Handicap weltweit vereinheitlichen

Golf gehört zu den ganz wenigen Sportarten, die Sportler unterschiedlichster Könnensstufen beinahe bedenkenlos miteinander genießen können. Das Handicap macht’s möglich. Doch leider verstehen Golfer weltweit unter Handicap nicht das selbe. In Deutschland beginnt die HCP-Weihen bei 54, in angelsächsischen Ländern bei 28. Das soll sich jetzt ändern.

Die beiden Gralshüter der Golfregeln, die United States Golf Association (USGA) in den USA und der Royal & Ancient Golf Club of St. Andrews (R&A) in Europa, haben bereits Schritte eingeleitet, das globale Handicap-System zu vereinheitlichen. Dazu soll es zu einer Regelung kommen, wie sie heute bereits in den USA gehandhabt wird. Aus den Ergebnisse der letzten 20 Golfrunden sollen die acht besten herausgezogen werden, um ein Schnitt-HCP zu bilden.

Die besten 8 Resultate aus 20 Runden

Wenngleich auch derzeit noch keine Details vorliegen: Das Vorgehen ist denkbar einfach. Die acht besten Ergebnisse aus 20 geteilt durch 8, macht das aktuelle Handicap. Keine schrittweise Verbesserung, keine Kommastellen, kein kompliziertes Rechnen.

„Der Deutsche Golf Verband unterstützt die Initiative grundsätzlich, sieht aber noch viel Arbeit auf alle Beteiligte zukommen, bevor über einen endgültigen Einführungszeitpunkt gesprochen werden kann. Auch vor dem Hintergrund, dass im kommenden Jahr, also 2019, zunächst einmal grundlegend überarbeitete Golfregeln vor der Tür stehen, wird sich der Verband intensiv dafür einsetzen, dass Planbarkeit und ein geordneter Einführungsprozess vor Schnelligkeit gehen“, sagt Alexander Klose, Vorstand Recht & Services des Deutschen Golf Verbandes.

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