Sie sind die Sieger der 12. German Boys and Girls Open

Am Ende dreier heißer Turniertage strahlten die deutschen Spielerinnen und Spieler bei der 12. Allianz German Boys and Girls Open (GBGO) im GC St. Leon-Rot mit der Sonne um die Wette. Vorneweg Leonie Harm (GC St.  Leon-Rot) und Thomas Rosenmüller (GC München Eichenried), die die Sieger der internationalen deutschen Amateurmeisterschaften der Jungen und Mädchen 2015 sind. Harm setzte sich bei den Mädchen mit einem Gesamtergebnis von 205 Schlägen (-11) knapp gegen Esther Henseleit (Hamburger GC/ -10) und Agathe Laisne (Frankreich/-9) durch. Rosenmüller (206 Schläge/-10) siegte in der Jungenkonkurrenz vor dem Engländer William Enefer (-8) und dem Dänen John Axelsen (-7).

„Das war hier und heute der wichtigste Sieg für mich. Es bedeutet mir so unendlich viel, hier in meinem Club und vor meinen Freunden zu gewinnen. Das ist ein ganz besonderes Gefühl. Es macht so viel Freude, hier zu spielen und das ganze Rahmenprogramm mitzuerleben. Das ist mein absolutes Lieblingsturnier“, freute sich Harm nach ihrem Sieg.

Die Spielerin des Golf Team Germany (GTG) war mit einem Zähler Rückstand auf die Engländerin Hollie Muse in die Finalrunde gestartet, doch die Britin verabschiedete sich mit einem Bogey-Doppelbogey-Start schnell aus dem Titelrennen, während Harm mit drei Birdies auf den ersten drei Löchern gleich an die Spitze stürmte und diese Position nicht mehr abgab. Sieben Birdies und ein Bogey bedeuteten eine 66er Runde und nach der Internationalen Amateurmeisterschaften von Deutschland den zweiten großen Titel innerhalb weniger Wochen. Diese überragende Leistung war am Finaltag aber auch gefordert, um den Titel zu gewinnen, denn GTG-Kollegin Esther Henseleit gelang eine bogeyfreie Runde. Dank sechs Birdies notierte die Varelserin ebenfalls eine 66 und freute sich über Silber. Auch die Bronzemedaillengewinnerin Agathe Laisne spielte eine ausgezeichnete Abschlussrunde von 67 Schlägen. Damit verteidigte sie die Führung in der Qualifikationsrangliste für den PING Junior Solheim Cup (PJSC), der im September parallel zum Solheim Cup auch im GC St. Leon-Rot ausgetragen wird. Die beiden deutschen Spielerinnen verbesserten sich auf die Plätze zwei (Harm) und vier (Henseleit) im Ranking. Bei Harm ist die Teilnahme am PJSC noch nicht abschließend geklärt, da ihre Zusage für ein Studium am College in Houston eine formale Hürde sein könnte. Die German Girls war eines der acht Qualifikationsturniere und gleichzeitig die Generalprobe für das wichtigste Jugendturnier des Jahres, bei dem die besten zwölf Mädchen aus Europa gegen die besten zwölf Mädchen der USA antreten. Daher waren neben den besten jugendlichen Spielerinnen Europas auch die PJSC-Kapitänin Iben Tinning in der Kurpfalz zu Gast. Unterstützt wurde sie vom deutschen Mädchen-Bundestrainer und PJSC-Vizekapitän Sebastian Rühl.

Anders als bei den Mädchen sah es bei den Jungen schon vor dem Finaltag nach einem deutschen Erfolg aus. Thomas Rosenmüller startete als Führender mit einem Vorsprung von drei Schlägen auf die abschließende Runde. Der 18-Jährige ging souverän mit der ungewohnten Situation um, hielt sich ständig an der Spitze des Feldes und durfte verdient über seinen ersten internationalen Titel jubeln. „Dieser Sieg hat für mich eine hohe Bedeutung, denn ich habe noch nie einen großen Titel gewonnen. Es wurde Zeit, dass ich mal ein Turnier gewinne. Der Kampf hier hat sich gelohnt“, sagte Rosenmüller, der sich der Angriffe der Konkurrenz erwehren musste. Der Brite William Enefer rollte das Feld von hinten auf und lag nach 14 Bahnen nur noch einen Schlag hinter Rosenmüller. Der hielt dem Druck aber stand und brachte mit einer 70 (-2) den Sieg nach Hause. Enefer wurde für die beste Tagesleistung mit der Silbermedaille belohnt. John Axelsen, der vor einem Jahr als Führender in die Finalrunde gegangen war und auch bis kurz vor Schluss wie der sichere Sieger ausgesehen hatte, holte sich im Kartenstechen die Bronzemedaille, weil er gegenüber dem Franzosen Victor Veyret die bessere Finalrunde gespielt hatte.

Jungen-Bundestrainer Ulli Eckhardt konnte mit der Gesamtleistung seiner Schützlinge sehr zufrieden sein. Mit Max Schmitt (GC Rheinhessen/-6), Raphael Geißler (GC St. Leon-Rot/-5), Matthias Schmidt (GC am Reichswald/-5) und Yannick Schütz (Stuttgarter GC Solitude/-4) kamen neben Rosenmüller vier GTG-Spieler in die Top Ten. Malte von Blankenfeld (GC Rheinhessen/-5) und Marc Alexander Hammer (GC Mannheim-Viernheim/-4) landeten auch unter den besten Zehn und komplettierten das deutsche Traum-Ergebnis.

Auch in der Nationenwertung dominierten die deutschen Mannschaften. Team Deutschland I in der Besetzung Leonie Harm, Esther Henseleit und Alexandra Försterling setzte sich mit sechs Zählern Vorsprung gegen England I und Spanien I durch. Bei den Jungen holten sich Thomas Rosenmüller, Max Schmitt und Matthias Schmid mit 277 Schlägen die Goldmedaille. England I wurde um vier Schläge distanziert. Einen Schlag mehr als die Briten hatte Team Dänemark I.

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