Rückblick Rio 2016

(V.l.n.r.:) Lydia Ko aus Neuseeland, silver medalist, Inbee Park of South Korea, gold medalist and Shanshan Feng of China with the bronze medal pose with medals at the Rio 2016 Olympic Games at the Olympic Golf Course on August 20, 2016 in Rio de Janeiro, Brazil. (Photo by SWarren Little/Getty/IGF)
(V.l.n.r.:) Lydia Ko aus Neuseeland mit Silber-Medaille, Gold für Inbee Park aus Südkorea und Shanshan Feng aus China mit ihrer Bronze-Medaille. © SWarren Little/Getty/IGF)

Das war er also der August 2016 – vor allem dominiert durch die Olympischen Spiele in Rio. Golf wurde seit 112 wieder olympisch und die männlichen Topspieler zickten rum ob sie nun nach Rio fahren oder nicht. Beim oder nicht blieb doch tatsächlich die männliche Weltspitze mit JasonDay, Jordan Spieth, und noch einige andere mehr fern. Bei den Damen entschuldigte sich mit dem Hinweis auf den Zika-Virus nur Lee-Ann Pace aus Südafrika.

Also die komplette weibliche Weltelite im Damengolf war am Start und fast erwartungsgemäß kam es zu einem starken Showdown zwischen Lydia Ko und Shanshan Feng. Immer wieder für eine Überraschung gut ist die amerikanische Spielerin Gerina Miller, die hart an der Spitze mitkämpfte und sogar in den Medaillenrängen war. Doch leider musste sie sich am letzten Tag mit dem undankbaren vierten Platz zufrieden geben. Unbestritten und mit großen Vorsprung setzte sich Inbee Park an der Spitze durch.

Das ist sie also: Die Goldmedaille im Golfsport:

Über den tollen Platz von Caro Mason und Sandra Gal haben wir uns ja schon ausgiebig gefreut. Ob das nun viele Deutsche vom Golfsport begeistern wird, bleibt sicherlich dahin gestellt. Aber Martin Kaymer hat auf alle Fälle für Golf bei Olympischen Spielen eine Lanze gebrochen. Der Profispieler aus Mettmann war das Olympia-Aushängeschild überhaupt. Er war und ist vom Olympischen Dorf vollkommen begeistert, wie er schon zu Anfang in einem Interview bekannt gab. Für ihn sind die Olympischen Spiele Golf „back to the roots“. Also Golfen um des Golfens Willen. Dass dabei die Unterkünfte nicht immer optimal sind, übersieht er geflissentlich. Im Interview sagt er dazu: “ Es ist alles da, manchmal sogar warmes Wasser.“ Nicht ganz so optimal sieht Gold-Medaillengewinner Florian Hambüchen die Unterbringung, er beklagte sich massiv über die hygienischen Umstände.
Ein Bild seiner Unterkünfte zeigt Bubba Watson auf seinem Instagram-Account:

Going to miss this place #TeamUSA

Ein von Bubba Watson (@bubbawatson) gepostetes Foto am


Bubba Watson zeigt uns auch, wie es im Verpflegungszelt zuging:

Village mates @sam_dorman1 & @davidboudia & @RickieFowler #TeamUSA

Ein von Bubba Watson (@bubbawatson) gepostetes Foto am

Dies tat der Begeisterung von Martin Kaymer keinen Abbruch und sein Facebook-Seite ist wie eine Werbebroschüre für die Olympischen Spiele. Voll mit Bildern und Emotionen, wie gut es ihm dort gefallen hat. Eine ganz neue Seite, die wir an dem sonst so (sch)nüchternen Martin Kaymer kennenlernen.


Aber auch die Frauen waren begeistert von der Gemeinschaft der Sportler, wie uns Anna Nordqvist mit ihrer Sammlung von Pins zeigt:

Mehr Infos:
Ergebnisliste Herren
Ergebnisliste Damen

Rio 2016: Gold für Park, Gal und Masson im Mittelfeld

Rio 2016
Rio 2016
Ihr folgten die Fans am Finaltag: Inbee Park © Tristan Jones/IGF

Mit dem letzten Putt von Inbee Park sind die Olympischen Spiele in Rio 2016 beendet. Inbee Park aus Korea gewinnt Gold mit 268 Schlägen vor Lydia Ko (Silber) aus Neuseeland mit 273 Schlägen und der Chinesin Shanshan Feng mit 273 Schlägen (Bronze).

Caro Masson beendet das Turnier auf dem geteilten 21. Platz, Sandra Gal auf dem geteilten 25. Platz. Caroline Masson spielt in der vierten Runde der Olympischen Spiele von Rio de Janeiro eine 69. Mit insgesamt zwei unter Par (282 Schläge) beendet die 27-Jährige das Turnier auf Position 21. Sandra Gal schließt die olympische Woche ebenfalls mit einer 69er-Runde ab. Ein Gesamtergebnis von eins unter Par (283) bedeutet Platz 25.

Der DGV führte die nachfolgenden Interviews mit Caro Masson, Sandra Gal und Stephan Morales:

Caro Masson am 2. Tag
Caro Masson am 2. Tag © Stan Badz/PGA TOUR/IGF

Caroline Masson:

„Ich bin ein bisschen zwiegespalten, aber insgesamt ist das Fazit ganz positiv. Es war sehr anspruchsvoll, gerade mit dem Wind. Ich denke, es war ein super Anfang für Golf bei den Olympischen Spielen und es war ganz toll dabei gewesen zu sein. Es war eine riesen Erfahrung im olympischen Dorf zu wohnen, die anderen Athleten zu treffen und sich mit Ihnen auszutauschen. Alles in allem eine fast überwältigende Erfahrung. Es wird noch ein paar Tage dauern bis es gesackt ist. Auch wenn es sportlich nicht so lief wie ich mir das erhofft habe, muss man diese Erfahrung mitnehmen und hoffen, dass man in vier Jahren in Tokio nochmal dabei ist.“

Sandra Gal:

„Insgesamt bin ich schon zufrieden mit den letzten beiden Tagen. Ich hatte heute Morgen das Ziel, dass ich unter Par finishe und das hat ganz gut geklappt. Es wäre natürlich viel mehr drin gewesen. Zum einen hatte ich die Verletzung am zweiten Tag und zum anderen war vieles neu für uns in dieser Woche. Es sind so viele neue Eindrücke entstanden, das kann man schwer in Worte fassen. Ich habe versucht, mich auf Golf zu konzentrieren und nicht viele andere Sportarten zu schauen, obwohl man es möchte. Insgesamt glaube ich, dass Golf aber einen guten Eindruck hinterlassen hat und das es ein toller Erfolg war.“

Rio 2016
Sandra Gal am dritten Abschlag am dritten Tag. © Tristan Jones/IGF

Damen-Bundestrainer Stephan Morales:

„Die beiden haben nicht enttäuscht. Sie haben ein ordentliches Turnier gespielt, auch wenn natürlich Kleinigkeiten hätten besser laufen können. Für die ersten Olympischen Spiele haben wir einen ordentlichen Start hingelegt und wir nehmen alle etwas aus diesem Turnier mit raus. Es war eine tolle Woche und eine tolle Erfahrung.“