Cityflip: B wie Boston

Es ist eine Liebe – fast so alt wie die Stadt selbst – der Einwohner Bostons zu den „baked beans“ – zu den gebackenen Bohnen. Sie waren in der Gründerzeit die bevorzugte Nahrung der äußerst emsigen Bewohner der neu gegründeten Stadt.  

Boston war das Zentrum eines regen Handels mit Rum, der nach Afrika gesandt wurde, um Sklaven zu kaufen. Diese wurde über Boston weiter in die Karibik gebracht, um dort Melasse zu erwerben. Aus der Melasse wurde weiterer Rum gebrannt, der nach Europa exportiert wurde. Und die Melasse wurde den „baked beans“ beigefügt, denn sie gab diesem Gericht diese unnachahmliche Sämigkeit und die verlockende Süße. Flugs hatte die Stadt zwischen Charles River und dem Meer ihren Spitznamen weg. 

Tatsächlich ist Boston nach einer Stadt in England benannt, aus der viele der ersten Siedler stammten. Im Jahre 1919 wurde die Melasse Boston fast zum Verhängnis: Ein Tank mit heißer Melasse platzte und über fast acht Millionen Liter des heißen Sirups überfluteten das North End von Boston. Über 100 Personen wurden verletzt und 21 Menschen starben bei diesem Unglück. 

Noch heute sind die Backstein-Fassaden typisch für Boston

Doch die Zeiten der Melasseherstellung sind längst vorbei und heute kann sich Boston einiger historischer Rekorde rühmen: Der erste amerikanische Leuchtturm wurde 1716 im Hafen auf der kleinen Insel Litte Brewster Island erbaut. Leider steht das Original nicht mehr, aber der Neubau des Leuchtturms 1783 darf sich heute mit dem Titel „Zweitältester, noch aktiver Leuchtturm der Vereinigten Staaten“. Der älteste Park der Vereinigten Staaten, der Boston Common ist heute noch ein Refugium der Frischluft und lädt zum Flanieren ein. 

Das zeitgemäße Gegenstück des Boston Common ist der Rose Kennedy Greenway, der sich fast pararell zur Waterfront vom Boston Public Market im Norden bis südlich der South Station erstreckt. 

Boston ist die Stadt der Fußgänger, immerhin über 15 Prozent der Bostonianer erreichen jeden Morgen ihre Arbeitsstelle zu Fuß. Damit führt Boston vor allen anderen amerikanischen Städten. 

Das Zentrum lässt sich gut zu Fuß erschließen

Wer es weiter zu Fuß hat, nimmt das gut ausgebaute öffentliche Nahverkehrsnetz. Schließlich hat Boston eine langjährige Erfahrung damit, denn 1897 wurde die erste Untergrundbahn eröffnet. Sie war gleichzeitig auch die dritte Linie der Welt, die damals schon elektrisch lief. 

Bei aller Liebe zu der schönen Stadt, manchmal fühlt man sich jedoch in den Waggons der heutigen Linien in die Gründerzeit der Bahn versetzt. Sie quitschen ohrenbetäubend, ruckeln und rütteln – aber sie erfüllen jeden Tag treu ihren Dienst. Wie die Zukunft der Untergrundbahn aussehen wird, sieht man an der neugebauten Aquarium-Station der blauen Linie. Sie ist die tiefste Linie und führt sogar unterhalb des Hafens durch.  Am Hafen sollte man nicht vergessen, das Boston Aquarium nicht zu besuchen.  Jeweils am 16. Dezember gibt es hier eine Wiederholung der  historischen „Boston Tea Party“. 

Auch Sportfans kommen in Boston auf ihre Kosten: Die Red Sox haben hier im ältesten, noch aktiven Stadium ihr zuhause. Dazu kommen noch jede Menge Jogging-Strecken (zum Beispiel entlang des Rose Kennedy Greenway) und Fitnessangebote in der Stadt. Auch Golfer kommen nicht zu kurz. Das Gym des Copley Square Hotel bietet eine Indoor-Golfanlage, die stundenweise gebucht werden kann.

Golf in Boston

420 West St, Hyde Park, MA
cityofbostongolf.com

William Devine Golf Course at
Franklin Park 

Stadtnäher geht es kaum – ein öffentlicher Platz im Park. 18-Loch-Platz mit Driving Range und Putting Grün. Greenfee im moderaten Bereich
1 Circuit Dr, Franklin Park,
Dorchester, MA
cityofbostongolf.com

Fresh Pond Golf Course
Ein 9-Loch-Platz im Herzen von Cambridge mit zahlreichen Wasserhindernissen und zwei langen Par-5-Bahnen. 
691 Huron Ave. Cambridge, MA
freshpondgolf.com

Winthrop Golf Club
Der semi-private 9-Loch-Platz stammt aus dem Jahr 1917. Mitglieder dürfen Gäste mitbringen. 
431 Main Street, Winthrop, 02152,
winthropgolfclub.org

Lohnenswert ist ein Ausflug auf die nahe Halbinsel Cape Cod. Auf der Halbinsel gibt es jede Menge spielenswerte Golfplätze, wie z.b. in Hyannis.

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