Golf & History in Florida

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Unter den rund 2.500 anerkannten National Historic Landmarks der Vereinigten Staaten sind auch einige historische Hotels. Vier davon befinden sich in Florida, drei der Häuser haben ihren eigenen Golfplatz.

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The Biltmore, Coral Gables

Errichtet wurde das Hotel 1926 als Teil der Biltmore Hotelkette von John McEntee Bowman und George Merrick. Der 91 Meter hohe Turm, der eine Kopie des Giralda-Turms in Sevilla ist, war nach der Fertigstellung zwei Jahre lang das höchste Gebäude in Florida. Der Pool rühmte sich lange Zeit der größte Pool der Welt zu sein. Heute ist er immer noch der größte Pool an der Ostküste Amerikas. Der spätere Tarzan-Darsteller Johnny Weißmüller war an diesem Pool Schwimmlehrer und Bademeister. Auch Schwimmstar Ester Williams hüpfte dort in die Fluten. Der berüchtigte Gangster Al Capone betrieb während der Prohibition eine illegale Bar in der Everglades Suite. Noch heute kann man in der Suite, die in den beiden höchsten Stockwerken des Turms untergebracht ist, Einschusslöcher in der Wand und eine Geheimtreppe bewundern.

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The Biltmore mit seinem berühmten Pool, der 2,2 Millionen Liter Wasser fasst

Während des Zweiten Weltkrieges war das Hotel ein Hospital für Soldaten und erst Sylvester 1987 wurde das Haus nach einem langen Leerstand wieder als Luxushotel eröffnet.

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Von vielen Zimmern hat man den Blick auf den Golfplatz, der direkt hinter dem Hotel liegt

Bereits 1925 wurde der Par 71-Golfplatz von Donald Ross entworfen. 2007 wurde der Platz an die Anforderungen an eines modernen Golfplatz angepasst und alle Grüns, Abschläge und Sandbunker wurden erneuert. Rund 5 Millionen US-Dollar kostete das Facelifting damals, dabei wurde die alten Originalpläne des Platzes zu Grunde gelegt. 2018 wurde der Platz erneut überarbeitet.

Das Hotel überragt den Platz. Die Bunker sind zwar flach, dafür aber sehr zahlreich

The Vinoy, St. Petersburg

Im quirligen St. Peterburg liegt direkt am Wasser das The Vinoy. Eröffnet wurde das Haus zum Neujahrsfest 1925. Schon damals wusste es durch seine enorme palastähnliche Lobby mit weißen Stein- und Marmorkolumnen, handgefertigten braunen Fliesen und seinem riesigen Ballsaal zu beeindrucken. Das Vinoy wurde zum Symbol für die Boom-Ära und wurde besonders von Hollywood-Stars und Politikern geschätzt, wie Jimmy Stewart oder Herbert Hoover.

Ähnlich wie viele Hotelikonen in Florida wurde auch das Vinoy während des Zweiten Weltkrieges vom Militär übernommen und zum Teil als Lazarett und Ausbildungsstätte verwendet. Im Anschluss wurden notwendige Renovierungen unterlassen, das Luxusgebäude verkam immer mehr, bis in den frühen 70er Jahren ein Zimmer für sieben Dollar zu haben war und der einst prächtige Ballsaal als Volleyballplatz umfunktioniert wurde.

Erst Anfang der 90er Jahre und nach zwei Jahren Renovierung für 93 Millionen Dollar erstrahlte das Vinoy zum alten Glanz – heute sogar mit einer eigenen Marina.  

Der Vinoy Golf Club liegt allerdings gut 3 Kilometer vom Hotel entfernt – doch keine Sorge, es gibt einen Shuttleservice. Der flache Platz liegt auf Snell Island, einer kleinen Insel und ist als Audubon Cooperative Santuary also als Rückzugsgebiet für Pflanzen und Tiere ausgezeichnet.

Viele der Spielbahnen sind von Palmen gesäumt, die aus aller Welt stammen. Unter den 900 Palmenbäumen befinden sich Bismarckpalmen aus Madagascar und Riesenfischschwanzpalmen, auch Thai-Riesencaryota genannt, aus Südostasien, die bis zu 20 Meter hoch werden können. Pinien und die für den Süden der USA typischen Virgina-Eichen mit ihren mächtigen Ausladungen ergänzen die üppige Bepflanzung des gut eingewachsenen Golfplatzes.

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Das Vinoy an der Tampa Bay © Visit Florida

The Breakers, Palm Beach

Bereits Ende des 19. Jahrhunderts suchten Urlauber in Palm Beach Erholung und Entspannung. Seit 1896 erfüllt das legendäre The Breakers diesen Wunsch. Dabei hat es das Haus nicht zuletzt dank seiner einmaligen Lage am Strand und außergewöhnlichen Architektur geschafft, zu einer Ikone zu werden. Dabei musste das Hotel zwei schwere Rückschläge verarbeiten und diese kamen in Form von Feuer. 1903 und 1925 gab es zwei große Brände und das Hotel musste jeweils aufs Neue wiederaufgebaut werden.

Die zweite Rekonstruktion wurde in die Hände der berühmten Designer Shultze und Weaver gelegt, die später auch das Park Avenue Waldorf Astoria in Manhattan entwarfen. 1926 wurde The Breakers mit europäischem Einfluss in der Architektur wiedereröffnet, inspiriert vor allem durch die Villa Medici in Rom.

Vor allem für Golfer zählt das Haus zu den Top-Adressen weltweit, dank des ersten 18-Loch-Platzes in Florida.1897 legte Alexander H. Findlay den heute ältesten Golfplatz von Florida an: The Ocean Course des The Breakers auf Palm Beach. 2018 hat Golfplatzarchitekt Rees Jones den Platz überarbeitet.

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Direkt hinter dem Hotel liegt der Ocean Course ©TheBreakers

Don Cesar, St. Pete Beach

Das vierte Hotel im Bunde der historischen Hotels ist das Don Cesar in St. Pete Beach. Es hat keinen eigenen Golfplatz, aber schon wenige auf Pinellas Highway in Richtung Festland kommen zahlreiche Golfplätze des Tampa Bay-Area wie zum Bardmore Golf and Tennis Club, dem Austragungsort von 13 PGA-und LPGA-Turniern und Legacy Golf Club sowie den zahlreichen Plätzen in Pinellas County, und der Bradenton-Aera.

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Die Poolaera des Don Cesar Hotel in St. Pete Beach. © Bill Serne/DonCesar

Golf vor dem Vulkan

Seit einiger Zeit bricht laufend der Vulkan Kilauea  auf Big Island, Hawaii aus. Spektakuläre Bilder erreichen uns jetzt über Getty Images vom daneben Volcano National Park, Hawaii  Golf Club. Ganz ungestört spielte der Golfer seine Runde am Dienstag, 08. Mai noch weiter auf den Spielbahnen des Volcana Golf and Country Club. Das Bild des Golfers und seines Abschlages vor den dunklen Wolken des Vulkanausbruchs ging viral um die ganze Welt.

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Embed from Getty Images

 

Allerdings scheint der Platz inzwischen geschlossen zu sein, denn weitere Ausbrüche des Kilauea erfolgten in der Nacht zum Donnerstag. Wie USAToday berichtet, hebt im Golfclub niemand mehr das Telefon ab. Bei einem Vulkanausbruch wird nicht nur die Lava durch die Luft geschleudert, sondern auch giftige Gase freigesetzt und die Asche ist zwar nicht giftig, sammelt sich aber in kleinen Brocken an, die sehr unannehm sind.

Mehr lesen auf: NYTIMES

Der Golden Gate Park Golf Park in San Francisco

golden Gate Park Golf course

golden Gate Park Golf courseGenau 50 Jahre ist es her, dass 1967 die Hippie-Bewegung mit dem Summer of Love in San Francisco ihren Höhepunkt hatte. Im Januar 1967 fand ein Happening Human Be In im Golden Gate Park statt. Das Happening wurde auf der Titelseite des San Francisco Oracle angekündigt und bildete den Auftakt zum sogenannten Summer of Love. 20.000 bis 30.000 Menschen zeigten damals ihren Unmut gegen den Vietnamkrieg und forderten Bürgerrechte und neue, freie Lebensformen in Kommunen und Wohngemeinschaften.

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Bereits 1951 wurde im westlichen Teil des Golden Gate Parks der Golden Gate Golf Park gegründet. Nur wenige hunderte Meter vom Pazifik entfernt, wurde in die ehemaligen Sanddünen ein charmanter 9-Loch-Platz mit Spielbahnen nicht länger als 180 Meter angelegt.

Wie für einen öffentlichen Platz üblich, können Einheimische um ein paar Dollar günstiger spielen. Touristen zahlen 18 US-Dollar für die 9-Loch-Runde. Wer sparen möchte, kann einen Twilight-Tarif  für 11 US-Dollar buchen. Dazu gibt es die Golfschläger zum Ausleihen für 15 US-Dollar pro Bag. Eine tolle Bereicherung des Stadtaufenthaltes in San Francisco.

golden Gate Park Golf course
Die Golfrunde für 18 Dollar für Urlauber

Wer keinen Mietwagen hat, kann sogar mit der Buslinie X5 bis zum westlichen Eingang des Golden Gates Parks fahren. Dann sind es nur noch wenige Meter zum ersten Abschlag. Der Platz ist ideal für Kinder und Anfänger, aber auch erfahrende Golfer müssen erst einmal ihr Handicap zwischen den hohen Zypressen-Bäumen spielen.

Gefangen in der Bärenfalle

Die PGA ist in den USA eine mächtige Organisation, die im letzten Jahr ihren 100. Geburtstag gefeiert hat. Der Dachverband der US-Profigolfer und Golflehrer sitzt im noblen West Palm Beach an Floridas Atlantikküste.

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Ebenfalls an diesem Küstenabschnitt liegt im nur wenige Kilometer entfernten Palm Beach Gardens das PGA Resort. Nun liegt der Schluß nahe, dass das Resort mit der Vereinigung der Profigolfer PGA etwas zu tun hätte. Fünf Golfplätze der Spitzenklasse lassen dies auch vermuten. Doch weit gefehlt, die PGA betreibt dieses Resort nicht mehr, sondern hat Namensrechte und Betrieb an die Gruppe Century Golf Partners weitergegeben. Century ist einer der größten Betreiber von Golfanlagen und Golfhotels und -resorts der Welt.

Fünf Golfplätze mit höchster Qualität

PGA Resort
Zum Abschluss ein Par 5 – die Spielbahn 18 des The Champion Courses

Doch auch ohne direkte Beteiligung durch den Dachverband macht das PGA-Resort seinem Namen alle Ehre. Golf wird hier groß geschrieben in der Avenue der Champions inPalm Beach Gardens. Das Resort verfügt über fünf Golfplätze (The Champion, The Palmer, The Fazio, The Squire, The Estates), ein 4-Sterne-Hotel und ein riesiges SPA. Wer sein Golfspiel verbessern will, findet hier eine David Leadbetter Akademie und ein Fitting Labor für Schläger.

Großes Medieninteresse an der Honda Classic im PGA-Resort

Jedes Jahr steht das PGA-Resort im Fokus der internationalen Golfmedien, denn auf dem The Champion Course wird die Honda Classic ausgetragen. Dieses Jahr gewann Rickie Fowler dasTurnier, das seit 45 Jahren als eines der ersten Turniere im Frühjahr in Florida ausgetragen wird, bevor die Tour auf den Westcoast-Swing nach Kalifornien zieht.

PGA-Resort
You are now entering the Bear Trap – das flösst Respekt ein.

Die Honda Classic zählt auch aus einem weiteren Grund zu Quotenknaller bei den TV-Übertragungen: Der Meisterschaftsplatz The Championship ein Meisterwerk der golferischen Gemeinheiten aus der Designfeder von Jack Nicklaus. Berühmt-berüchtigt die die sogenannte Bear Trap die Bärenfalle. Eine Kombination der Spielbahnen Nummer 15, 16 und 17 die schon so manchen sicheren Turniersieger zum Stolpern gebracht haben. An diesem drei Löchern entscheidet sich das Turnier. Zwei Par 3 und ein Par 4 dazwischen – doch alle drei Löcher sind gut mit Wasser verteidigt und die Grüns müssen alle über das Wasser erreicht werden.

Meisterwerk aus der Hand von Jack Nicklaus

Schmale Landezonen, ein trickreiches Wasserloch und andere Schwierigkeiten haben diesen Schlusslöchern (15, 16 und 17) den Beinamen „Bärenfalle“ gegeben. Besonders bei Wind schnappt sie unerbittlich zu. Jack Nicklaus über diese drei Löcher: „Das Spiel sollte hier verloren oder gewonnen werden.“ So ganz nebenbei: Der “Champions” weist ein Sloperating von 148 auf.

Auch der Ryder Cup war hier schon zu Gast

Bei unserem Besuch im Januar wurden die Megatribünen am Wasserloch (17.) gerade aufgestellt. Stimmung ist hier vorgrammiert! Der Champions-Kurs war bereits mehrfach Austragungsort hochangesehener Turniere wie dem Ryder Cup 1983, der PGA Championship 1987 und die Senior PGA Championship in den Jahren 1982 bis 2000.

Ein Spa und ein formidables Steakhouse verwöhnen nach der Runde

Und weil Golfresorts die Ambition haben, den Golfern alles in nächster Nähe anzubieten, wartet nach der Runde im Hotel ein entspannendes SPA mit Massage oder der Besuch der Sportbar mit stets laufenden Golfübertragungen und am Abend ein formidables Steakhouse. Von der Bauweise vielleicht, vom Pflegezustand keinesfalls, sieht man dem Hotel an, dass es bereits mehr als drei Jahrzehnte auf dem Buckel hat.

Prominenter Nachbar: Tiger Woods

In den USA ist zwar nichts wirklich nah, aber Tigers Standbein als Kneipier im Badeort Jupiter liegt quasi „um die Ecke“ und ist allemal einen Besuch wert. Der Star selber zeigt sich allerdings nur in Bildern und Devotionalien.

Weitere Golfplätze in der Nähe

Die fünf Plätze des PGA Resorts sind die eine Seite der Medaille. Für gutes Geld von 240 Dollar (The Champion) und 160 Dollar (übrige Plätze) spielt der Urlauber im PGA National aber sicherlich nicht jeden Tag. Wer ein paar Kilometer ins Hinterland von West Palm Beach Richtung Okeechobee See fährt, spielt im Sugar Cane Golf Club ab 25 Dollar und im Okeeheelee, einem kommunalen Golfclub, ab 30 Dollar. Beide Plätze sind durchaus spielenswert und nicht unattraktiv. Insgesamt verfügt die Region über mehr als 50 Golfplätze.

Mehr Informationen:

Informationen über das Resort: pgaresort.com
Informationen über Florida: visitflorida.com

 

Der geplatzte Traum: Pebble Beach Golf Links

Pebble Beach Golf Links

Pebble Beach Golf Links
Pebble Beach Golf Links: Ein Platz wie Samt und Seide am Spülsaum des Pazifiks. Rechts im Bild: die beiden Bäume vor dem 18. Grün des Par 5-Loches.

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Zu den Träumen vieler Golfer gehört es, den berühmten Platz Pebble Beach Golf Links zu spielen. Jedes Jahr im Frühjahr findet dort das AT&T Pebble Beach National Pro-Am und die Bilder des Pro Ams gehen um die Welt. Bereits fünfmal wurde hier die U.S. Open ausgetragen und 2019 kehrt die U.S. Open auf den öffentlichen Platz aus dem Jahre 1919 zurück. Pebble Beach Golf Links zählt zu den schönsten Plätzen der Welt, liegen doch sieben Spielbahnen auf dramatischen Klippen, nur wenige Meter vom tosenden Pazifik entfernt.

Schon als wir den Flug nach San Francisco buchten, stand für uns fest: Wir müssen nach Pebble Beach fahren, den 17-Mile-Drive erleben und dort die berühmten Löcher spielen. Gesagt, getan. Wir fuhren von San Francisco los und blieben vier Tage in Monterey. Der 17-Mile-Drive kostet 10 US-Dollar Straßenbenutzungsgebühr, die man nicht zahlen muss, wenn man im Hotel oder eine Startzeit gebucht hat. Wer ohne Reservierung von Hotel oder Tee off an der Schranke steht, muss die zehn Dollar bezahlen, bekommt sie aber bei einem Verzehr oder Einkauf in Höhe von 35 US-Dollar in den Hotels oder Restaurants der Pebble Beach Company wieder. Nachdem wir verschiedene Plätze am 17-Mile-Drive gespielt hatten, stand schließlich das große Abenteuer an: Die Golfrunde im Pebble Beach Golf Links.

Pebble Beach Golf Links
Großer Andrang am Montag wie an allen Tagen: Proshop des Pebble Beach Golf Links

Touristen stürmen Pebble Beach
Vier Reisebusse vor dem Traum vieler Golfer

Doch wie groß war die Enttäuschung, als wir am Golfclub ankamen. Vor lauter Verkehr konnten wir den Bag-Drop nicht finden, denn es wurde wild auf dem Parkplatz rangiert und ein- und ausgeparkt. Und das an einem Montag – also unter der Woche. Und dann kamen schlußendlich vier Touristenbusse und die Insassen ergoßen sich über den Proshop, das Puttinggrün, die Anmeldung und es wimmelte und wurlte nur so von Menschen.

Pebble Beach Golf Links
Der Starter und Abschlag 1 auf einem der berühmtesten Golfplätze

Der Platz war sehr gut gepflegt, die Grüns sind überraschend klein. Die Bunker sind knifflig und es macht Spaß, den Platz zu Fuß zu gehen. Das Geld für den Cart kann man sich beruhigt sparen, wer wirklich ein tolles Spielvergnügen haben möchte, sollte sich einen Caddy leisten. Der Caddy kennt den Platz und vor allem den Wind, der einem immer wieder einen Strich durch die Rechnung macht. Vor allem sieht er auch, wo der Ball niedergeht. Für den Caddy kommen dann noch 80 US-Dollar Gebühren dazu und der Tipp, der zwischen 60 bis 100 US-Dollar liegen sollte.

Der Abschlag Eins liegt gegenüber dem Proshop und sieht wenig spektakulär aus. Inmitten des ganzen Halli-Gallis noch. Ein einfacher Abschlag, nicht erhöht oder mit einer Tafel, die die Spielbahn zeigt, dafür eine kleine Holzbank. Der Abschlag selbst: zwei kleine Kugeln. Ein Par 4. Vor uns steht der Flight – so wie den Rest der Runde.

Von Pazifik zunächst noch keine Spur, erst an Loch 4 kommt das erste Mal das Wasser und der dazu gehörige Wind. Loch 6 gibt einen Vorgeschmack, was den Spieler an dem berühmten Loch 7 erwarten wird. Ein vermeintlich kurzes und einfaches Par 3 mit nicht einmal  100 Meter , das einen geraden Abschlag erfordert. Doch der bleibt im Wind fast senkrecht stehen und das ist die Schwierigkeit dieses Loches, das so schön, aber auch so schwer zu spielen ist. Dabei steht das schwerste Loch noch an, das ist Spielbahn 9, ein weiteres Par 4, direkt am Pazifik. Bahn 11 verlässt die Küstenlinie und der Pazifik kommt erst wieder auf Spielbahn 17 und der berühmten 18 ins Spiel. Ein Par 5, vor dessen Grün zwei windzerzauste Pinien stehen.

Jedes Grün ist mit mindestens fünf Personen voll. Vier Spieler, die mindestens eine nichtspielende Frau dabei haben, die Hunderte von Fotos anfertigt. Auf dem Grün, mit der Fahne in der Hand, alle zusammen, nur der Mann alleine. Naja, so eine Runde Pebble Beach Golf Links zu 495 US-Dollar gehört auch zu den einmaligen Erlebnissen im Laufe eines Golflebens und dieses Erlebnis will man für die Nachwelt festhalten.

Ist Pebble Beach wirklich ein einmaliges Erlebnis? Für diesen stolzen Preis erwarte ich mir mehr Ruhe, mehr Exklusivität. Mehr Luxus und mehr Verwöhnfaktor. Weniger Verkaufsgalerien und weniger Shops mit überteuerter Logoware.

Ich habe schon deutlich günstigere Plätze gespielt, wo Caddies nach der Einfahrt sofort den Kofferraum öffnen, um die Bags zu entnehmen. Wo ich am Bagdrop freundlich begrüsst und willkommen geheißen wurde. Vor einigen Jahren habe ich den Wynn Golf Course in Las Vegas gespielt, der auch zum Club der 500-Dollar-Plätze gehört. Doch ein ganz anderes Erlebnis: Ankommen, die Bags werden sofort abgenommen. Ein Kaffee wird angeboten und obwohl wir für unsere gebuchte Startzeit sehr knapp waren, wurde trotzdem angeboten, dass wir erst kurz uns erholen können. Das ist für mich Kundenservice und nicht in der Schlange stehen zwischen zahlreichen Touristen, die alles wild knipsen und sich mit Logoware eindecken, als wäre es der Schlussverkauf.

Pebble Beach Golf Links
Shopping ohne Ende mit Logoware, es gibt sogar einen eigenen Proshop für die Damen.

 

Trump Golf Links at Ferry Point in New York eröffnet

 

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Trump Golf Links at Ferry Point, New York
Trump Golf Links at Ferry Point, New York

Was lange währt wird gut: Über 52 Jahre wurde in New York kein neuer Golfplatz eröffnet. Am 1. April 2015 nahm der Golfplatz Trump Golf Links at Ferry Point offiziell den Spielbetrieb auf.Telefonisch oder online können Startzeiten gebucht werden für den neuen Jack Nicklaus Signature Golf Course. Abdul Aziz aus Queens wollte unbedingt der Erste sein, der auf dem Links Course vor den Toren New Yorks abschlägt. Er rief am Eröffnungstag sofort an und schlug um 7.40 Uhr als Erster ab. Auch in Hole-in-one konnte am ersten Tag gleich erzielt werden. An Loch 12 lochte Josh Rich aus Manhattan mit einem Eisen 8 an diesem Par 3 (150 Yard) ein. “Ich sah den Ball fallen und dann nicht mehr, denn das Grün ist schwer einsehbar”, freute sich der Handicap-9-Spieler, der seit 15 Jahren spielt, über sein erstes Hole-in-One. In seinem Flight spielte Andrea Westerlind mit, die als erste Frau den öffentlichen Golfplatz in der Bronx spielte.TRUMP GOLF LINKS AT FERRY POINT, N.Y.

GOLFWOMEN berichtete in der Oktoberausgabe 2014 über den neuen Golfplatz in New York
GOLFWOMEN berichtete in der Oktoberausgabe 2014 über den neuen Golfplatz in New York
Fortsetzung der Berichterstattung GolfWomen Ausgabe 04/2014
Fortsetzung der Berichterstattung GolfWomen Ausgabe 04/2014

Gleich am ersten Tag war der Platz bereits in den Vormittagsstunden gut gefüllt mit New Yorkern, die aus der näheren Umgebung kamen und sich nun freuen, dass aus dem brachliegenden, wenig attraktiven Grundstück endlich ein Golfplatz wurde. Jedes Mal wenn Jim Carriero aus Queens über die Whitestone Brücke in sein Büro in Manhattan fuhr, sah er auf den Platz und freute sich, wenn ein weiteres Loch fertig gestellt oder ein weiterer Fairway angelegt war.  “Ich habe morgens nur 20 Minuten mit dem Auto gebraucht – und dies sogar im Berufsverkehr” freut sich Aiden Welsh, der gemeinsam mit drei irischen Landsleuten abschlug. Die rollenden Fairways erinnern ihn stark an Golfplätze in Irland, so   Eamon Donnelly. “Zwar kostet das Green Fee deutlich mehr als für andere Golfanlagen in Großstädten,  doch der Platz ist es wert, denn die Qualität ist außergewöhnlich” beurteilt der irische Barbesitzer seine erste Golfrunde auf dem öffentliche Platz.

Das Hole-in-One gleich in den ersten Stunden nach der Platzöffnung zeigt, dass der Platz gut spielbar ist und allen Spielstärken eine faire Chance durch die unterschiedlichen Abschläge bietet. Dazu Platz-Designer Jack Nicklaus, der seit der ersten Stunde vor 14 Jahren im Designteam dabei war: “Ich glaube, der Platz hat es in sich, aber er ist immer fair und bietet Spaß für die meisten Golfer”.

Die Green Fee  sind zwar am oberen Level, doch für eine Großstadt und vor allem diese exponierte Lage in New York noch sehr moderat. Immerhin gibt es in New York auch kaum eine Steak unter 30 US-Dollar, die Stadt, die niemals schläft, war schon immer etwas teuerer.

Hier die Preise (Auszug aus dem Internet vom 08. April 2015)

NYC RESIDENT* Weekdays (Mon – Thurs) Weekends (Fri – Sun) & Holidays
18 Holes $141.00 $169.00
Twilight $108.00 $151.00
Seniors** $87.00 N/A
Juniors*** $54.00 N/A
NON-RESIDENT
18 Holes $190.00 $215.00
Twilight $154.00 $197.00
Seniors** $137.00 N/A
Juniors*** $104.00 N/A
OTHER FEES
GPS Golf Cart Fee $35.00 per rider $35.00 per rider
Forecaddie Fee & Gratuity $55.00 per player $55.00 per player
Caddie Fee & Gratuity $115.00 per bag $115.00 per bag
Non-Round Practice Facility Fee $50.00 $50.00

Schon jetzt wird der Platz bei golf.com auf Platz 10 der Top 10 Öffentliche Golfplätze des USA geführt, das Magazin Golf verlieh 2014 den dritten Platz für die beste “Entwicklung des Jahres” und Golf Digest nominierte den Platz unter den Top-10 der jährlichen Bestenliste neuer Golfplätze.

Trump Golf Links at Ferry Point
500 Hutchinson River Parkway
Bronx, NY 10465
www.trumpferrypoint.com

Anfahrt

 

GOLFWOMEN berichtete in der Oktoberausgabe 2014 über den neuen Golfplatz in New York
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Quelle: nicklaus.com