Ryder Cup 2018: Europa siegt überlegen

Ryder Cup 2018

Showdown in Paris beim Ryder Cup 2018. Die Ausgangslage am Finaltag beim Spielstand von 10 zu 6: Es sind noch 12 Punkte zu erreichen über die Einzelmatches.

Schon mit viereinhalb Punkten geht der Cup nach Europa. Die ersten zwei Stunden blieb alles ziemlich ausgeglichen. Von sieben Matches  gewinnt Europa fünf, in zwei Matches können sich die Amerikaner durchsetzen. Jedoch  kein Team führt mehr als eines auf.

Der Superstar enttäuscht bei Ryder Cup 2018

Keine Paarung hatte mehr Aufmerksamkeit und wurde lautstark von den Fans begleitet als die von Tiger Woods gegen Rookie Jon Rahm am Finaltag. Immer wieder mussten die Marshalls und Caddies das Publikum ermahnen, die Handykameras auf leise zu stellen. Das Geklicke ging den Spielern auf die Nerven.

 

 
 
 
 
 
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Tiger fist pumps make us

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Die Leistung der ehemaligen Nummer 1 war allerdings an allen Tagen nicht gegeben. Er verlor alle seine Matches  (zwei mit Reed und eines mit Bryson de Chambreau) und auch das Einzel. Er konnte keinen seiner vier möglichen Punkte realisieren.

Jon Rahm verschiebt auf Grün 16 einen kurzen Putt gegen Tiger Woods. Auf der 17. Spielbahn entscheidet er das Match für sich. Es steht spannungsgeladen beim Punktestand 12,5 zu 9, für Europa.

Hochspannung bei den letzten sechs Matches

Der Schwede Henrik Stenson demontierte Bubba Watson mit einem deutlichen 5 zu. 4. Das Wunsch-Ergebnis von 14,5 punkten holte Sergio Garcia gegen In nächsten Flight setzte sich Francesco Molinari mit einem schnellen Sieg von 3 zu 2 gegen Phil Mickelson durch. Dann kann auch der anschließende Sieg von Patrick Reed gegen den Europäer Tyrrell Hatton den Siegesrausch des Teams um Kapitän Thomas Björn nicht mehr aufhalten.

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Zum krönenden Abschluss lochte der Rookie Alex noren unter frenetischem Jubel und zum 17,7 zu 10,5 gegen Bryson de Chambeau einen gut 15 Meter Putt auf der 18 ein. Erstmals gab es eine knackige Abschlusszeremonie auf dem 18. Grün.

Ryder Cup 2018: Mischung aus Jugend und Erfahrung

Ryder Cup Kapitän Thomas Bjørn gab die ersten acht Spieler des Ryder Cup 2018 bekannt. Er wird vom 28.-30. September 2018 im Le Golf National in der Nähe von Paris ausgetragen.

Ryder Cup Spieler über das Europäische Ranking:

Über das Europäische Ranking haben sich Francesco Molinari, Justin Rose, Tyrell Hatton und Tommy Fleetwood qualifiziert.

Ryder Cup Spieler über das Weltrangliste:

Rory McIlroy, Alex Noren, Thorbjørn Olesen und Jon Rahm haben sich über das weltweite Official World Golf Ranking qualifiziert. Als Wildcards wurden benannt: Paul Casey, Sergio Garcia, Ian Poulter und Henrik Stenson. Nicht im Team ist Martin Kaymer, der eine Qualifizierung über die Rankings nicht geschafft hat und lange Zeit auf eine Wildcard hoffte.

Tiger Woods: Gelungenes Come Back

HERO WOLRD CHALLENGE: MATSUYAMA GEWINNT, WOODS AUF PLATZ 15

Mit einem 15. Platz bei der Hero World Championship beendete Tiger Woods seine spielfreie Zeit und stand nach längerer Verletzungspause wieder am Abschlag. Sein zuvor geplantes Come Back bei der Safeway Open musste er kurzfristig absagen. Die Hero World Challenge hat er fünfmal gewonnen, zuletzt 2011. Dieses Jahr musste er mit sieben Schläge Rückstand auf den Führenden verzeichnen. Der Japaner Hideki Matsuyama gewinnt das Turnier mit zwei Schlägen Vorsprung vor Hendrik Stenson.

Die Hero World Challenge ist ein Einladungsturnier der Tiger Woods Stiftung. Deshalb durfte Tiger Woods dem Japaner Matsuyama am Ende zum Sieg gratulieren. Seit 1999 wird dieses Turnier ausgetragen und seit 2008 nehmen 18 Spieler daran teil. 11 der Spieler kommen aus der aktuellen Weltrangliste (sofern verfügbar), es sind die vier Major-Sieger des jeweiligen Jahres und der Vorjahressieger am Start und zwei Spieler werden von der Tiger Woods Foundation benannt. Der Erlös des Turniers geht an die Tiger Woods Stiftung. Namenssponsor ist seit 2014 die Hero MotoCorp und seit 2015 wird das Turnier für die nächsten drei Jahre auf den Bahamas ausgetragen.

Am zweiten Spieltag zeigte Tiger Woods seine alte Stärke mit insgesamt sieben Birdies und einer fehlerfreien 65-er Runde. Kurzzeitig lag er am Samstag sogar auf dem dritten Platz nach vier Birdies.  Doch dann ein Bogey und nach einem weiteren Birdies nur noch Par’s. Und das ist für dieses gutes Spielerfeld zu wenig. Der Doppelbogey an Bahn 18 beendete die Samstagsrunde mit fünf Schlagen über Platzstandard. Am Finaltag gar ein Bogey und ein Doppelbogey an einem Par 5 und dann kam Tiger Woods wieder in Fahrt: Mit drei Birdies machte er den Patzer wieder wett.
Trotzdem fiel es auf, das er an der Bahn 18 bis auf den Freitag Schwierigkeiten hatte. Regelmäßig fiel hier ein Bogey an. Trotz der Doppelbogeys und Bogeys kann Tiger Woods auch für dieses Turnier die meisten Birdies verzeichnen, Turniergewinner hatte nur 22 Birdies. Allerdings auch zwei Eagles, die Tiger Woods dieses Mal nicht gelangen. Er musste sich mit 24 Birdies – den meisten dieser Woche – begnügen. Er führt allerdings auch die Liste mit den meisten Bogeys an, insgesamt sechsmal wollte der Ball nicht in das Loch.

Es ist gut, dass der 79fache Turniersiege auf der PGA-Tour und 14-fache Major-Sieger wieder zurück ist. Er führte 684 Wochen die Weltrangliste an und ist nach 15 Monaten Turnierpause wieder am Start. Sein letzter Sieg liegt noch länger zurück: Es war der Sieg bei der Bridgestone Invitational am 4. August 2013. Denn eines werden die Turniere in nächsten Zeit bleiben: Spannend.

Titelbild: © nike
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