Gold bei der Europameisterschaft (EMM) der Mädchen

Bei der Europameisterschaft (EMM) der Mädchen holte die Mannschaft vom Golf Team Germany (GTG) den Titel – insgesamt zum dritten Mal nach 1999 und 2006. In einem spannenden Finale setzten sich Charlotte Back und Paula Schulz-Hanßen (beide GC St. Leon-Rot) sowie Sophie Witt (GC Hubbelrath) und Chiara Horder (GC München Valley) gegen ein stark aufspielendes schwedisches Team durch. Die EMM fand vom 23. bis zum 26. September auf der Anlage des Green Resort Hrubá Borša in der Slowakei statt.

„Diese Wochen grenzen an emotionale Überforderung für das ganze betreuende Umfeld unserer Nationalmannschaften – große Anspannung und zahlreiche Erfolgserlebnisse immer im Wechsel. Nach dem ‚Schweizer Festakt‘ am Freitag (der deutsche Doppelerfolg der Herren bei der Einzel-EM, Anmerkung der Redaktion) hatte nun das perfekt vorbereitete und so spielfreudige deutsche Mädchen-Team in der Slowakei den besten, weil stärksten Gegner erhalten, den man sich für ein Herzschlagfinale auf höchstem Niveau nur wünschen konnte. In diesem Finalkrimi konnten die deutschen Spielerinnen beweisen, wie gut sie wirklich sind. Und sie haben es gezeigt. Stolz können sie sein, sehr stolz. Und Golfdeutschland freut sich mit dem Team“, so Marcus Neumann, Vorstand Sport im Deutschen Golf Verband. 

Die Tage von Hrubá Borša ergänzen die unglaubliche Erfolgsstory der deutschen Spitzenspielerinnen und Spitzenspieler der letzten Wochen um ein weiteres, sehr erfolgreiches Kapitel. Das deutsche Mädchen-Quartett gab in den drei Lochspielbegegnungen keine einzige Partie ab. Nach Platz zwei nach der Zählspielqualifikation setzte sich das Team von Bundestrainer Sebastian Rühl und Kapitän Christian Marysko im Viertelfinale zunächst gegen die Titelverteidigerinnen aus Dänemark souverän mit 2,5:0,5 durch. Im Halbfinale traf das deutsche Team auf die Niederlande und machte mit einem 3:0-Sieg die Finalteilnahme klar. Dort trafen die GTG-Spielerinnen auf den stärksten Gegner des Turniers, den achtmaligen Europameister aus Schweden. Übrigens: Auch bei der EMM der Damen und der Herren Mitte September hießen die Final-Paarungen jeweils Deutschland gegen Schweden.  

Europameisterschaft (EMM) der Mädchen
Holen Gold für Deutschland: Charlotte Back, Paula Schulz-Hanßen, Chiara Horder und Sophie Witt (v.l.) (Foto: DGV/Stebl)

Das schwedische Mädchen-Team hatte die Zählspielqualifikation gewonnen und so standen sich die beiden stärksten Quartetts im Finale gegenüber. Wie schon in den Runden zuvor, hatten es Chiara Horder und Charlotte Back in ihrem Vierer eilig. Nach drei Bahnen führten die Deutschen gegen Ester Fagersten und Maia Samuelsson schon mit 2 auf. Dieser gute Start gab Sicherheit, auch für die beiden folgenden Einzel. Auf dem 15. Grün stand der erste Punkt mit 4&3 fest. Derweil lieferte sich Sophie Witt ein ausgeglichenes Match gegen Meja Ortengren. All square stand es nach 18 Löchern. Zur gleichen Zeit zwang Paula Schulz-Hanßen ihre Kontrahentin, Matilda Jonsson, ins Stechen. Am ersten Extraloch bestätigte Schulz-Hanßen, die vor zwei Wochen bereits EM-Silber mit dem Damenteam erringen konnte, ihre überragende Form und die Fähigkeit, zum richtigen Zeitpunkt herausragende Schläge zu bringen. Die Kurpfälzerin legte ihren zweiten Schlag auf dem Par 4 einen Meter neben die Fahne. Diesem Druck konnte Jonsson nicht Stand halten, der nächste deutsche EM-Erfolg dieses Jahres war gesichert, die Partie von Sophie Witt wurde als geteilt gewertet.

Paula Schulz-Hanßen strahlte nach der Siegerehrung bei der Europameisterschaft (EMM) der Mädchen über das ganze Gesicht: „Der Tag heute war unglaublich! Ich kann es noch gar nicht ganz glauben, dass wir wirklich Europameister sind – und dies sogar ohne ein Match verloren zu haben. Diese Woche waren wir einfach ein unschlagbares Team. Ich bin mehr als stolz auf alle und nehme extrem viel aus diesem Turnier mit.“

Sebastian Rühl hatte derweil schon wieder das Ganze im Blick: „Vor etwa vier Jahren haben wir im Team ein Mission Statement entwickelt. Unser Ziel war es, dass wir es schaffen, überall auf der Welt auf jeder Art von Golfplatz unter sämtlichen Bedingungen mit unterschiedlichen Druckkomponenten, Umfeldern und Wetter performen zu können. Das haben wir geschafft und darauf bin ich unheimlich stolz“, zog der Bundestrainer Fazit und blickt bereits auf das nächste europäische Golf-Highlight, die Einzel-Europameisterschaft der Damen. Vom 30. September bis zum 3. Oktober treten im Cubo Golf Course in Slowenien mit Paula Schulz-Hanßen, Chiara Horder und Sophie Witt drei frisch gebackene Goldmedaillengewinnerinnen an, um dem deutschen Golf-Sommermärchen vielleicht noch ein weiteres Kapitel hinzufügen. 

Text: DGV, Titelbild: (Foto: DGV/Stebl)

Golferinnen der AK 50 und AK 65 suchen ihre Meisterinnen

Deutschen Meisterschaften

Bei den Deutschen Meisterschaften der Altersklasse (AK) 50 und 65 der Damen im Golfclub am Reichswald treffen 60 der besten Golferinnen Deutschlands aufeinander. Auch die amtierende Europameisterin der AK 50, Susanne Lichtenberg (Krefelder GC/Handicap 1,2) wird vom 18. bis zum 20. Mai 2018 dabei sein.

„In diesen Altersklassen wird hervorragendes Golf gespielt. Die deutschen Spielerinnen zeigen immer wieder, dass sie zu den besten in ganz Europa gehören. Es werden Meisterschaften mit höchstem Niveau auf einer Top-Golfanlage“, sagt Marcus Neumann, Vorstand Sport des Deutschen Golf Verbandes (DGV).

Traditionsreicher Platz: GC am Reichswald

Der GC am Reichswald hat eine besondere Tradition bei der Ausrichtung Deutscher Meisterschaften. 1976 gewann der 19-jährige Bernhard Langer am Reichswald sein erstes Profiturnier, den Henkell-Pokal (Nationale offene Deutsche Meisterschaft). Weitere Turnierhöhepunkte waren 1978 und 1983 die Deutschen Meisterschaften sowie 1989 die Internationalen Amateurmeisterschaften der Damen und Herren. Der romantische Platz nahe Nürnberg überzeugt mit gepflegten Fairways, ausgezeichneten Grüns und stellt mit seinen engen Schneisen eine Herausforderung für alle Spielerinnen dar.

Zu den Favoritinnen der AK 50 gehören, neben Lichtenberg, die Titelverteidigerin Patricia Stoehr (G&LC Berlin-Wannsee/3,0) und Caroline Effert vom Aachener GC, die mit 0,7 über das beste Handicap in der Meldeliste verfügt. Ebenfalls dabei ist auch Tessa Oldenbourg (GC Wörthsee), die den Titel 2016 gewann. Gute Chancen haben die Spielerinnen des GC am Reichswald, Stella Herbeck (5,7) und Sabine John (6,3), wenn sie ihren Heimvorteil nutzen können.

In der AK 65 wird die Titelverteidigerin Dagmar Lehmann vom GC Gifhorn fehlen. Somit gehören Frauke Schleicher (GC München Eichenried/3,9) und Marion Kaufmann (GC Neuhof/5,1) zu den Favoritinnen. Einzige AK 65-Starterin mit Heimvorteil wird die bayerische Meisterin von 1992 und 2000, Karin Rinneberg, sein, die mit Handicap 12,8 startet.

Alle Teilnehmerinnen spielen drei Runden im Einzel-Zählspiel. Zuschauer sind an allen Wettkampftagen herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei.

Quelle: DGV, Foto: © DGV