Porsche European Open: Levy siegt

Fast 12.000 Zuschauer erlebten bei der Porsche European Open ein spannendes Finale. Von Anfang an führte der Franzose <strong>Alexander Levy</strong>, der am Schlusstag morgens mit vier Schlägen Vorsprung startete. 

Auf den letzten neun Löchern entwickelte sich aus der Aufholjagd von Martin KaymerFlorian Fritsch  und  Bernd Wiesberger  sowie Michael Jonzon  und  Robert Karlsson , ein Zweikampf mit Ross Fisher (England), der zusammen mit Levy und dem Schweden Michael Jonzon im letzten Flight auf die Runde gegangen waren. Alexander Levy verlor mit einem Bogey auf der 18 seinen Vorsprung gegenüber Ross Fisher, der mit einem Par gleichzog.

In einem über zwei Bahnen andauernden Stechen gelang dem Franzosen auf Loch 18 das entscheidende Birdie zu einem Start-Ziel-Sieg. Fisher musste sich mit dem Par begnügen. Beide hatten, bei dem aufgrund des starken Nebels auf 54 Loch verkürzten Turniers 194 Schläge (19) auf ihrer Scorekarte verzeichnet. „Das erste Turnier seit 2014, das ist Wahnsinn, und dann auch noch eines der prestigeträchtigsten Turniere auf der Tour“, strahlte der Franzose nach seinem Sieg.

Porsche European Open
Pokal der Porsche European Open © Porsche

Auch am zweiten Tag macht der Nebel einen dicken Strich durch die Startliste. Erst ab 11.30 Uhr kann gestartet werden. Martin Kaymer holt zur großen Verfolgungsjagd aus und liegt nach 4 Birdies nach 5 Löchern nur noch 5 Schläge hinter dem führenden  Alexander Lewis. Aufgrund der späten Startzeiten wird das Turnier auf 54 Löcher reduziert. Nach dem ersten Tag führt der Franzose Alexander Levy mit 62 Schlägen. Mit nur einem Schlag mehr kam Bernd Wiesberger aus Österreich in das Clubhaus zurück. Er hat letztes Jahr schon sehr gut spielt auf diesem Platz gespielt. Bei der Schlussrunde kamen Fanbusse aus dem nahen Österreich, um ihn anzufeuern. 

Martin Kaymer, der am Montag nach Hazeltine, Minnesota zum Ryder Cup 2016 fliegt, liegt mit 67 Schlägen gleichauf mit dem Amateur Thomas Rosenmüller. 69 Schläge brauchte Marcel Siem. Das Wetter machte den Profis einen dicken Strick durch die Rechnung. Weder die Trainingsrunde noch das ProAm konnten vor dem Start der Porsche European Open in Bad Griesbach durchgeführt werden. Massive Regenfälle setzen den Platz unter Wasser. Pünktlich zum Turnierbeginn hat sich allerdings das Wetter gebessert.

Fünf Majorsieger und 15 aktuelle oder ehemalige Ryder Cup Spieler starten heute bei den Porsche European Open auf dem Beckerbauer Golf Course in Bad Griesbach. Die Zuschauer können sich vor allem auf Deutschlands Top-Golfer Martin Kaymer freuen, der eine Woche vor seinem Start beim Ryder Cup erstmals zum Turnier gekommen ist. Mit Martin Kaymer und dem Belgier Thomas Pieters treten u.a. Robert Karlsson (Schweden), Nicolas Colsaerts (Belgien), Ross Fisher (England), Jamie Donaldson (Wales), Peter Hanson (Schweden) an.

Dazu sind neben Kaymer vier weitere Major Sieger am Abschlag: der Südafrikaner Ernie Els (vier Siege), der Ire Padraig Harrington (drei Siege) außerdem der Koreaner Y.E.Yang und der Schotte Paul Lawrie.

Proberunde und ProAm musste aufgrund des Regens entfallen

Dieses Jahr fanden die Professionals ganz besondere Bedingungen vor, nachdem noch bis Montag heftige Regenfälle die Arbeit der Greenkeeper fast unmöglich machten. Um den Spielern einen optimalen Platz präsentieren zu können mussten die Verantwortlichen der European Tour die Entscheidung treffen das ProAm nicht auszutragen und auch keine Proberunden für die Spieler zu erlauben. Für Martin Kaymer ist das zwar eine besondere Situation aber nicht entscheidend.

“Während meiner Amateurzeit war fast das immer so. Auch wenn ich den Platz noch nicht kenne, haben wir den Vorteil, dass wir einen professionellen Caddie dabei haben, der den Platz vorher abgeht. Ich habe selbst mit ihm auch den Platz ablaufen, damit ich sehe, wo es lang geht. Ich weiß nur nicht, wie sich die einzelnen Löcher unter diesen Bedingungen spielen, aber am Ende ist es auch nur ein Golfplatz.“

Die Greenkeeper haben auf Hochtouren gearbeitet, um einen perfekten Platz zu präsentieren. Turnierdirektor Dominik Senn betonte auf der Pressekonferenz, „für unser hochkarätiges Spitzenfeld werden wir auf jeden Fall optimale Bedingungen schaffen.“

Der neue Porsche Panamera 4S ist ein Hole-in-One-Preis ©Porsche

Weitere deutsche Spieler am Start bei der Porsche European Open

Österreichs Spitzenspieler Bernd Wiesberger freut sich auf das Turnier so nahe der Heimat. Nachdem er nach der Auftaktrunde im letzten Jahr in Führung lag, kamen sogar Sonderbusse aus seiner Heimat nach Bad Griesbach um ihren Golfhelden zu unterstützen. „Ich fühle mich sehr gut und hoffe meine derzeit sehr gute Form mit einem Topergebnis unter Beweis stellen zu können. Nach meinem zweiten Platz in den Niederlanden am liebsten noch besser.“

Mit Marcel Siem versucht ein weiterer Deutscher sich den Traditionspokal zu sichern. Siem feiert ebenfalls seine Premiere in Niederbayern. Die Deutschen Farben werden neben Kaymer und Siem durch Maximilian Kieffer (Düsseldorf), Florian Fritsch (Heidelberg) und Bernd Ritthammer (Nürnberg) vertreten, der gerade mit seinem ersten Sieg auf der Challenge Tour seine aufsteigende Form unter Beweis stellen konnte.

Ein Highlight für die Spieler stellt sicher der diesjährige Hole-in-One-Preis des Titelpartners dar: Der erste Spieler, dem während der vier Turniertage an Loch 17 ein Ass gelingt, erhält als Preis den nagelneuen und erst vor kurzem vorgestellten Porsche Panamera 4S.

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