ISPS Handa Ladies European Masters für 2017 abgesagt

Caro Masson

Es war ein einmaliges Erlebnis, das Das ISPS Handa Ladies European Masters. War das Turnier noch bis zum 30. Juni 2017 geplant, erfolgte jetzt die kommentarlose Absage.

Wie ausgesprochen schade, erneut ein Damenturnier das abgesagt wird. Schon unsere Nachbarn in Österreich und der Schweiz haben kein Turnier der Ladies European Tour mehr im Turnierkalender.

Stattdessen müssen uns fünf Spielerinnen auf der Tour um die halbe Welt nach Australien, Neuseeland und China reisen, um dort in Turnieren anzutreten.

Caro Masson bei der ISPS Handa Ladies European Masters 2015 in England
Caro Masson bei der ISPS Handa Ladies European Masters 2015 in England

Von 2012 bis 2015 fand die ISPS Handa Ladies European Masters im Buckinghamshire Golf Club in der Nähe von London statt. 2016 zog das Turnier in den Golfclub Hubbelrath nach Düsseldorf um .

Alle Bilder: © Trish Jones
Titelbild:

Sandra Gal am Finaltag der ISPS Handa Ladies European Masters 2016 in Düsseldorf

ISPS Handa Ladies European Masters: Gal geteilte Dritte

Auch am vierten Tag konnte Sandra Gal in einem spannenden Finale ihre gute Form halten. Kurzzeitig lag sie sogar auf dem zweiten Platz. Uneinholbar vorne lag mit sechs Schlägen Vorsprung die Koreanerin In-Kyung Kim. Sandra Gal lieferte sich ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen mit der Spanierin Belen Mozo, bevor ganz überraschend Camilla Lennarth mit sieben Birdies aufholte. Belen Mozo blieb der zweite Platz, während Sandra Gal sich den dritten Platz teilen muss.

Sandra Gal am dritten Tag. © Tristan Jones
Sandra Gal am dritten Tag. © Tristan Jones

Der dritte Tag war einwandfrei der Tag von Sandra Gal. Sie gab so richtig Gas und beendete die dritte Runde mit 66 Schlägen und schob sich mit -8 bis auf einen Schlag an das Führungsduo vor. Mit 207 Schlägen teilen sich die Führung Lee-Ann Pace (Südafrika) und Belen Mozo (Spanien).

„Hier in meinem Heimatclub, vor vielen Freunden und Bekannten zu gewinnen wäre wirklich ein Traum, völlig unabhängig vom Preisgeld“, schilderte Gal ihre Hoffnungen vor der Schlussrunde. „Ich werde versuchen so wie heute die Runde zu genießen und nicht auf das Ergebnis zu schauen.“

Etwas frustriert kam Caroline Masson von ihrer dritten Runde zurück, die sie mit 73 Schlägen (+1) abschloss. „Es ist heute einfach nicht gelaufen, vielleicht wollte ich auch zu viel erzwingen“, meinte sie danach. Außerdem seien einmal mehr keine Putts gefallen. Auch wenn sie sich kaum noch Chancen auf den Sieg ausrechnet, will sie voll angreifen: „Jetzt kann ich ohne Druck spielen und alles riskieren.“

Gal startet am Finaltag  um 11.59 Uhr mit der letzten Gruppe und Caroline Masson schlägt gegen 10.21 Uhr ab.

Sandra Gal am 2. Tag beim ISPS Handa Ladies European Masters.
Sandra Gal am 2. Tag beim ISPS Handa Ladies European Masters. © Tristan Jones

Tag 2: Freitag, 9. September 2016

Am zweiten Tag hat Sandra Gal ihren Rhythmus wieder gefunden und spielt am 2. Tag einer 68er-Runde auf dem PAR72-Platz. Am zweiten Tag gelingt ihr der Eagle am dritten Loch. Die Zuschauer sehen an diesem Loch ein Golf der Extra-Klasse.

Caro Masson kann an ihren Erfolg vom Vortag nur bedingt anknüpfen, drei Bogeys und eine Sieben an Loch Sechs lassen sich nicht durch drei Birdies (Bahn 10, 14, 15 und 18) aufholen.

Sieben deutsche Spielerinnen im Finale noch dabei

Von den deutschen Spielerinnen haben sich erfreulicherweise sieben die Teilnahme an den beiden Finalrunden gesichert. Neben Gal und Masson sind das Olivia Cowan, die mit 67 Schlägen (-5) eine der besten Runden des Tages spielte und mit 144 (Par) einen Sprung von Rang 101 auf 22 machte, den sie sich unter anderem mit Letizia Ras-Anderica teilt. Olivia Cowan gewann mit ihrem Team schon das ProAm am Mittwoch. Mit dabei sind außerdem Isa Gabsa (145/+1 Rang 27). Sophia Popov und die Amateurspielerin Chiara Mertens (beide 146/+2 Rang 46).

Nicht den Cut geschafft haben Anka Lindner, Nina HollederLeigh Whittaker,
Karolin Lampert und die Amateurin Anastasia Mickan.

Caro Masson am ersten Tag beim ISPS Handa Ladies European Masters. © Tristan Jones
Caro Masson am ersten Tag beim ISPS Handa Ladies European Masters. © Tristan Jones

Tag 1: Donnerstag, 8. September 2016

Der erste Tag ist beendet und Lee-Ann Pace (Südafrika) führt vor Katie Burnett aus den USA mit einem Schlag. Pace spielte eine 65er-Runde auf dem PAR72-Platz.

Kopf-an-Kopf-Rennen Masson und Gabsa

Caro Masson liegt gemeinsam mit Isa Gabsa auf dem geteilten 9. Platz. Gleich am dritten Loch gelang Caro Masson ein Eagle, die Par-Runde auf den ersten Neun wurde nur durch eine Bogey auf der Sechs getrübt. Auch auf den zweiten Neun wurde das Bogey durch zwei Birdies wieder wettgemacht. Und Caro Masson bliebt 2 unter Par. Isa Gabsa musste zwar drei Bogeys (Bahn 3,13,14) hinnehmen, konnte aber mit drei Birdies (Bahn 4,9, 12) diese wiederausgleichen. Der Eagle an der 17 brachte auch sie zwei Schläge unter Platzstandard.

Die Überraschung des ersten Tages beim ISPS Handa Ladies European Masters

Newcomerin LETICIA RAS-ANDERICA hat überraschenderweise einen geteilten 16. Platz und Sophia Popov den geteilten 36. Platz erreicht.

Mit 2 über liegt Sandra Gal abgeschlagen auf dem geteilten 52. Platz und Anka Lindner, die ihr erstes Turnier seit ihrer Knie-Operation bestreitet, auf dem geteilten 63. Platz.

Der Cut droht

Vom Cut bedroht sind nach der ersten Runde:
Chiara Mertens, T81,
Olivia Cowan, T102,
Leigh Whittaker, T128,
Karolin Lampert, T134,
Nina Holleder, T137.

Das Live-Leaderboard gibt es hier: Ladieseuropeantour.com

Starkes deutsches Teilnehmerfeld beim Ladies European Masters

Georgia Hall und Lauren Taylor, beide aus England, bei einer Trainingsrunde © Tristan Jones
Georgia Hall und Lauren Taylor, beide aus England, bei einer Trainingsrunde © Tristan Jones

Insgesamt zwölf deutsche Spielerinnen schlagen bei der ISPS Handa Ladies European Masters im Golfclub Hubbelrath ab.  Neben den  die beiden Olympia-Teilnehmerinnen Caro Masson und Sandra Gal sind zehn Damen, darunter alleine sieben aus dem Kader des Golf Teams Germany (GTG) am Start.

Dazu Caro Masson, die am letzten Wochenende ihren ersten Turniersieg auf der LPGA erreichte:

„Als ich die Mail mit dem Austragungsort bekommen habe, konnte ich es kaum glauben und habe mich super gefreut. In und für Hubbelrath konnte ich schließlich schon einige Erfolge feiern. Ich hoffe wir können diese tolle Turnierwoche nutzen um Golf nach vorne zu bringen“, beschreibt Masson ihre Gefühle nach Bekanntgabe des Austragungsortes Anfang des Jahres.

Das zuvor in London ausgetragene Highlight der LET hat in dem ehemaligen Verein der beiden deutschen Top-Spielerinnen Masson und Gal eine neue Heimat gefunden. Die beiden Spielerinnen des Golf Team Germany (GTG), die an den ersten beiden Tagen gemeinsam auf die Runde gehen, waren beide bereits Clubmeister des GC Hubbelrath. Gal gewann die Vereinsmeisterschaft 2001 bis 2003, Masson war 2004 erfolgreich. Auch für Gal ist das Heimspiel natürlich ein ganz besonderes Erlebnis.

„Deutschland ist dafür bekannt, erstklassige Events zu veranstalten, das haben wir im vergangenen Jahr auch beim Solheim Cup gesehen. Wir sind hier in einer sehr golfbegeisterten Region und wir wollen den deutschen Fans gutes Golf zeigen,“ so die LPGA-Spielerin.

Drei Wochen nach dem olympischen Damenturnier in Rio de Janeiro ist das mit 500.000 Euro dotierte Turnier ein Wiedersehen zahlreicher Olympia-Teilnehmerinnen. Insgesamt 19 Spielerinnen, die in Rio am Start waren, sind auch in Hubbelrath Teil des 144 Spielerinnen umfassenden Feldes. Auch die deutschen Farben sind beim Heimspiel stark vertreten. Neben Sandra Gal und Caroline Masson sind mit Anastasia Mickan, Sophia Popov, Nina Holleder, Ann-Kathrin Lindner, Olivia Cowan, Isabell Gabsa und Karolin Lampert sieben weitere Spielerinnen des GTG am Abschlag. Chiara Mertens, Leticia Ras-Anderica und Leigh Whittaker komplettieren das Feld der deutschen Starterinnen.

Alle Informationen zum Turnier sowie einen Livestream am Samstag und Sonntag online unter: http://www.golf.de/publish/tournews/specials/isps-handa-ladies-european-masters

Quelle: DGV

Über das GTG:

Das erst seit 2013 bestehende Golf Team Germany umfasst die besten Golfspieler Deutschlands. Als Teil der Vision Gold, das Leitbild und Leistungssportprogramm des DGV bis 2020, kämpfen Amateure und Tourspieler erstmals gemeinsam für ein Ziel: Sie wollen eine Medaille bei den Olympischen Spielen gewinnen.

Das Golf Team Germany setzt sich aus dem Elite Team, dem National Team und dem Junior Team zusammen und wird von der PGA of Germany unterstützt. Jeweils zwei Damen und zwei Herren werden vom DGV dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) zur Nominierung für die Olympischen Spiele vorgeschlagen. Mindestanforderung für das Elite Team Germany ist eine Top-100-Platzierung in der Profi-Weltrangliste beziehungsweise eine Top-20-Platzierung in der Amateur-Weltrangliste. Das National Team Germany stellt Amateure bis maximal 23 Jahre mit aktueller EM- und WM-Perspektive sowie Tourspieler ohne Altersbeschränkung. Für das Junior Team werden Amateure bis 18 Jahre nominiert, die eine langfristige Olympiaperspektive und eine kurz- bis mittelfristige EM- und WM-Perspektive besitzen.

Georgia Hall und Lauren Taylor, beide aus England, bei einer Trainingsrunde © Tristan Jones
Georgia Hall und Lauren Taylor, beide aus England, bei einer Trainingsrunde © Tristan Jones

Titelbild: Tristan Jones

Caro Masson und Sandra Gal mit großen Hoffnungen

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Sandra Gal (li.) und Caro Masson (re), beide frühere Clubmeisterinnen im GC Hubbelrath

Wie sehr die Teilnahme an Olympia beflügelt, stellt Caro Masson am letzten Wochenende, nur drei Wochen nach dem Ende der olympischen Spiele, unter Beweis. Sie gewann die Manulife LPGA Classic in Kanada mit einem Schlag vor ihren Verfolgerinnen.

Große Hoffnungen haben die beiden Spielerinnen, die aktuell an den Runden in Rio teilgenommen haben, für das kommende ISPS HANDA Ladies European Masters. Von besonderer Präsenz ist noch dazu, dass der austragende Golfclub Hubbelrath der ehemalige Heimatclub der beiden Spielerinnen ist und sie beide dort jeweils Clubmeisterinnen wurden.

LEM 2
Sandra Gal (li.) und Caro Masson (re) treten beide bei der ISPS Handa Ladies European Masters an.

Caro Masson beschreibt ihre Gefühle bei der Manulife LPGA Classic in Kanada wie folgt und führt ihre mentale Stärke auf Olympia zurück:
„(In Rio) wollte ich der beste Athlet und Golfer sein, soweit es mir möglich ist und ich habe immer noch dieses olympische Gefühl, jeden Tag auf dem Golfplatz, im Fitnessraum und wo immer ich bin. Ich versuche das Beste zu geben“ so Masson, die sagt, dass sie bei ihrem Sieg zu hundert Prozent von Rio inspiriert war.

Beeindruckt haben sie auch die vielen Athleten, die gezeigt haben, dass sie die Besten in ihrer Sportart sind. Dies ist sehr inspirierend. Ich flog nach Kanada, und trotz meines Jetlags und vielem mehr, ging ich jeden Tag in das Fitness-Studio. Ich bin tief beeindruckt von den anderen Athleten und sie sehr sie sich für ihren Sport opfern.

Caro Masson hofft, dass sich nun mehr Deutsche für den Golfsport interessieren und das Turnier in Düsseldorf besuchen, das am Donnerstag und Freitag kostenlosen Eintritt anbietet. Sie sieht es als große Chance, dass eines der größten Turniere in Europa in Deutschland auf ihrem Heimatplatz ausgetragen werden. Sie hofft auf viele Besucher und vor allem, dass viele Kinder zu sehen und inspiriert werden.

Der Blick auf die Liste der Clubmeisterinnen: Caro Masson (li) und Sandra Gal (re).
Der Blick auf die Liste der Clubmeisterinnen: Caro Masson (li) und Sandra Gal (re).

Caro Masson gewann die Clubmeisterschaften der Damen in Hubbelrath in 2004, Sandra Gal gewann dieses Titel von 2001 bis 2003 dreimal in Folge. Beide Spielerinnen erinnern sich an ihre Teilnahme am Solheim Cup in St. Leon-Rot. „Wir haben gute Erinnerungen an den Solheim Cup letztes Jahr, der ein unglaubliches Event war. Ich glaube, Deutsche sind nun bekannt dafür, dass sie große Veranstaltungen handeln können und es war eine große Freude für uns alle. Ich freue mich, alle Topspielerinnen auf meinem Heimatplatz zu treffen und wir bieten hoffentlich ein spannendes Turnier.

Insgesamt haben 19 Spielerinnen der 144 Teilnehmerinnen an den Olympischen Spielen teilgenommen. Die Damen kämpfen um ein Preisgeld von 500.000 Euro. Caro Masson und Sandra Gal werden am Donnerstag um 13:18 Uhr starten.

Das Interview führte: Ladies European Tour.

August 2016: Was wichtig war und was wichtig wird

#Evian Championship

Nun ist er also fast vorbei, der August, der einfach nur von den Olympischen Spielen dominiert war. Immerhin hatte die Spielerinnen drei  Wochen frei nach der Ricoh Womens British Open (28.-31.7.) im Woburn Golf and Country Club in England. Das hatten sie die Spielerinnen der LPGA-Tour auch verdient nach dem einem anstregenden Juli mit fünf Turnieren, darunter zwei Majors und dem Teamwettbewerb UL International Crown. Die europäischen Spielerinnen teeten im Juli nur einmal auf zur Aberdeen Asset Management Ladies Scottish Open (22.-24.7.) und hatten schon seit Mitte Juni turnierfrei.

Die Amerikanerin Stacey Lewis nützte die kleine Pause im Turnierkalender der LPGA für ihre Hochzeit. Sie flog direkt nach der Ricoh Womens British Open in das romantische Städtchen Mystic in Connecticut heiratete am 6. August Gerrod Chadwell. Er ist der Trainer der Frauenmannschaft der Universiät von Houston. Houston in Texas ist die viertgrößte Stadt in den USA. Als Hochzeitsreise jetteten die Beiden dann nach Rio. Vermutlich hatte sie bei ihren olymischen Runden andere Sachen im Kopf, denn sie lief in Rio kaum zu ihrer Höchtform auf. Sie war eigentlich auch eine der Favoritinnen.


Ohne Poloshirt und Golfkappe sieht Stacey Lewis komplett anders aus.

Die Tour zieht weiter


Gleich nach den olympischen Spielen ging es für Caro Masson und Sandra Gal nach Kanada. Beide traten bei der Canadian Pacific Women’s Open in Calgary, Alberta an. Gewinnerin war die Thailänderin Ariya Jutanugarn, die den fünften Turniersieg in dieser Saison einheimste. Sandra Gal landete auf dem geteilten 35. Platz und Caro Masson auf dem geteilten 48. Rang.

Die Damen auf der Ladies European Tour hatten auch im August turnierfrei. Für sie geht es erst wieder im September weiter.

Was im September 2016 gespielt wird

Gleich mit einem Paukenschlag wird der September eingeläutet: Das ISPS Handa Ladies European Masters findet in Düsseldorf statt. Internationale Topspielerinnen werden vom 8.-11. September im Golfclub Hubbelrath in Düsseldorf. Auch Caro Masson und Sandra Gal werden am Abschlag.

#Evian Championship
Lydia Ko gewinnt die Evian Championship 2015

Das fünfte Major der Damen steht an und zwar das Evian Masters vom 15. bis 19. September 2016 in Evian. Dort, wo unsere Fußballmannschaft der Herren sich so wohl gefühlt hat. Wenn gleich sie auch nicht gewonnen haben bei der Fußball-Europameisterschaft 2016 in Frankreich.

Evian wird erneut der Höhepunkt im September sein und dann neigt sich die Golfsaison in Mitteleuropa auch schon dem Ende zu. Die nächsten Turniere finden dann im sonnigen Süden oder in Asien statt.