BMW International Open: 2. Hole in One

Hendrik Stenson aus Schweden © BMW Golfsport
Hendrik Stenson aus Schweden © BMW Golfsport

Am zweiten Tag der BMW International Open (23. bis 26. Juni im GC Gut Lärchenhof) hat Henrik Stenson aus Schweden einmal mehr gezeigt, warum er zu den größten Stars im internationalen Golfsport zählt. Mit einer bogeyfreien Runde und lediglich 65 Schlägen zog er mit dem Franzosen Raphaël Jacquelin gleich, der das Leaderboard schon am Donnerstag angeführt hatte. Auch Kiradech Aphibarnrat aus Thailand zeigte eine starke Vorstellung und machte 13 Plätze im Gesamtklassement gut. Mit einem Score von jeweils -11 teilen sich die drei Pros damit nach 36 gespielten Löchern den ersten Platz.

Kiradech Aphibarnrat © BMW Golfsport

Stenson, der 2006 schon einmal bei der BMW International Open triumphiert hatte, freute sich über die drittbeste Runde des Tages. Lediglich Aphibarnrat und Benjamin Hebert (FRA) waren am Freitag noch einen Schlag besser als der Weltranglisten-Siebte. Vor dem Wochenende hat Stenson damit alle Voraussetzungen für das „Double“ geschaffen und war entsprechend zufrieden. „Ich bin heute zu keinem Zeitpunkt in Bedrängnis geraten“, sagte der 40-Jährige. „Ich habe die meisten Fairways getroffen, dasselbe gilt für die Grüns. Auf einigen Löchern hätte ich noch näher dran sein können, aber wir wollen mal nicht gierig werden.“

Hinter dem Führungstrio brachten sich viele weitere prominente Pros in gute Ausgangspositionen für das Wochenende. Der Däne Thorbjørn Olesen (-10) schob sich mit seiner zweiten 67 auf Rang vier, dahinter folgt Zander Lombard (RSA, -9).

Das zweite Hole-in-one bei der BWM International Open 2016

Sergio García (-5) aus Spanien sorgte an Loch 11 für großen Jubel bei den deutschen Golffans: Aus 144 Metern schlug der Publikumsliebling ein Hole-in-One und sicherte sich damit einen exklusiven Hotelgutschein von Corporate Partner Hilton. Es war bereits das zweite Ass des Turniers: Am Donnerstag hatte der Schotte Richie Ramsay (-2) an der 16 den BMW M760Li xDrive gewonnen.

Sergio Garcia
Sergio Garcia © BMW Golfsport

Das Aufgebot der zehn deutschen Spieler im Feld des Traditionsturniers der European Tour führt Bernd Ritthammer (-4) an. Der 29-Jährige spielte am Freitag vier Birdies und ein Bogey – und zeigte sich selbst ein wenig überrascht: „Mein langes Spiel war nicht ganz so gut wie gestern, dafür lief das Putten deutlich besser. Eigentlich witzig, dass heute trotzdem eine -3 herauskam und gestern nur eine -1. Ich fühle mich hier super wohl. Ein großes Kompliment an BMW für die tolle Organisation. Ich habe zwar noch nie ein Major gespielt, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es noch viel besser geht.“

Neben Ritthammer schafften auch Amateur Jeremy Paul (-2) und Routinier Alex Cejka (-1) den Sprung ins Feld für die verbleibenden zwei Turniertage. Für einige bekannte Spieler sind die BMW International Open hingegen bereits vorzeitig beendet, darunter Masters Champion Danny Willett (ENG, Par), BMW Golfsport Botschafter Max Kieffer (GER, Par), Miguel Ángel Jiménez (ESP, Par), Wu Ashun (CHN, +1), Nicolas Colsaerts (BEL, +1) und Lokalmatador Marcel Siem (+11).

Cejka hofft auf die Olympischen Spiele

Ein sichtliche entspannter Alex Cejka bei der Pressekonferenz vor der BMW International Open
Ein sichtlich entspannter Alex Cejka bei der Pressekonferenz vor der BMW International Open © BMW Golfsport

Im Vorfeld der BMW International Open gab Alex Cejka ein Interview zum Thema Olympia 2016: und hofft; „Wenn ich nach Rio darf, dann wäre das sehr schön“.

Alex Cejka absolviert für die BMW International Open (vom 23. bis 26. Juni im GC Gut Lärchenhof) einen seiner wenigen Auftritte in Europa. Der Routinier ist top-motiviert, vor den deutschen Golffans eine gute Leistung abzuliefern und spricht im Interview auch über seine guten Aussichten, Deutschland beim olympischen Golfturnier in Brasilien zu vertreten.

Alex, wie fühlt es sich an, wieder hier zu sein? Es ist einer der selteneren Besuche wieder in Europa…
Cejka: „Das Gefühl ist sehr gut. Ich habe im letzten Jahr leider nicht spielen können. Nun ist es wieder schön, zu Hause zu sein und wieder einmal vor Fans und Freunden zu spielen.“

Sie haben schon eine Proberunde gedreht. Wie spielt sich der Platz?
Cejka: „Er hat sich sehr lang gespielt. Es ist sehr nass, es hat sehr viel geregnet, wie ich gehört habe. Aber der Platz ist in einem sehr guten Zustand, die Grüns waren gut. Die Fairways waren noch ein bisschen nass in den letzten zwei Tagen. Aber da kann man nichts machen. Der Platz spielt sich schön, sehr viel Rough, muss ich sagen, ein bisschen länger als in den Jahren zuvor. Aber damit müssen wir alle leben.“

Das Wetter soll ja besser werden, angesagt sind Temperaturen von 30 Grad. Mögen Sie das, oder ist Ihnen das eher unangenehm?
Cejka: „Ich mag das, ich bin das gewohnt. Wir spielen in Amerika fast jede Woche bei 25 bis 30 Grad. Insofern ist das angenehmer. Ich bin das eher gewohnt als 14 Grad, bei denen ich am Montag hier gespielt habe. Das war schon frisch.“

In diesem Jahr gab es einige sehr gute Turniere, dann auch wieder welche, die nicht so gut für Sie liefen. Wie würden Sie ihre letzten Monate beschreiben?
Cejka: „Ich war in diesem Jahr bisher schon sehr viel verletzt. Dafür spiele ich eigentlich sehr gut. Ich habe jede Woche irgendetwas. Es ist ein schweres Jahr, aber ich hole das Maximum heraus. Ich hatte ein paar gute Ergebnisse, bei anderen Turnieren habe ich besser gespielt als gescored. Das ist halt im Golf ab und zu so. Ich bin eigentlich zufrieden, wie es dieses Jahr läuft.“

Freut sich auf sein Heimspiel in Köln-Polheim: Alex Cejka © BMW Golfsport
Freut sich auf das Heimspiel in Köln-Polheim: Alex Cejka © BMW Golfsport

Auf ein Event fiebern alle Golfer in diesem Jahr hin: Olympia im August. Es ist noch nicht ganz entschieden, wer für Deutschland antritt. Wie wichtig ist Ihnen Olympia?
Cejka
: „Ich würde mich natürlich sehr freuen, wenn das klappen sollte. Der Kampf um den zweiten Platz ist noch zwischen Kieffer, Siem und mir offen. Ich habe nicht gehört, wie die Abstände sind oder was wir machen müssen. Aber jeder muss sein eigenes Golf spielen, um sich dafür zu qualifizieren. Egal ob Olympia im Sommer oder Winter: Ich habe als Teenager jedes Turnier im Fernsehen verfolgt. Dass Golf zum ersten Mal nach so vielen Jahren wieder dabei ist, ist natürlich etwas Besonderes. Ich freue mich sehr darauf, wenn das klappen würde, für ein oder zwei Wochen im Olympischen Dorf zu sein, die Atmosphäre zu schnuppern und das Turnier mitzunehmen. Das wäre schon schön.“

Sie haben in Brasilien schon einmal gespielt. Wie ist es, dort zu golfen?
Cejka: „Ich habe vor zwei Jahren dort gespielt und fand es toll. Natürlich wird es bei Olympia ganz anders sein. Olympia ist etwas anderes als ein Web.com-Turnier. Wenn es klappen sollte und ich nach Rio darf, dann wäre das sehr schön.“

Dafür wäre ein gutes Ergebnis hier bei der BMW International Open natürlich ein Türöffner. Spielt das in dieser Woche irgendwie mit?
Cejka: „Ich würde hier natürlich gerne eine gute Leistung bringen, das ist klar. Immer wenn man am ersten Abschlag steht, will man eine gute Woche haben. Im Golf weiß man aber nie. Meine Form war gut in den letzten Monaten, obwohl ich immer eine Woche gespielt habe, eine Woche Pause hatte, wieder eine Woche gespielt habe. Ich bin ein bisschen eingerostet, weil ich in der letzten Woche leider gar nichts gemacht habe. Aber ich fühle mich gut und habe hier auf der Anlage schon vor einigen Jahren gute Ergebnisse erzielt. Das positive Feeling ist da.“

Sie sind schon mal Zweiter und Dritter gewesen, der erste Platz fehlt noch…
Cejka: „Ja, der erste fehlt noch. Das wäre natürlich schön, aber alle Spieler, die hier sind, sind gut. Die Ergebnisse sind immer zwischen 15 und 20 unter. In diesem Jahr vielleicht nicht ganz so niedrig. Aber man muss gutes Golf spielen, um vorne dabei zu sein. Egal auf welcher Tour, und egal in welcher Woche.“

Das Interview führte BMW Golfsport.