Paula Kirner erneut Deutsche Lochspielmeisterin

Paula Kirner (Kiawah GC Riedstadt) und Nick Bachem (Marienburger GC) sind die Sieger der Deutschen Lochspielmeisterschaften (DLM) 2018. Bei der ersten nationalen Meisterschaft des Jahres im Frankfurter Golfclub verteidigte Kirner ihren Titel bei den Damen gegen Celina Sattelkau (GC St. Leon-Rot) mit 4&3. Bachem setzte sich im Endspiel der Herren gegen den Lokalmatador Lukas Buller (Frankfurter GC) ebenfalls mit 4&3 durch.

Die 16-jährige Kirner, die im vergangenen Jahr den Titel der Damen als jüngste Teilnehmerin gewann, war immer wieder mit 2 auf in Führung gegangen, doch Sattelkau blieb dran und hielt das Ergebnis offen. Am Ende sicherte sich Kirner die Meisterschaft im Duell der beiden Golf-Team-Germany-Spielerinnen an Loch 15 zum zweiten Mal in Folge. Nach Katharina Schallenberg, die 2005 und 2006 den Titel holte, ist die Lochspielmeisterin von 2018 somit die erste Spielerin, die ihren Sieg im folgenden Jahr wiederholen konnte.

„Ich weiß, dass Celina Sattelkau sehr gut im Lochspiel ist. Ich hatte daher auf der Runde nie das Gefühl, das Match schon gewonnen zu haben. Ich habe hier gelernt, dass ein Match erst dann zu Ende ist, wenn man sich umarmt und alles klar ist“, sagte Kirner, die erst ab dem 13. Loch davonzog.

Nick Bachem gewann das Herrenfinale

Sieger bei den Herren: Nick Bachem. Foto: DGV/stebl

Seinen Heimvorteil konnte der 18-jährige Lukas Buller gegen Nick Bachem in einem hochwertigen Herren-Finale nicht nutzen. Bachem erspielte sich eine frühe Führung und gab diese bis zum 15. Grün nicht mehr ab. Obwohl auch Buller einen guten Tag erwischt hatte, fand er gegen den stark spielenden Sportsoldaten vom Marienburger GC nicht die richtigen Mittel.

„Dieser Titel bedeutet mir einiges. So früh in der Saison zu gewinnen, nimmt einem ein bisschen den Druck für das Jahr. Gegen Lukas Buller hier in seinem Heimatclub zu spielen, war super cool, weil so viele Leute mitgegangen sind. Ich habe die letzten Tage aber schon extrem gut gespielt und habe mir daher schon gedacht, dass es heute etwas werden kann“, sagte Bachem, der im vergangenen Jahr die Bronzemedaille nur knapp verpasst hatte.

5. Spieltag DGL: Stuttgarter Herren erstmals im Final Four

Nichts für schwache Nerven war der fünfte und letzte Spieltag der KRAMSKI Deutschen Golf Liga (DGL) presented by Audi.

Sowohl im Rennen um die letzten Final-Four-Plätze als auch im Abstiegskampf warfen die Erstligisten noch einmal alles in die Waagschale. Als strahlende Sieger traten die Damen des Münchener GC hervor, die sich dank ihres ersten Saisonerfolgs in diesem Jahr das letzte Finalticket sicherten und nun am 19. und 20. August mit dem Hamburger GC, G&LC Berlin-Wannsee sowie dem GC St. Leon-Rot um den Meistertitel spielen. Ebenso beim Saisonhighlight in Köln dabei sind die Herren des GC Hubbelrath, die auf den Stuttgarter GC Solitude treffen, und der GC Mannheim-Viernheim bekommt es mit dem Hamburger GC zu tun.

Der G&LC Berlin-Wannsee ist bereit für das Final Four im Kölner GC (Foto: DGV/Tiess)

Bundesliga Nord – Damen: Wannsee siegt

„Wir haben uns vorgenommen, auf unserer Anlage zu zeigen, dass wir hier die Hausherrinnen sind. Die Mädels sind in den Einzeln an die Spitze marschiert und da auch geblieben“, schilderte Miriam Hiller, Leistungssportkoordinatorin des G&LC Berlin-Wannsee, den Heimsieg. Als Ausblick für das Final Four, für das Wannsee wie auch Hamburg bereits frühzeitig qualifiziert waren, gab sie an: „Nach einem Titel und einmal Bronze wollen wir auch wieder mal mit dem Pott nach Hause fahren. Es wird schwer, aber das ist ja auch Sinn des Final Fours. Und mit St. Leon-Rot als ersten Gegner fühlen wir uns sehr wohl!“ Richtig spannend gestaltete sich in Wannsee hingegen der Abstiegskampf zwischen dem GC Hubbelrath, dem Berliner GC Gatow und dem Club zur Vahr. Während die Berlinerinnen souverän den dritten Platz sicherten, muss Aufsteiger Club zur Vahr trotz eines vierten Tagesrangs und zweier erkämpften Punkte wieder zurück in die 2. Bundesliga, da ihm auf den punktgleichen Tabellenvierten Hubbelrath insgesamt nur drei Schläge fehlen.

Bundesliga Nord  – Herren: Club zur Vahr steigt ab

In der 1. Bundesliga Nord qualifizieren sich der Titelverteidiger GC Hubbelrath und der Hamburger GC für das Final Four. Der Club zur Vahr muss ebenso wie bei den Damen trotz guter Leistung den Gang zurück in die 2. Bundesliga antreten. Als Überraschung des letzten Spieltags trumpfte der Frankfurter GC groß auf: Schlaggleich mit Gastgeber Berlin-Wannsee sicherte er sich dank der besseren Streichergebnisse den Tagessieg. FGC-Coach Jan Förster sagte: „Die Jungs haben in der Woche richtig Gas gegeben und sich den Sieg heute einfach verdient. Immer, wenn wir ein Bogey kassiert haben, haben wir uns sofort mit einem Birdie zurückgekämpft. Ich bin megastolz auf mein Team. Das hat richtig Spaß gemacht. Jeder wusste heute, um was es geht.“ Aufsteiger Club zur Vahr enttäuschte zwar ebenfalls nicht, schaffte es aber nicht, den Rivalen aus Frankfurt in Schach zu halten. Phasenweise lag der Aufsteiger allerdings vor Meister und Spitzenreiter Hubbelrath. Die Düsseldorfer fanden am Vormittag nicht in den Spieltag und hatten zu viele hohe Hausnummern in der Wertung, um im Hinblick auf das Final Four Stärke zu demonstrieren. Letztlich landeten sie hinter Hamburg auf dem vierten Platz. Nach den Einzeln kommentierte Meistertrainer Roland Becker die Leistung seiner Schützlinge kurz und knapp: „Da haben wir noch viel Arbeit bis zum Final Four.“

BL Süd – Damen: Münchener GC löst Final-Four-Ticket

Souverän setzen sich die Münchnerinnen am letzten Spieltag durch, sichern sich damit den zweiten Tabellenplatz und das Ticket fürs große Liga-Finale in Köln. Während der GC St. Leon-Rot vorzeitig als Gesamtsieger der Süd-Staffel feststand und Gastgeber Olching bereits abgestiegen war, hatten München, der GC am Reichswald und der Stuttgarter GC Solitude jeweils die Möglichkeit, sich mit dem Tagessieg für das Final Four zu qualifizieren. Am Ende setzte sich München mit einem Schlag unter Par klar vor Stuttgart und Reichswald (jeweils +12) durch, die Plätze vier und fünf gingen an St. Leon-Rot (+27) und Olching (+35). „Wir haben immer an uns geglaubt und hatten nie den Eindruck, dass der Zug abgefahren ist. Heute mussten wir unbedingt vor Stuttgart und Reichswald bleiben. Die Einzel waren schon sehr gut, und die Vierer waren mit fünf unter Par wirklich gigantisch“, so MGC-Trainer David Grasskamp. Die Abschlusstabelle der Süd-Damen weist St. Leon-Rot mit 21 Punkten als Nummer 1 aus, München und Stuttgart haben jeweils 17 Zähler auf dem Konto, doch die bessere Schlagzahl (+73 gegenüber +90) gab den Ausschlag zu Gunsten des Meisters von 2013.

Max Walz (l.) und Jonas Kugel stehen mit dem Stuttgarter GC Solitude erstmals im Final Four (Foto: DGV/Kirmaier)

BL Süd – Herren: Mannheim-Viernheim und Stuttgart vorn

Der GC Mannheim-Viernheim und der Stuttgarter GC Solitude werden den Süden am 19. und 20. August im Final Four vertreten. Am letzten Spieltag hatten Ted Longs Mannheimer dank einer erneut geschlossenen Teamleistung die Nase vorn Mit gesamt 21 Schlägen unter Par verwiesen sie die Stuttgarter (-12) auf Rang zwei. „Ich bin wahnsinnig stolz auf die Mannschaft, der Einzug ins Final Four ist sehr verdient“, sagte Long. Sein Stuttgarter Pendant, Peter Wolfenstetter, der die Schwaben erstmals ins Final Four geführt hat, zeigte sich „super happy, das Ziel erreicht zu haben. In Köln können die Jungs zeigen, was wirklich in ihnen steckt.“ Enttäuschte Gesichter dagegen beim GC St. Leon-Rot (+3). Zum ersten Mal seit Bestehen der KRAMSKI DGL presented by Audi findet ein Final Four ohne das Team aus der Kurpfalz statt. Trainer Dominik Müller zog schweren Herzens Bilanz: „Wir müssen jetzt in Ruhe analysieren, warum wir es diesmal nicht geschafft habe. Aber ich gehe im Moment davon aus, dass wir das gemeinsam im nächsten Jahr korrigieren können.“

 

Zu den Spielplänen: www.deutschegolfliga.de/index.cfm/ligen/gruppen-tabelle-spielplan/erstebundesliga

Zu den Tabellen: www.deutschegolfliga.de/index.cfm/ligen/gruppen-tabelle/erstebundesliga

Über die KRAMSKI DGL presented by Audi:

Jede Staffel der KRAMSKI Deutschen Golf Liga (DGL) presented by Audi – unabhängig welcher Liga – ist mit fünf Mannschaften besetzt. Für einen Tagessieg erhält das siegreiche Team fünf Punkte, der Fünftplatzierte einen Punkt. Gesamtsieger ist, wer nach fünf Spieltagen die meisten Punkte erkämpft hat. Ausnahme: Die jeweils beiden Erstplatzierten der 1. Bundesliga Nord und Süd spielen in einem zweitägigen Final Four den Gesamtsieger der KRAMSKI DGL presented by Audi aus. Dieses findet am 19./20. August erstmals im Kölner Golfclub statt.

 

Quelle: DGV62362302.08