Gold bei der Europameisterschaft (EMM) der Mädchen

Bei der Europameisterschaft (EMM) der Mädchen holte die Mannschaft vom Golf Team Germany (GTG) den Titel – insgesamt zum dritten Mal nach 1999 und 2006. In einem spannenden Finale setzten sich Charlotte Back und Paula Schulz-Hanßen (beide GC St. Leon-Rot) sowie Sophie Witt (GC Hubbelrath) und Chiara Horder (GC München Valley) gegen ein stark aufspielendes schwedisches Team durch. Die EMM fand vom 23. bis zum 26. September auf der Anlage des Green Resort Hrubá Borša in der Slowakei statt.

„Diese Wochen grenzen an emotionale Überforderung für das ganze betreuende Umfeld unserer Nationalmannschaften – große Anspannung und zahlreiche Erfolgserlebnisse immer im Wechsel. Nach dem ‚Schweizer Festakt‘ am Freitag (der deutsche Doppelerfolg der Herren bei der Einzel-EM, Anmerkung der Redaktion) hatte nun das perfekt vorbereitete und so spielfreudige deutsche Mädchen-Team in der Slowakei den besten, weil stärksten Gegner erhalten, den man sich für ein Herzschlagfinale auf höchstem Niveau nur wünschen konnte. In diesem Finalkrimi konnten die deutschen Spielerinnen beweisen, wie gut sie wirklich sind. Und sie haben es gezeigt. Stolz können sie sein, sehr stolz. Und Golfdeutschland freut sich mit dem Team“, so Marcus Neumann, Vorstand Sport im Deutschen Golf Verband. 

Die Tage von Hrubá Borša ergänzen die unglaubliche Erfolgsstory der deutschen Spitzenspielerinnen und Spitzenspieler der letzten Wochen um ein weiteres, sehr erfolgreiches Kapitel. Das deutsche Mädchen-Quartett gab in den drei Lochspielbegegnungen keine einzige Partie ab. Nach Platz zwei nach der Zählspielqualifikation setzte sich das Team von Bundestrainer Sebastian Rühl und Kapitän Christian Marysko im Viertelfinale zunächst gegen die Titelverteidigerinnen aus Dänemark souverän mit 2,5:0,5 durch. Im Halbfinale traf das deutsche Team auf die Niederlande und machte mit einem 3:0-Sieg die Finalteilnahme klar. Dort trafen die GTG-Spielerinnen auf den stärksten Gegner des Turniers, den achtmaligen Europameister aus Schweden. Übrigens: Auch bei der EMM der Damen und der Herren Mitte September hießen die Final-Paarungen jeweils Deutschland gegen Schweden.  

Europameisterschaft (EMM) der Mädchen
Holen Gold für Deutschland: Charlotte Back, Paula Schulz-Hanßen, Chiara Horder und Sophie Witt (v.l.) (Foto: DGV/Stebl)

Das schwedische Mädchen-Team hatte die Zählspielqualifikation gewonnen und so standen sich die beiden stärksten Quartetts im Finale gegenüber. Wie schon in den Runden zuvor, hatten es Chiara Horder und Charlotte Back in ihrem Vierer eilig. Nach drei Bahnen führten die Deutschen gegen Ester Fagersten und Maia Samuelsson schon mit 2 auf. Dieser gute Start gab Sicherheit, auch für die beiden folgenden Einzel. Auf dem 15. Grün stand der erste Punkt mit 4&3 fest. Derweil lieferte sich Sophie Witt ein ausgeglichenes Match gegen Meja Ortengren. All square stand es nach 18 Löchern. Zur gleichen Zeit zwang Paula Schulz-Hanßen ihre Kontrahentin, Matilda Jonsson, ins Stechen. Am ersten Extraloch bestätigte Schulz-Hanßen, die vor zwei Wochen bereits EM-Silber mit dem Damenteam erringen konnte, ihre überragende Form und die Fähigkeit, zum richtigen Zeitpunkt herausragende Schläge zu bringen. Die Kurpfälzerin legte ihren zweiten Schlag auf dem Par 4 einen Meter neben die Fahne. Diesem Druck konnte Jonsson nicht Stand halten, der nächste deutsche EM-Erfolg dieses Jahres war gesichert, die Partie von Sophie Witt wurde als geteilt gewertet.

Paula Schulz-Hanßen strahlte nach der Siegerehrung bei der Europameisterschaft (EMM) der Mädchen über das ganze Gesicht: „Der Tag heute war unglaublich! Ich kann es noch gar nicht ganz glauben, dass wir wirklich Europameister sind – und dies sogar ohne ein Match verloren zu haben. Diese Woche waren wir einfach ein unschlagbares Team. Ich bin mehr als stolz auf alle und nehme extrem viel aus diesem Turnier mit.“

Sebastian Rühl hatte derweil schon wieder das Ganze im Blick: „Vor etwa vier Jahren haben wir im Team ein Mission Statement entwickelt. Unser Ziel war es, dass wir es schaffen, überall auf der Welt auf jeder Art von Golfplatz unter sämtlichen Bedingungen mit unterschiedlichen Druckkomponenten, Umfeldern und Wetter performen zu können. Das haben wir geschafft und darauf bin ich unheimlich stolz“, zog der Bundestrainer Fazit und blickt bereits auf das nächste europäische Golf-Highlight, die Einzel-Europameisterschaft der Damen. Vom 30. September bis zum 3. Oktober treten im Cubo Golf Course in Slowenien mit Paula Schulz-Hanßen, Chiara Horder und Sophie Witt drei frisch gebackene Goldmedaillengewinnerinnen an, um dem deutschen Golf-Sommermärchen vielleicht noch ein weiteres Kapitel hinzufügen. 

Text: DGV, Titelbild: (Foto: DGV/Stebl)

Popov holt den Majorsieg

Sophia Popov feiert ihren ersten Majorsieg. Die Spielerin des National Team Germany, Sophia Popov, gewinnt die AIG Women ́s British Open im Royal Troon Golf Club in Schottland und lässt die Welt-Elite des Damen-Profigolfsports hinter sich.

Die 27- Jährige spielte vier hervorragende Runden mit 70, 72, 67 und 68 Schlägen und lag am Ende mit -7 und gesamt 277 zwei Schläge vor der zweitplatzierten Thailänderin Jasmine Suwannapura (279). Dritte wurde Minjee Lee aus Australien mit 281 Schlägen. Caroline Masson wurde mit 286 (+2) Schlägen Siebte, Laura Fünfstück mit 294 (+10) 45. und Sandra Gal landete mit 299 (+15) auf dem 69. Platz.

Popov, AIG Women's Open
TROON, SCOTLAND – AUGUST 23: Sophia Popov of Germany lifts the trophy following victory in the final round during Day Four of the 2020 AIG Women’s Open at Royal Troon on August 23, 2020 in Troon, Scotland. (Photo by R&A – Handout/R&A via Getty Images)

„Wir freuen uns sehr für Sophia. Dieser Sieg ist eine Sensation. Dass sie als Führende in die letzte Runde einer British Open geht und diese unter Druck so sortiert und taktisch überlegt zu Ende spielt, ist fantastisch. Sie ist talentiert bis in die Fingerspitzen und insgesamt eine äußerst komplette Spielerin. Hätte sie nicht immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen gehabt, wäre ein solcher Erfolg auch schon früher möglich gewesen. Sie hat sich jedes Mal wieder heran gekämpft. Dieser Erfolg ist eine bewundernswerte Leistung, die eines der größten Talente des deutschen Golfsports zu einer Ausnahmespielerin reifen lassen kann“, sagt Marcus Neumann, Vorstand Sport des Deutschen Golf Verbandes (DGV).

Popov, AIG Women's Open
TROON, SCOTLAND – AUGUST 23: Sophia Popov of Germany plays her second shot on the 6th hole during Day Four of the 2020 AIG Women’s Open at Royal Troon on August 23, 2020 in Troon, Scotland. (Photo by R&A – Handout/R&A via Getty Images)

Popov freut sich über ihren Majorsieg

Mit ihrem Sieg hat Popov Geschichte geschrieben. Die Spielerin des GC St. Leon-Rot ist die erste Deutsche die ein Major-Damenturnier gewinnt. Nach den ersten beiden Tagen lag sie mit even Par auf dem geteilten zweiten Platz, ehe sie sich mit einer 67er Runde am dritten Tag von der Konkurrenz absetzte. Mit drei Schlägen Vorsprung ging Popov dann in den Finaltag. Sie ließ eine Runde mit 68 Schlägen folgen und konnte sich so am 18. Loch sogar ein Bogey erlauben. Mit dem Sieg erfüllte sie sich einen lang gehegten Traum. Im Interview nach diesem außergewöhnlichen Sieg, sagte die erste deutsche Major- Gewinnerin, wie wichtig er für sie war: „Ich musste in den letzten Jahren viel kämpfen. Es ist unglaublich und es gibt so viele Menschen, denen ich danken muss. Es bedeutet mir alles, dass ich hier stehen kann und den Pokal in Händen halte.“

Popov, AIG Women's Open
23/08/2020 Ladies European Tour 2020, AIG Women’s Open, Royal Troon, Scotland, UK. 20-23 Aug. Caroline Masson of Germany tees off during the final round.

Masson in den Top10 bei der AIG Women ́s Open

Auch Caroline Masson zeigte bei den Women ́s British Open konstant gute Leistungen, konnte sich in der Finalrunde aber nicht mehr verbessern. Die 31- Jährige aus Gladbeck war vom geteilten vierten Rang gestartet und musste sich mit einem Score von 72 (+1) zufrieden geben. Am Ende wurde sie nach 286 Schlägen (+2) geteilte Siebte. Damit waren Popov und Masson die einzigen Europäerinnen in den Top-Ten. Laura Fünfstück landete nach einer 71er-Runde (Par) mit 294 Schlägen (+10) auf dem geteilten 45. Rang. Sandra Gal wurde mit 299 (+15) 69. Esther Henseleit, Karolin Lampert und Olivia Cowan hatten zuvor den Cut und damit den Sprung ins Wochenende verpasst.


Text: DGV,
Titelbild: Foto: golfsupport.nl/R&A

Popov, AIG Women's Open
TROON, SCOTLAND – AUGUST 23: Sophia Popov of Germany poses with the trophy following victory in the final round on Day Four of the 2020 AIG Women’s Open at Royal Troon on August 23, 2020 in Troon, Scotland. (Photo by R&A – Handout/R&A via Getty Images)

Sieg für Brooke Henderson in Kanada

Nach 45 Jahren hat mit Brooke Henderson  bei der CP Women’s Open eine Kanadierin gesiegt. Zuletzt gelang dies Jocelyne Bourassa im Jahr 1973.

Im August 2016 gewann die sympatische Spielerin die KPMG Women’s PGA Championship im Sahalee Country Club in der Nähe von Seattle. Sie setzte sich im Stechen gegen Lydia Ko mit einem Birdie am ersten Extraloch durch. Henderson zog mit ihren Finalrunde mit 65 Schlägen mit Ko gleich und zwang die Asiatin damit in das Stechen. Sie war die jüngste Spielerin,  die die KPMG Women’s PGA Championship gewann und die Zweijüngste, die ein Major gewann. Embed from Getty Images

Schon ihre Profikarriere begann sie im April 2015 mit einer 65er-Runde:  Bei der LPGA Tour’s Swinging Skirts LPGA Classic im Lake Merced Golf Club südlich von San Francisco.  Auf der zweiten Runde benötigte sie  65  Schläge (7 unter) und brach damit den Rekord von Stacy Lewis aus 2014. Sie wurde Dritte nach Morgan Pressel und Siegerin Lydia Ko. Immer an ihrer Seite und ihrem Bag ist ihre Schwester Brittany. Sie gab ihre eigene Golfkarriere als Pro auf, um  ihre Schwester als Caddie auf der Tour begleiten zu können. Embed from Getty Images Embed from Getty Images

Geburtstags-Sieg für Minjee Lee

Die australische Topspielerin Minjee Lee hat ihren 22. Geburtstag würdig gefeiert. Bei der LPGA Volvik Championship konnte sie einen 1-Schlag-Vorsprung ins Ziel retten. Damit rückte Lee um sieben Plätze in den Rolex World Rankings nach vorne. „Bisher habe ich das ganze Jahr recht gut und stabil gespielt,“ erzählte die 22-Jährige nach dem letzten Putt. Zweite wurde die Koreanerin In-Kyung Kim.

Caro Masson, die mit einer 66-Runde prächtig startete, kam auf den folgenden Runde mit 75, 76 und 73 Schlägen übers Mittelmaß nicht hinaus und wurde geteilte 68. Die weiteren deutschen Mädchen im Feld, Leticia Ras-Anderica und Sophia Popov, schafften den Cut nicht.

 

Foto: Ecco Golf

Majors der Damen

#Evian Championship

#Evian Championship
Lydia Ko, die bisher jüngste Gewinnerin eines Majors: Sieg 2015 bei der  Evian Championship © Trish Jones

Seit 2013 werden jährlich fünf Major im Damengolf ausgetragen:

Ana Inspiration

Das erste Major der Saison wird seit 1983 ausgetragen und findet alljährlich im Mission Hills Country Club in Rancho Mirage, südöstlich von Palm Springs in Kalifornien statt.

Siegerin 2017: So Leon Ryu
Siegerin 2016: Lydia Ko
Siegerin 2015: Brittany Lincicome
Siegerin 2014: Lexi Thompson
Siegerin 2013: Inbee Park
Siegerin 2012: Sun Young Yoo
Siegerin 2011: Stacy Lewis

 

KPMG Womens PGA Championship

Seit 1955 wird das zweite Major auf verschiedenen Plätzen in den USA gespielt.

 

Siegerin 2017: Danielle Kang
Siegerin 2016: Brooke Henderson
Siegerin 2015: Inbee Park
Siegerin 2014: Inbee Park
Siegerin 2013: Inbee Park
Siegerin 2012: Shanshan Feng
Siegerin 2011: Yani Tseng

U.S. Women’s Open

Die U.S. Women’s Open findet auf verschiedenen Golfplätzen quer durch die USA statt. Sie wird abwechselnd von der USGA und der LPGA veranstaltet.
Seit 1950 wird das dritte Major des Jahres ausgetragen und hat ein gemeinsam mit der Evian Championship das höchste Preisgeld.

Siegerin 2017: SUNG HYUN PARK
Siegerin 2016: Brittany Lang
Siegerin 2015: In Gee Chun
Siegerin 2014: Michelle Wie
Siegerin 2013: Inbee Park
Siegerin 2012: Na Leon Choi
Siegerin 2011: So Leon Ryu

Ricoh Women’s British Open

Das vierte Major im Jahr wird seit 2001 auf verschiedenen Plätzen in Großbritannien ausgetragen. Von 1979 bis 2000 hieß das Turnier Maurier Classic.

Siegerin 2017: IN-KYUNG KIM
Siegerin 2016: Arita Jutanugarn
Siegerin 2015: Inbee Park
Siegerin 2014: Mo Martin
Siegerin 2013: Stacy Lewis
Siegerin 2012: Jiyai Shin
Siegerin 2011: Yani Tseng


Evian Championship

Das fünfte und letze Major findet im Evian Masters Golf Club in Évian-Les-Bains in Frankreich statt. Es wird seit 2013 ausgetragen und damit erhöhte sich die Anzahl der Majors von vier auf fünf.

Siegerin 2017: Anna Nordqvist
Siegerin 2016: In Gee Chun
Siegerin 2015: Lydia Ko
Siegerin 2014:Hyo Joo Kim
Siegerin 2013: Suzanne Pettersen

2018 finden die Majors wie folgt statt:

ANA Inspiration im Mission Hills Country Club in Rancho Mirage, Kalifornien/USA:  29. März bis 1. April 2018

U.S. Women’s Open Conducted by the USGA in Shoal Creek, Alabama:  31.Mai bis 3. Juni 2018

KPMG Women’s PGA Championship  in Olympia Fields, Illinois/USA:  28. Juni bis 1. Juli 2018

Ricoh Women’s British Open in Lancashire, England: 2. bis 5. August 2018

The Evian Championship im Evian Resort Golf Club, Evian les Bains, Frankreich: 13. bis 16. September 2018

 

2017 fanden die Majors wie folgt statt:

ANA Inspiration im Mission Hills Country Club in Rancho Mirage, Kalifornien/USA:  30. März bis 2. April 2017

KPMG Women’s PGA Championship  in Olympia Fields, Illinois/USA:  29. Juni bis 2. Juli 2017

US Women’s Open in Bedingter, New Jersey/USA: 13. bis 16. Juli 2017

Ricoh Women’s British Open in Fife, Schottland: 3. bis 6. August 2017

The Evian Championship im Evian Resort Golf Club, Evian les Bains, Frankreich: 14. bis 17. September 2017

 

 

Wochenrückblick Kia Classic: Masson In den Top 20

Caro Masson

Kia Classic 2018:

Bei der diesjährigen Kia Classic (22.-25. März)  hat die Siegerin von 2011 keinen guten Start erwischt. Sandra Gal musste eine Runde mit 73 Schlägen (+1) verkraften und ist vom Cut bedroht, wenn keine Besserung eintritt. Caro Masson hat die beiden ersten Runden mit jeweils 70 Schlägen (4 unter) beendet und liegt im vorderen Feld der Spielerinnen. Ihr stehen noch alle Chancen offen.

 

Highlights der ersten Runde von Lexi Thompson

Kia Classic 2017:

Bei der Kia Classic in Carlsbad, Kalifornien konnte Caro Masson den geteilten 18. Platz belegen. Mit stabilen Runden von 69, 71, 70 und 70 Schlägen kam sie auf 280 Schläge in den hochkarätig besetzten Turnier.

Sandra Gal scheitert am Cut bei der Kia Classic

Sandra Gal, die das Turnier 2011 gewonnen hat, ging mit hohen Erwartungen an den Start, scheiterte dann aber am Cut. Verständlich, dass ihre Enttäuschung groß ist. Gewonnen hat das Turnier die Koreanerin Miriam Lee, die seit 2014 auf der Tour spielt und in diesem Jahr schon bei der Ana Inspiration einen geteilten 14. Platz belegt hat.

Die mit dem Luchs tanzt

Laura Davies

Bei Damen spricht man nicht über das Alter. Dennoch: Dame Laura Davis zählt inzwischen zu den Seniorinnen der Branche. Mit 54 Jahren hat sie nochmals der Ehrgeiz gepackt und will mit einem neuen Schlägervertrag die jungen Mädels aufmischen. Der Schlägerhersteller Lynx, inzwischen ein britisches Familienunternehmen, rüstet die Longhitterin ab sofort aus. Die viermalige Major-Siegerin wird mit ihrem neue nMaterial überwiegend auf der US-LPGA-Tour starten und dort versuchen, ganz vorn mitzumischen.

Stacy Lewis gewinnt die 2017 Cambia Portland Classic

2017 Cambia Portland Classic

Olympia-Teilnehmerin Stacy Lewis hat die 2017 Cambia Portland Classic gewonnen. Erst vor kurzem trat Stacy Lewis beim Solheim Cup 2017 in Des Moines für das Team USA an.

Erster Sieg nach drei Jahren

Nach dreijähriger Durststrecke konnte die Texanerin das Turnier im Columbia Edgewater Country Club in Portland, Orgeon für sich entscheiden. Mit einer durchwachsenen Runde mit 70 Schlägen bekannt Lewis das Turnier, um am zweiten Tag mit einer 64er-Runde zu glänzen. Nur einen Schlag mehr benötigte sie auf der dritten Runde, bevor sie am Finaltag mit 69 Schlägen den Sieg nach Hause brachte. Mit 268 Schlägen (70/64/65/69) blieb sie einen Schlag von der Koreanerin In GeeChun (66(68/69/66), die 19 unter spielte.

Deutlich weiter abgeschlagen folgten auf Rang 3 mit 14 unter die Amerikanerin Brittany Altomare (69/70/66/69) und die Thailänderin Moriya Jutanugarn (67/69/66/72).

Sandra Gal beendete das Turnier mit 286 Schlägen auf dem geteilten 55. Platz.

Lewis stiftet gesamtes Preisgeld für Texas

Stacy Lewis stammt aus Houston, das im August von schweren Überschwemmungen betroffen wurde. „Zwar sei ihre Familie von den Überflutungen nicht betroffen, aber nicht jeder habe so viel Glück gehabt“ meinte die Sieger und stifte die gesamte Gewinnsumme in Höhe von 195.000 US-Dollar dem Hilfsfond für Houston.

 

 

 

Ricoh Women’s British Open: Masson aufT3 und Fahrkarte nach Des Moines gelöst

Bei der Ricoh Women’s British Open, die vom 3. bis 6 August im schottischen Kingsbarns statt fand, traten mit sechs Spielerinnen des Golf Team Germany (GTG) so viele Deutsche wie nie zuvor bei einem Majorturnier der Damen an.

update 6. August 2017: Caro Masson lief am Finaltag zu Höchstform auf. Hatte sie schon den dritten Turniertag mit einer 67er-Runde beendet, wiederholte sie dies am Finaltag nochmals. Damit war ihre Bennennung als einer der vier Wildcards für den Solheim Cup 2017 sicher. Mit sechs Birdies und nur einem Bogey bei einer ansonsten fehlerfreien Runde teilt sie sich den dritten Platz mit Michelle Wie (USA) und Georgina Hull (ENG), die sie beide beim Solheim Cup wiedersehen wird.

Für Sandra Gal war das Turnier schon früh gelaufen. Mit Runden von 72, 70, 70 und schließlich 74 konnte sie keinen Anschluss an die Spitze finden. Ihre Vorsprung am Finaltag hielt die Koreanerin  IN-KYUNG KIM mit zwei Schlägen, auch die phänomenale aufspielende Jodi Ewart Shadoff konnte mit acht unter nicht die Führende einholen.

update 5.August 2017: Doch für Olivia Cowan (Steinwenden), Isabell Gabsa (Tübingen), Karolin Lampert (Sandhausen),  und Leticia Ras-Andérica (Andorra) war das Turnier nach zwei Tagen vorbei, sie scheiterten am Cut.

Nur Sandra Gal (Düsseldorf) und Caroline Masson (Gladbeck) konnten sich in der internationalen Konkurrenz durchsetzen. Caro Masson startet am Finaltag mit 208 Schlägen (69/72/67) und 9 Schlägen unter. Fast uneinholbar führt die junge Koreanerin IN-KYUNG KIM. Sandra Gal liegt nach drei Runden auf dem geteilten 47. Platz mit 212 Schlägen (72/70/70).

Caroline Masson of Germany during the third round

 

02. August 2017:  Während sich Masson über ihre Position in der Weltrangliste (64) qualifiziert hat, sind Gal (12), Ras-Andérica (17), Cowan (20) und Lampert (32) aufgrund ihrer Platzierung auf der Ladies European Tour im Feld. „Es ist schon bemerkenswert, dass sich so viele Spielerinnen über die europäische Rangliste für die British Open qualifizieren konnten. Das zeigt, wie stark wir bei den Damen in der Breite aufgestellt sind“, zeigt sich Bundestrainer Stephan Morales zufrieden mit der aktuellen Situation im Profibereich.

Isabell Gabsa qualifizierte sich in St. Andrews für die Ricoh Women’s British Open

Zusätzlich spielte sich Gabsa über die Qualifikation ins Feld. Beim finalen Qualifikationsturnier auf dem Castle Course im traditionsreichen St. Andrews spielte die 22-Jährige eine 70er Runde (-2) und wurde geteilte Zwölfte. Im anschließenden Stechen mit 13 Kontrahentinnen erkämpfte sich die GTG-Spielerin einen der elf verbliebenen Startplätze für das auf dem Kingsbarns Golf Links ausgetragene Major.

Karolin Lampert © Tristan Jones

Für Gabsa, Lampert und Ras-Andérica ist die Teilnahme bei der Women’s British Open der erste Start bei einem Major. „Das ist natürlich ein Turnier, bei dem die besten Spielerinnen der Welt dabei sind und das wird für die Neulinge eine besondere und wertvolle Erfahrung“, legt Morales für die jungen Spielerinnen den Fokus auf den Lerneffekt.

Sandra Gal © Tristan Jones

Gal freut sich auf ihren 43. Teilnahme an einem Major

Deutlich erfahrener sind hingegen Gal und Masson. „Ich freue mich auf diese Woche ganz besonders, weil ich schon so viel Schönes über Kingsbarns gehört habe. Ich liebe Links Golf, auch wenn die Wetterbedingungen sehr anspruchsvoll sein können“, schaut Gal positiv auf ihren 43. Majorstart, obwohl nach einem zweiten Platz zu Saisonbeginn in Australien die absoluten Top-Ergebnisse zuletzt ausgeblieben sind: „Mein Spiel ist momentan sehr solide und ich genieße die Herausforderung. Ich muss nur etwas Geduld haben, bis auch die entsprechenden Ergebnisse zu mir kommen.“

Sandra Gal wird beim Abschlag beobachtet von (v.l.n.r.) Caroline Masson, Isabell Gabsa, Karolin Lampert, Damen-Bundestrainer Stephan Morales und Athletik-Bundestrainer Christian Marysko. (Foto: DGV)

Die Women’s British Open – das Pendant zur The Open

Die Women’s British Open wurden 1976 als Pendant zur Open Championship der Männer eingeführt. 2001 erhielt das Turnier Majorstatus. Titelverteidigerin ist die Weltranglistendritte Ariya Jutanugarn aus Thailand.

Golf Team Germany

Das erst seit 2013 bestehende Golf Team Germany umfasst die besten Golfspieler Deutschlands. Als Teil der Vision Gold, das Leitbild und Leistungssportprogramm des DGV bis 2020, kämpfen Amateure und Tourspieler erstmals gemeinsam für ein Ziel: Sie wollen eine Medaille bei den Olympischen Spielen gewinnen. Das Golf Team Germany setzt sich aus dem Elite Team, dem National Team und dem Junior Team zusammen und wird von der PGA of Germany unterstützt. Jeweils zwei Damen und zwei Herren werden vom DGV dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) zur Nominierung für die Olympischen Spiele vorgeschlagen. Das Elite Team Germany umfasst Spieler mit einer kurzfristigen Olympiaperspektive. Das National Team Germany stellt Amateure bis maximal 23 Jahre mit aktueller EM- und WM-Perspektive sowie Tourspieler mit mittelfristiger Perspektive auf eine Teilnahme bei den Olympischen Spielen. Für das Junior Team werden Amateure bis 18 Jahre nominiert, die eine langfristige Olympiaperspektive und eine kurz- bis mittelfristige EM- und WM-Perspektive besitzen.

Quelle: DGV

ISPS Handa Ladies European Masters für 2017 abgesagt

Caro Masson

Es war ein einmaliges Erlebnis, das Das ISPS Handa Ladies European Masters. War das Turnier noch bis zum 30. Juni 2017 geplant, erfolgte jetzt die kommentarlose Absage.

Wie ausgesprochen schade, erneut ein Damenturnier das abgesagt wird. Schon unsere Nachbarn in Österreich und der Schweiz haben kein Turnier der Ladies European Tour mehr im Turnierkalender.

Stattdessen müssen uns fünf Spielerinnen auf der Tour um die halbe Welt nach Australien, Neuseeland und China reisen, um dort in Turnieren anzutreten.

Caro Masson bei der ISPS Handa Ladies European Masters 2015 in England
Caro Masson bei der ISPS Handa Ladies European Masters 2015 in England

Von 2012 bis 2015 fand die ISPS Handa Ladies European Masters im Buckinghamshire Golf Club in der Nähe von London statt. 2016 zog das Turnier in den Golfclub Hubbelrath nach Düsseldorf um .

Alle Bilder: © Trish Jones
Titelbild:

Sandra Gal am Finaltag der ISPS Handa Ladies European Masters 2016 in Düsseldorf