Neue Meister gesucht – DM der Damen und Herren

DM 2017

Vom 7. bis 10. September treffen die besten 40 Golferinnen und 80 Golfer des Landes im GC Hardenberg aufeinander. Während der Austragungsort derselbe wie im Vorjahr ist, wird es definitiv neue Titelträger geben. Die Sieger von 2016, Polly Mack und Christian Bräunig, treten nicht zur Titelverteidigung an. Während es Mack zum Studium in die USA gezogen hat, ist Bräunig ins Profilager gewechselt und spielt auf der European Challenge Tour.

6. Austragung der Deutschen Meisterschaften

Die Deutschen Meisterschaften (DM) werden zum sechsten Mal in Folge im südniedersächsischen Northeim ausgetragen. Der Golfclub mit dem Keilerkopf als Wappentier, das auch als Silhouette des elften Grüns verewigt ist, stellt jedes Jahr die Teilnehmer vor eine herausfordernde Aufgabe.

„Seit sechs Jahren krönen wir im GC Hardenberg die Deutschen Meister und damit die besten Nachwuchsathleten, die hier einen Meilenstein in Richtung Tourkarriere setzen können. Wir sind froh, im Herzen der Republik solch herausragende Bedingungen vorzufinden und kommen immer gerne hierher. Uns erwartet erneut eine spannende Woche mit sportlichen Höchstleistungen“, lobt Marcus Neumann, Vorstand Sport des Deutschen Golf Verbandes, den ausrichtenden Club.

DM 2017
Max Schmitt gewann in diesem Jahr zwei Turniere der Pro Golf Tour (Foto: DGV/stebl)

Favoriten bei den Herren der DM 2017

Neben dem Deutschen Meister von 2015, Michael Hirmer (GC St. Leon-Rot/Handicap +3,3), hoffen zahlreiche Spielerinnen und Spieler, die in diesem Jahr bereits in anderen Wettbewerben erfolgreich waren, auch den nationalen Einzeltitel zu gewinnen. Zu den Favoriten im Herrenfeld gehört unter anderem Max Schmitt (GC Rheinhessen/+6,4), der in dieser Saison als Amateur zwei Siege auf der Pro Golf Tour gefeiert hat. Auch Falko Hanisch (Berliner GC Stolper Heide/+3,5) und Lukas Gras (Osnabrücker GC/+3,7) konnten 2017 bereits jubeln. Hanisch gewann die Allianz German Boys Open und Gras holte sich beim Saisonauftakt, der Deutschen Lochspielmeisterschaft, den Titel.

DM 2017
Die erst 15-jährige Paula Kirner ist die amtierende Deutsche Lochspielmeisterin (Foto: DGV/stebl)

Auch bei den Damen herrscht  hoher Druck

Bei den Damen zählen Marie Coors (Frankfurter GC/+3,9) und Paula Kirner (Kiawah GC Riedstadt/+3,3) zu den Favoritinnen. Coors reist als amtierende Internationale Deutsche Amateurmeisterin nach Northeim und Kirner kommt als Deutsche Lochspielmeisterin zur DM. Die erst 15-jährige Kirner könnte nach ihrem Vorjahressieg in der Altersklasse bis 14 Jahre nun auch bei den Erwachsenen um den Titel mitspielen.

Über die Deutschen Meisterschaften:

Die DM wird bei Damen und Herren über vier Runden ausgetragen. An den ersten drei Tagen kämpfen die Teilnehmer über jeweils 18 Löcher um den Einzug in die Finalrunde. Nur die besten 24 Damen und alle Schlaggleichen sowie 36 Herren und alle Schlaggleichen bestreiten anschließend die vierte Runde am Sonntag. Der Eintritt ist an allen Tagen frei.

 

Quelle: DGV

Deutsche Meisterschaft: Mack und Bräunig siegen

Deutsche Meisterschaft
Die Deutschen Meister: Christian Bräunig und Polly Mack (Foto: DGV/stebl)

Die Sieger der 70. Deutschen Meisterschaften (8.-11.9.), die  zum fünften Mal in Folge im GC Hardenberg ausgetragen wurden, heißen Polly Mack (Berliner GC Stolper Heide) und Christian Bräunig (GC Mannheim-Viernheim). Polly Mack (282 Schläge) gewinnt in einem dramatischen Finale bei den Damen knapp vor Samantha Krug (GC Hubbelrath/283). Zita Arndt (G&LC Berlin-Wansee/287) gewinnt Bronze. Bei den Herren setzt sich Bräunig mit 279 Schlägen gegen Brandon Dietzel (GC Essen-Heidhausen/281) und Niklas Adank (Hamburger GC/283) durch.

Bräunig hatte sich schon zu Beginn der vier Turniertage in Position gebracht und lag ab der zweiten Runde in Führung. Mit vier Schlägen Vorsprung war der Mannheim-Viernheimer in den Finaltag gestartet und baute seine Führung kontinuierlich aus. Während der 24-Jährige einige Birdies notierte, gaben seine Verfolger Schläge ab. Auf den zweiten neun Löchern schlichen sich dann aber auch bei Bräunig Fehler ein und sein Vorsprung schmolz auf zwei Zähler.

Deutsche Meisterschaft
Christian Bräunig unter Beobachtung von Florian Schmiedel (Foto: DGV/stebl)

Der Sieg war zwar nie wirklich in Gefahr, dennoch atmete der neue Deutsche Meister nach seinem letzten Putt sichtlich durch: „Ich bin gerade ziemlich abgekämpft, aber auch sehr froh über den Titel, weil es mein letztes Amateurturnier war. Das ist ein schöner Abschluss meiner Amateurkarriere. Auch wenn es am Ende nicht mehr die beste Runde war, ist es mir relativ egal. Ich bin einfach froh, dass ich gewonnen habe.“

Rang zwei sicherte sich Brandon Dietzel, der am Ende mit einem Gesamtergebnis von sieben unter Par zwei Zähler vor Niklas Adank lag. Der Falkensteiner sicherte sich mit dem besten Score des Finaltages noch die Bronzemedaille. 69 Schläge (-3)  reichten dem Norddeutschen, um den schlaggleichen Max Schmitt (GC Rheinhessen Wißberg) im Kartenstechen noch aus den Medaillenrängen zu verdrängen. Der Spieler des Golf Team Germany (GTG) unterschrieb am Schlusstag eine 72. Florian Schmiedel (GC Hubbelrath) fiel in Runde vier mit einem Tagesscore von 74 (+2) noch auf Rang fünf zurück.

Spannendes Finale der Damen bei der Deutschen Meisterschaft

Bei den Damen hatte sich schon vor der letzten Runde ein Zweikampf angedeutet. Polly Mack und Samantha Krug gingen mit -6 schlaggleich in den Finaltag. Mit ihrem athletischen Spiel setzte die Berlinerin Mack ihre Konkurrentin von Beginn an unter Druck und lag nach neun Löchern drei Schläge vor Krug. Die Stuttgarterin Aline Krauter, die als Drittplatzierte in der Spitzengruppe unterwegs war, hatte früh mit zwei Bogeys ihre Titelchancen vergeben.

Deutsche Meisterschaft
olly Mack bejubelt einen gelochten Putt (Foto: DGV/stebl)

Der Start auf die Backnine verlief für Mack unglücklich. Die 17-Jährige kassierte zwei Bogeys in Folge, während Rivalin Krug auf Bahn elf ein Eagle gelang. Mack, die im nächsten Jahr auf ein amerikanisches College wechseln will, kämpfte sich aber zurück, spielte zwei Birdies auf den letzten drei Bahnen. Krug musste auf Bahn 17 einen Schlagverlust hinnehmen und damit ging der Meistertitel am Ende nach Berlin. „Das Gefühl, Deutsche Meisterin zu sein, ist unbeschreiblich. Ich kann es selber noch gar nicht realisieren. Ich glaube, dass kommt erst in den nächsten Tagen. Meine Stärke war sicher das lange Spiel, weil ich den Ball ein bisschen weiter schlage als die anderen und dadurch an den Par-5-Bahnen mehr Birdies machen konnte“, analysierte Mack ihren Erfolg.

Auf Rang drei schob sich Zita Arndt vom G&LC Berlin-Wannsee. Arndt spielte eine starke 68 (-4). Nach Kartenstechen durfte die Berlinerin sich über Bronze freuen, während Anna-Lena Krämer (Stuttgarter GC Solitude), die ebenfalls mit einem Gesamtscore von -1 das Turnier beendete, das Nachsehen hatte. Die Schwäbin hatte am Finaltag ihre dritte 72 in Folge abgeliefert. Mit starken 69er-Runden schoben sich Maike Schlender (Hamburger GC/289) und Anni Eisenhut (Münchener GC/289) auf Rang fünf vor, den sie sich mit Alena Oppenheimer (GC Main-Taunus/289) teilen.

Deutsche Meisterschaft
Die Medaillengewinner (v.l.n.r.): Niklas Adank, Brandon Dietzel, Christian Bräunig, Polly Mack, Samantha Krug und Zita Arndt (Foto: DGV/stebl)

Den Meisterpokal erhielten Mack und Bräunig aus der Hand von DGV-Präsident Claus M. Kobold, der sich herzlich beim gastgebenden Club und den vielen Helfern für deren unermüdlichen Einsatz bedankte, die den Erfolg einer Deutschen Meisterschaft erst möglich machen.

 

Alle weiteren Informationen zu den Deutschen Meisterschaften der Damen und Herren finden Sie unter: www.golf.de/dm-damen-herren

Quelle: DGV