 15. Am Ende Even Par und der geteilte 23. Platz. Leider hat Caro auf den Löchern die sie gestern Birdie gespielt hat, drei Schläge verloren: Platz 24. Caroline Masson: „Es war sehr, sehr windig. Ich hab die ersten Neun eigentlich ganz solide gespielt, dann ein bisschen Pech gehabt an der 10 und zwei Bogeys hinterher gemacht. Man muss halt ab und zu  einen Putt lochen. Wenn ich mal die Grüns verfehlt habe, habe ich mir eigentlich gute Chancen zum Par gegeben, aber leider keinen reingemacht. Aber dann ist es bei so Bedingungen einfach super schwierig. Es war die ganze Woche nichts zu verlieren und morgen erst recht nicht. Ich werde rausgehen und das Ziel haben eine ganz, ganz tiefe Runde zu spielen. “

Sandra Gal verbesserte sich auf den ersten Neun um sechs Plätze und kletterte auf -2. Vier Birdies standen zwei Bogeys gegenüber. Eine erneute Mischung aus Birdies und Bogeys dann auf der zweiten Neun: +1 und T 26. Sandra Gal: „Ich habe von der Strategie nichts anders gemacht, als an den Tagen zuvor, ich habe einfach mehr Putts gelocht.“

Caroline Masson (l.) und Sandra Gal (r.) vor dem olympischen Damengolf-Turnier (Foto: DGV)
Caroline Masson (l.) und Sandra Gal (r.) vor dem olympischen Damengolf-Turnier (Foto: DGV)

Am heutigen Sclusstag starten Caro Masson und Sandra Gal gemeinsam mit der Irin Stephanie Meadow und 12.16 Uhr deutscher Zeit.

Rio 2016: Zweite Runde der Damen

Ein weiterer strahlender „Wintertag“ in Rio bei bis zu 30 Grad. Die äußeren Bedingungen können also nicht daran Schuld sein, wenn die Ergebnisse zu wünschen übrig lassen. Gestartet wird heute in entgegengesetzter Reihenfolge. Das heißt, die Spielerinnen, die gestern früh aufstehen mussten, starten heute später  und umgekehrt.

Sandra Gal war eine der frühen Spielerinnen und gemeinsam mit Carlota Ciganda aus Spanien. Die traf es auf den ersten beiden Löchern hat. Die Spanierin spielt auf der Eins ein Bogey und auf der Zwei sogar Doppelpar. Plus 1 und zwischenzeitlich 31 verlorene Plätze waren die Quittung. Sandra Gal dagegen mit Kinesio-Tapes am rechten Bein spielte die ersten zwei Löcher „in regulation“: Alles Par. Auf der 3 dann eine drei: Birdie. Loch wieder in Birdie und Sandra Gal schloss zu Caro Masson auf: -2, geteilter 11. Platz.

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Masson
Caro Masson auf dem 18. Grün ist am zweiten Tag durchaus zufrieden mit ihrer Runde. Photo: Stan Badz/PGA TOUR/IGF

Caro Masson sieben Schläge vor Gal

Caro Masson eröffnete zurückhaltend. Selbst ein Drive in den Bunker der 1 brachte sie nicht aus dem Takt. Massons Start mit Par, Bogey, Par brachte ihr vorübergehend den geteilten 17. Platz ein. Auf dem selben Platz rangierte Sandra Gal, die über eine Stunde vor der Gladbeckerin gestartet war. Auf den zweiten Neun dann handelte sich Gal weitere Bogies ein. +3, T 43. ein Verlust von 17 Plätzen gegenüber dem Vortag. Sandra Gal: „Ich hatte eigentlich einen sehr guten Anfang. Nach dem Drive an Bahn 2 hatte ich dann Probleme mit dem Nacken. Hinzu kam, dass ich Konzentrationsprobleme hatte und beides zusammen hat mich heute rausgeworfen. Das tut halt weh.“

Caro spielte solide und geduldig weiter, wartete auf ihre Chancen. Sie erarbeitete eich an der 5 und an der 9 je ein Birdie: -3, T 13. Birdie auf 11: -4, T11. Kleiner Dämpfer durch Bogey an der 12. Dann ging es für Caro leider in die verkehrte Richtung: Doppelbogey auf der 13. Erholung dann auf der 14 (Par) und vor allem 15. Das Birdie war Balsam für die geschundene Seele. Weitere zwei Birdies folgten auf 17 und 18: -4, T 17.Caroline Masson: „Es war eine ganz andere zwei unter als gestern. Gestern war es super solide. Heute habe ich mir nach einem schlechten Drive ein Doppelbogey eingefangen und dann sieht die Runde schon mal ganz anders aus. Ich bin aber super happy, dass ich das noch umdrehen und drei Birdies auf den letzten Löchern machen konnte. Wir haben von Anfang an gesagt, dass es wichtig ist geduldig zu bleiben und ich bin froh, dass ich das heute geschafft habe. Insofern kann ich viel mitnehmen von der Runde.“

Rio 2016
Der letzte Putt für diesen Tag Caro Masson auf Grün 18. Photo: Stan Badz/PGA TOUR/IGF

Windstille am Morgen

Die Weltelite der Damen ließ sich an diesem Morgen nicht mit guten Ergebnissen lumpen. Windstille und ruhiges Wetter luden dazu ein. Erst am Nachmittag kommen am Atlantik immer Winde auf. Da hieß es am Morgen, die Gunst der frühen Stunde zu nutzen. Am Nachmittag wurde der Wind dann tatsächlich stärker und das tat den Ergebnissen nicht gut.

Die in Führung liegende stämmige Thailändern Ariya Jutanugarn fackelte an der 1, einem Par 5, nicht lang, drosch ihr Dreierholz mit dem zweiten Schlag aufs Grün und visierte das Eagle an. Am Ende wurde das erste Birdie und sieben unter. Ein Bogey folgte auf der 2, so dass sie mit minus sechs die Führung teilen mußte. Der erste grobe Patzer für Jutanugarn dann auf der 5. Ein Wasserball, Strafschlag und am Ende Schlagverlust.

Die Inderin Aditi Ashok spielte auf den ersten Neun groß auf. Drei Birdies auf 1, 4 und 9 brachten sie auf den geteilten ersten Platz. Ebenso die Taiwanesin Teresa Lu: fünf Birdies auf den ersten neun Löchern und minus sechs. Am Ende des zweiten Tages spielten Ashok und Teresa Lu an der Spitze keine Rolle mehr.

Nach 36 Löcher war die Norwegerin Marianne Skarpnord die Führende im Clubhaus: -7. Stacey Lewis aus den USA schloss früh zur Spitze auf und zog nach sechs Birdies und einem Doppelbogey auf den zweiten Neun als Führende im Clubhaus: -9! Nur Inbee Park aus Südkorea setzte mit -10 noch eins drauf: 1. Platz.

 

Rio 2016: Erste Runde der Damen

Sie führt nach dem ersten Tag: Arita Jutanugarn. Photo by Stan Badz/PGA TOUR/IGF

Caroline Masson startet mit einer 69er Runde in ihre 1. Runde bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro und liegt auf Position 11. Sandra Gal liegt nach den ersten 18 Löchern Even Par.  Mit ihrer 71 belegt Gal Platz 26. Das Turnier führt die Thailänderin Arita Jutanugarn an.  Sie spielte am ersten Tag eine 65er-Runde.

Caroline Masson:

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„Ich bin ganz zufrieden. Ich habe solide gespielt. Auf diesem Platz nur ein Bogey zu spielen ist schon ganz in Ordnung, denn mit schlechten Schlägen kommt man wirklich in Bedrängnis. Ich habe mir viele Birdiechancen erarbeitet, wovon sicher auch noch die ein oder andere hätte fallen können. Es waren ein paar Putts dabei, bei denen dachte ich, dass sie fallen, aber dann sind sie doch ausgelippt. Aber es ist ein guter Start, auf den man aufbauen kann.“

Sandra Gal:

„Ich hatte auf dem Platz das Gefühl, dass ich locker fünf oder sechs unter liegen könnte, weil ich wirklich gut gespielt habe und ganz viele Putts einfach nicht fielen. Ich glaube es war das schlechteste Ergebnis was ich hätte spielen können. Am Ende habe ich vielleicht ein bisschen die Konzentration verloren. Wir mussten an der Bahn 16 sehr lange warten und da habe ich etwas den Rhythmus verloren. Wir waren heute insgesamt 5:45 Stunden unterwegs, das ist schon sehr lange.“ 

Startzeiten, Olympische Spiele, Damen:

  1. Runde:
  • 08:41 Uhr (13:41 deutscher Zeit): Sandra Gal (GER), Ami Yang (KOR), Minjee Lee (AUS)
  • 10:03 Uhr (15:03 deutscher Zeit): Caroline Masson (GER), Pornanong Phatlum (THA), Guilia Molinari (ITA)

Quelle: DGV

Caroline Masson (l.) und Sandra Gal (r.) vor dem olympischen Damengolf-Turnier (Foto: DGV)
Caroline Masson (l.) und Sandra Gal (r.) vor dem olympischen Damengolf-Turnier (Foto: DGV)

Titelbild: Caroline Masson (l.) und Sandra Gal (r.) vor dem olympischen Damengolf-Turnier (Foto: DGV)

 

 

Vorfreude der Damen auf den olympischen Platz

Rio 2016
Rio 2016
Vor dem Clubhaus sind die Bags aufgereiht: Die besten Damen weltweit schlagen ab. Photo by Stan Badz/PGA TOUR/IGF

Nach den Herren mit Martin Kaymer und Alex Cejka sind nun die Damen dran auf dem eigens für die Olympischen Spiele erbauten Olympic Golf Course in Barra da Tijuca. 5.711 Meter misst der Par 71 Platz für die Damen. Der olympische Golfplatz liegt direkt am Atlantischen Ozean knapp 30 Kilometer südwestlich vom Kern Rio de Janeiros entfernt. Barra, wie der Ortsteil oft auch abgekürzt wird, beheimatet darüber hinaus auch das Olympische und Paralympische Dorf sowie 23 olympische und 13 paralympische Disziplinen.

Die Farben Deutschlands vertreten Sandra Gal und Caroline Masson. 60 Spielerinnen werden den Fußstapfen von Margaret Abbott aus den USA folgen, die 1900 Gold gewonnen hat. Golf war nur 1900 und 1904 olympisch, wobei der Damenwettbewerb 1904 durch einen Mannschaftsbewerb ersetzt wurde. Es geht also um die nächste Medaille für die Damen seit 1900.

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Starten morgens als Erste: die Greenskeeper. Photo by Tristan Jones/IGF
Starten morgens als Erste: die Greenskeeper. Photo by Tristan Jones/IGF

Im Vorfeld sprach der DGV mit unseren beiden Spielerinnen Sandra Gal und Caro Masson:

Sandra Gal ist vom guten Zustand des Platzes bei Rio 2016 überrascht

Dazu die Spielerin:  „Ich bin überrascht in welch gutem Zustand der Platz ist, obwohl er ja ganz neu ist. Ich finde ihn sehr anspruchsvoll, auch wenn es ein paar Löcher zum Durchatmen gibt. Die ersten neun spielen sich etwas einfacher als die zweiten. Insgesamt wird viel im kurzen Spiel entschieden und der Wind könnte ein Faktor sein. Aber es ist fair, da jeder einmal früh und einmal spät startet und selbst die späten Startzeiten sind noch relativ früh am Tag.“

Genauigkeit ist angesagt. Photo by Tristan Jones/IGF
Genauigkeit ist angesagt. Photo by Tristan Jones/IGF

Caro Masson konzentriert sich auf die Grüns

Für Caro Masson wird jeder Schlag entscheidend sein, trotzdem wird sie dem Anspielen der Grüns ein besonders Augenmerk widmen.  „Ich finde den Platz super, er ist anspruchsvoll und interessant. Man versteht den Platz etwas besser, wenn man ihn gespielt hat. Ich denke jeder Schlag kann entscheidend sein. Man wird schnell bestraft für nicht so gute Schläge. Und man muss sehr auf den Wind achten. Man darf nicht an den falschen Stellen die Grüns verpassen. Dann muss man die richtige Entscheidung treffen, denn rund um die Grüns sind viele Varianten möglich.“ so die Nummer 87 auf der Weltrangliste.

Der Greenkeeper misst die Stimpt Meter. Photo by Tristan Jones/IGF
Der Greenkeeper misst die Stimpt Meter. Photo by Tristan Jones/IGF

Auch die Damen fürchten den Wind

Schon beim Herrenturnier spielte der Wind eine entscheidende Rolle. Dazu Damen-Bundestrainer Stephan Morales:
„Wie schwer sich der Platz spielt, ist extrem windabhängig. Aber auch die Flaggenpositionen sind entscheidend. Es gibt ein paar Stellen auf dem Grün, da kann man die Spielerinnen schon ärgern. Ich kann mir vorstellen, dass eine sehr gute Runde von -5 möglich ist. Aber auch mit einem Ergebnis leicht unter Par bringt man sich gut in Position.“

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Die brasilianische Spielerin Victoria Lovely mit ihrem Ehemann Jacob. (Photo by Tristan Jones/IGF). Ihre Mitstreiterin ist Miriam Nagl, die in Brasilien geboren ist und deshalb für Brasilien antritt.

Die Startzeiten für die Damen teilt der DGV wie folgt mit:
1. Runde:
8:03 Uhr (13:03 deutscher Zeit): Caroline Masson (GER), Pornanong Phatlum (THA), Guilia Molinari (ITA)
10:36 Uhr (15:36 deutscher Zeit): Sandra Gal (GER), Ami Yang (KOR), Minjee Lee (AUS)
2. Runde:
08:41 Uhr (13:41 deutscher Zeit): Sandra Gal (GER), Ami Yang (KOR), Minjee Lee (AUS)
10:03 Uhr (15:03 deutscher Zeit): Caroline Masson (GER), Pornanong Phatlum (THA), Guilia Molinari (ITA)

 

Golf in Rio: Rückblick erster Tag

Der Brasilianer Adilson da Silva eröffnete um 7:30 Uhr Ortszeit das olympische Golfturnier (Foto: IGF Golf)
Der Brasilianer Adilson da Silva eröffnete um 7:30 Uhr Ortszeit das olympische Golfturnier (Foto: IGF Golf)

Die erste Golfrunde nach 112 Jahren Olympia-Abstinenz ist vorbei. Zum Auftakt schlug der Brasilianer Adilson da Silva den ersten Ball. Für Deutschland teen Alex Cejka und Martin Kaymer auf. Vor allem Martin Kaymer ist von den Olympischen Spielen und der Sportlergemeinschaft im Olympischen Dorf vollkommen begeistert. Für ihn ist das Golfspielen bei Olympia ein “Back to the roots” wie er in einem Interview sagte. Es bleibt zu hoffen, dass sich seine Begeisterung auch auf sein Spiel überträgt.

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Kaymer und Cejka nach den ersten 18 Löchern

Martin Kaymer: „Ich bin zufrieden, weil ich wirklich gut gespielt habe. Gerade die ersten 14 Löcher. An der 15 war es ein bisschen Pech, weil der Wind plötzlich aufgehört hat und dann lag ich mit einem 9er Eisen 20 Meter vor dem Grün, was sonst selten passiert. Aber das muss man dann einfach akzeptieren. An der 16 war es etwas schade, weil ich den Abschlag nicht dahin bekommen habe, wo ich ihn hin habe wollte und dann ein Bogey gespielt habe. Es war schwierig, die Bälle nah an die Fahne zu spielen und Putts zu machen, weil wir teilweise mit dem Wind putten mussten, was wir sonst nur von den British Open kennen. Aber ich habe viele gute Schläge gemacht und es war eine sehr solide Runde, für die erste Runde bei Olympia.“ Alex Cejka: „Ich bin sehr zufrieden. Es war heute schwer mit dem Wind. Ich habe heute gute Schläge gemacht und gerade das Finish mit Birdies 16, 17 und 18 war schon ein Bonus. Ich habe aggressiv gespielt, aber man muss natürlich wenn es 20 Kilometer pro Stunde bläst, ab und zu auch mit Köpfchen spielen. Aber ich glaube das Kurs-Management war sehr gut und ich bin sehr zufrieden. Es waren relativ viele Leute hier, das habe ich gar nicht so erwartet. Gerade auch das andere Athleten draußen waren, hat mich sehr gefreut.“

Livestream des ZDF

Ganze 112 Jahre kein Golf bei Olympia und dann gleich mit dem Sendungs-Einstieg in den Tag eine Schalte nach Barra da Tijuca. ZDF-Reporter Matthias Cammann fiel den Golffans durch seine detaillierten Erklärungen nicht auf die Nerven. Sie sind aber notwendig, weil bei Olympia zwangsläufig TV-Sportler zusehen, die sich mit Golf nicht bis kaum auskennen. Wahrlich: Ein gelungener Spagat. Die ZDF-Kollegen allerdings räumten in Folge anderen Randsportarten wie Badminton mehr Raum ein als Golf. Aber pfiffige Golfer können auf den exzellenten Live-Stream auf rio.zdf.de ausweichen und der Golfübertragung in voller Länge live am PC folgen.

Der Morgen am 1. Turniertag war zwar mit 19 Grad etwas kühl, aber windstill. Martin Kaymer, der zusammen mit US-Boy Bubba Watson und dem Inder Anirban Lahiri am Start war, schlug um 9.28 Uhr ab und bekam schon mehr der wärmenden Wintersonne von Rio mit. Sein Spiel erwärmte sich jedenfalls schnell. Kaymer begann mit Birdie, Bogey Birdie, Birdie. Kaymer verschlechterte sich schlußendlich auf zwei unter (11. Platz) und schuf sich damit immer noch eine ordentliche Startposition für Tag 2. Auch der zweite deutsche Olympiateilnehmer, Alex Cejka, ließ auch auf den schwereren zweiten Neun Federn und kam am Ende dennoch auf dn hervorragenden 3. Platz (-4).

Windspiele am Südatlantik

Allerdings kam im Laufe des Vormittags der Wind stärker auf, ein Umstand, der schon bei der Proberunde von den beiden deutschen Olympiastartern als problematisch eingestuft wurde. Der neue Platz aus der Designfeder des US-Amerikaners Gil Hanse besitzt kaum Büsche oder Bäume und ist als Insel im Südatlantik dem Wind vollkommen ausgeliefert. Als Alex Cejka am mittleren Vormittag dann auf die Runde ging, erwies sich der Wind als unberechenbar. Auffrischende Böen und völlige Windstille wechselten sich ab. Gegen Mittag dann erreichte der Wind Geschwindigkeiten über 40 Stundenkilometer.

Im Vergleich zu anderen internationalen Golf-Großereignissen war der Besuch der olympischen Golfwettbewerbe am ersten Tag eher mäßig, obwohl die Veranstalter „ausverkauft“ gemeldet haben. Zieht man Betreuer und Offizielle ab, bleiben einige tausend Golffans, die die Flights über die Spielbahnen begleiteten. Entsprechend dünn war dann auch der Beifall. Eine echte Stimmung, wie sie speziell von der Insel und den USA bekannt ist, kam nie auf.

Erstes Hole-in-One der Olympiageschichte

Etwas lauter wurde es, als der Engländer Justin Rose an der 4 ein Hole-in-One erzielte. Nachdem von den olympischen Golfturnieren in den Jahren 1900 und 1904 wenig Aufzeichnungen gibt, wird es mit großer Wahrscheinlichkeit das erste Ass der olympischen Geschichte sein.

Die „Ureinwohner“ der Insel waren darüber allerdings alles andere als unglücklich. Wasserschweine, Schlangen, Vögel und Kaimane trollten sich zwar vor den Menschen, ließen sich abseits der Spielbahnen aber nicht aus ihrem gewohnten Lebensraum vergrämen.

Am Ende der ersten Golfrunde auf olympischem Geläuf lag der Australier Marcus Fraser (-8) in Front. Dahinter der frisch rasierte ehemalige Rauschebartträger Graeme Delaet (-5) aus Kanada und der coole Schwede Henrik Stenson (-5).

Rio 2016: „Schwierig, wenn der Wind aufkommt“

Rio 2016
Martin Kaymer während seiner Proberunde mit Caddie Craig Connelly (m.) und Bundestrainer Uli Zilg (l.) (Foto: IGF Golf)

Aus Rio de Janeiro erreichen uns erste Stimmen von Martin Kaymer und Alex Cejka nach ihren heutigen Proberunden:

Martin Kaymer:

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„Der Platz spielt sich gut. Ich glaube es wird relativ schwierig werden, wenn der Wind ein bisschen aufkommt, weil es ein sehr offener Platz ist. Es ist relativ breit vom Abschlag, aber es wird die größte Herausforderung die Bälle gut auf den Grüns zu platzieren, um sich Birdiechancen zu erarbeiten. Die Grüns sind sehr klein und haben viele Wellen. Wenn der Wind aufkommt, wird es sehr schwer den Ball nah an der Fahne zu platzieren.“

Alex Cejka:

„Ich freue mich sehr auf die Woche. Ich habe bisher nur die zweiten Neun gespielt. Der Platz ist sehr interessant. Wir hatten heute gutes Wetter und daher war es angenehm zu spielen. Wenn der Wind hier mal mit 10 bis 20 Meilen über die Anlage fegt, dann ist der Platz ein bisschen schwieriger. Nur mit den Bunkern habe ich ein bisschen Probleme. Es ist viel Sand drin, es werden also viele Steckschüsse dabei sein. Aber dafür das er neu ist, ist er sehr gut.“

 

Fakten über den Olympic Golf Course:

Gespielt wird auf dem speziell für die Olympischen Spiele neu erbauten Olympic Golf Course in Barra da Tijuca.

  • Par 71
  • Länge: 5711m (Damen), 6516m (Herren)

Der olympische Golfplatz liegt direkt am Atlantischen Ozean knapp 30 Kilometer südwestlich vom Kern Rio de Janeiros entfernt. Barra, wie der Ortsteil oft auch abgekürzt wird, beheimatet darüber hinaus auch das Olympische und Paralympische Dorf sowie 23 olympische und 13 paralympische Disziplinen.

Quelle: DGV

 

Titelbild: Martin Kaymer während seiner Proberunde mit Caddie Craig Connelly (r.) und Bundestrainer Uli Zilg (m.) (Foto: IGF Golf)

 

Startzeiten bei den Olympischen Spielen

Am Donnerstag, 11. August 2016 ist es soweit: Nach 112 Jahren wird wieder bei den Olympischen Spielen abgeschlagen.

Hier die Startzeiten und die Flightzusammenstellung für die erste und zweite Runde der Herren:
(Die angegebenen Zeiten sind jeweils Ortszeiten)

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  1. Flight 7.30 Uhr: Eröffnung durch den Brasilianer Adilson da Silva mit seinem Abschlag ist Golf wieder im Reigen der olympischen Sportarten. Im Flight mit ihm schlagen ab Graham DeLaet (Kanada) und Byeong Hun An (Korea). Byeong Hun An ist der Sohn zweier Tischtennis-Größen, die 1988 in Seoul
  2. Flight (7.41 Uhr): Padraig Harrington (Irland),  Matteo Manassero (Italien) und Danny Lee (Neuseeland)
  3. Flight (7.52 Uhr): K. Aphibarnat (Thailand), GK Green  (Malaysia) und T. Bieters (Belgien)
  4. Flight (8.03Uhr): J. Quesne  (Frankreich), M. Fraser (Australien) und S. Katayama (Japan)
  5. Flight (8.14 Uhr): N. Colsaerts  (Belgien), J. Wang  (Korea) und E. Kofstad (Norwegen)
  6. Flight (8.25 Uhr): F. Aguilar  (Chile), Danny Chia (Malaysia) und S. Kjeldsen (Dänemark)
  7. Flight (8.41 Uhr): Fabian Gomez (Argentinien), D. Lingmerth (Schweden) und JF Lima (Portugal)
  8. Flight (8.52 Uhr): R. Cazaubon (Mexico), Bernd Wiesberger (Österreich) und B. Stone (Südafrika)
  9. Flight (9.03 Uhr: Danny Willet (Großbritannien), Matt Kuchar (USA) und Haotong Li (China)
  10. Flight (9.14 Uhr): Bubba Watson (USA), Martin Kaymer (Deutschland) und Anirban Lahiri (Indien)
  11. Flight (9.25 Uhr): Jaco van Zyl (Südafrika), Miko Ikonen (Finnland) und David Hearn (Kanada)
  12. Flight (9.36 Uhr): G. Bourdy (Frankreich), Zanotti (PAR) und C.T. Pan (Taipei)
  13. Flight (9.47 Uhr): Yuta Ikeda (Japan), Roope Kakko (Finnland) und M. Tabuena (Philippinien)
  14. Flight (10.03 Uhr): Ashun Wu (China), N. Bertasio (Italien) und Hand Scott (Australien)
  15. Flight (10.14 Uhr): Joost Luiten (Niederlande), Ricardo Melo Gouveia (Portugal) und Fahnenträger Siddikur Rahman (Bangladesh)
  16. Flight (10.15 Uhr): Sergio Garcia (Spanien), Patrick Reed (USA) und E. Grillo (Argentinien)
  17. Flight (10.36 Uhr): T. Olesen (Dänemark), Alex Cejka (Deutschland) und Ryan Fox (Neuseeland)
  18. Flight (10.47 Uhr): S.S.P. Chawrasia (Indien), Seamus Power (Irland) und Wen-Tang Lin (Taiwan)
  19. Flight (10.58 Uhr): Rickie Fowler (USA),  Justin Rose (Großbritannien) und Jonathan Vegas (Venezuela)
  20. Flight (11.09 Uhr): Henrik Stenson (Schweden), Thongchai Jaime (Thailand) und Rafa Cabrera Bello (Spanien)

Die zweite Runde wird sofort im Anschluss an die erste Runde gespielt, die erste Startzeit für die zweite Runde beginnt um 9.25 Uhr.

 

 

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Das deutsche Olympiateam steht fest

Olympia
Sandra Gal © DGV/stebl

Im Rahmen seiner dritten und letzten Nominierungsrunde in Frankfurt, nominiert der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) weitere 264 Sportlerinnen und Sportler für die Deutsche Olympiamannschaft. Mit Sandra Gal, Caroline Masson, Martin Kaymer und Alexander Cejka werden auch alle vier Golfspielerinnen und Golfspieler nominiert, die die Qualifikationsnorm – einen Platz unter den besten 60 des Olympic Golf Ranking (OGR) – erfüllt haben. Damit folgt der DOSB dem Vorschlag des Deutschen Golf Verbandes (DGV), den dieser auf Basis des OGR abgegeben hatte.

Caro Masson © DGV/stebl
Caro Masson © DGV/stebl

„Schön, dass nun auch die Golfspielerinnen und -spieler das Gesicht der Olympischen Spiele mitprägen. Wir freuen uns, dass die Golfer in Bestbesetzung antreten und mit Martin Kaymer einer der prominenten Athleten im deutschen Sport Teil der Mannschaft ist. Er macht deutlich, wie wichtig ihm die Olympischen Spiele sind und wie sehr er sich auf diese neue und besondere Erfahrung freut“, sagte Dirk Schimmelpfennig, Vorstand Leistungssport des DOSB, in Frankfurt.

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24-06-16 European Tour 2016, BMW International Open, Golf Club Gut Laerchenhof, Pulheim, Germany. 23 - 26 Jun. Alex Cejka of Germany during the second round. ©
24-06-16 European Tour 2016, BMW International Open, Golf Club Gut Laerchenhof, Pulheim, Germany. 23 – 26 Jun. Alex Cejka of Germany during the second round. © golfsupport.nl

Golf war bereits 1900 und 1904 olympischer Wettbewerb, deutsche Athleten waren jedoch weder in Paris noch in St. Louis am Start. Erstmalig sind in Rio de Janeiro also deutsche Golfer bei Olympia dabei. Eine besondere Ehre für die vier deutschen Vertreter: „Die Olympischen Spiele sind sicher das größte Erlebnis, das es für einen Sportler gibt. In Rio für Deutschland an den Abschlag gehen zu können, ist der Höhepunkt meiner bisherigen Karriere“, sagt Caroline Masson. Die 27-jährige Gladbeckerin bildet gemeinsam mit Sandra Gal das deutsche Damenteam. „Natürlich ist die Begeisterung riesig“, sagt Gal, die zum Abschluss des Qualifikationszeitraums auf Position 25 im OGR liegt und sich genau wie Masson (28.) sicher für Rio qualifiziert hat.

28-09-14 European Tour 2014, 40th RYDER CUP, Gleneagles Resort, PGA Centenary Course, Perthshire, Scotland, UK. 23-28 Sep. EUROPE Team win 16,5 - 11,5 Martin Kaymer of Germany with German flag and champagne bath after the singles matches.
28-09-14 European Tour 2014, 40th RYDER CUP, Gleneagles Resort, PGA Centenary Course, Perthshire, Scotland, UK. 23-28 Sep. EUROPE Team win 16,5 – 11,5 Martin Kaymer of Germany with German flag and champagne bath after the singles matches. © golfsupport.nl

Damen und Herren treten in Rio im Einzel-Wettbewerb über vier Runden an. Die Damen spielen ihr Turnier in der zweiten Olympiawoche vom 17. bis 20. August. Zuvor findet vom 11. bis 14. August das olympische Herrenturnier statt. Die deutschen Farben vertreten Martin Kaymer und Alexander Cejka. Die Teilnahme Kaymers stand aufgrund seiner Weltranglistenposition frühzeitig fest, dementsprechend zielgerichtet hat sich der 17. im abschließenden OGR in diesem Jahr auf die Olympischen Spiele vorbereitet: „Ich richte meine Pläne auf das olympische Turnier im August aus. Die Möglichkeit, ein Major zu gewinnen, gibt es vier Mal im Jahr. Die Olympischen Sommerspiele finden nur alle vier Jahre statt“, stellt der zweifache Majorgewinner Olympia klar in den Fokus. Auch für Cejka hat Olympia einen herausragenden Stellenwert: „Vor zwei Jahren war ich noch die Nummer 500 der Welt und habe mir damals die Teilnahme an den Olympischen Spielen zum Ziel gesetzt. Es ist eine Ehre, mich qualifiziert zu haben und für Deutschland zu starten“, sagt Cejka, der sich als 40. im OGR gegen die in der Weltrangliste knapp hinter ihm platzierten Maximilian Kieffer und Marcel Siem durchgesetzt hat.

Die Deutsche Olympiamannschaft umfasst bei den Spielen in Rio de Janeiro insgesamt 451 Athleten. Die Teilmannschaft Golf besteht neben den vier Spielern und ihren Caddies aus Mannschaftsleiter Marcus Neumann (Vorstand Sport des DGV) sowie den Bundestrainern Stephan Morales (Damen) und Ulrich Zilg (Herren).

Quelle: DGV

Titelbild: © golfsupport.nl

28-09-14 European Tour 2014, 40th RYDER CUP, Gleneagles Resort, PGA Centenary Course, Perthshire, Scotland, UK. 23-28 Sep. EUROPE Team win 16,5 - 11,5 Martin Kaymer of Germany with German flag and champagne bath after the singles matches.