Popov holt den Majorsieg

Sophia Popov feiert ihren ersten Majorsieg. Die Spielerin des National Team Germany, Sophia Popov, gewinnt die AIG Women ́s British Open im Royal Troon Golf Club in Schottland und lässt die Welt-Elite des Damen-Profigolfsports hinter sich.

Die 27- Jährige spielte vier hervorragende Runden mit 70, 72, 67 und 68 Schlägen und lag am Ende mit -7 und gesamt 277 zwei Schläge vor der zweitplatzierten Thailänderin Jasmine Suwannapura (279). Dritte wurde Minjee Lee aus Australien mit 281 Schlägen. Caroline Masson wurde mit 286 (+2) Schlägen Siebte, Laura Fünfstück mit 294 (+10) 45. und Sandra Gal landete mit 299 (+15) auf dem 69. Platz.

Popov, AIG Women's Open
TROON, SCOTLAND – AUGUST 23: Sophia Popov of Germany lifts the trophy following victory in the final round during Day Four of the 2020 AIG Women’s Open at Royal Troon on August 23, 2020 in Troon, Scotland. (Photo by R&A – Handout/R&A via Getty Images)

„Wir freuen uns sehr für Sophia. Dieser Sieg ist eine Sensation. Dass sie als Führende in die letzte Runde einer British Open geht und diese unter Druck so sortiert und taktisch überlegt zu Ende spielt, ist fantastisch. Sie ist talentiert bis in die Fingerspitzen und insgesamt eine äußerst komplette Spielerin. Hätte sie nicht immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen gehabt, wäre ein solcher Erfolg auch schon früher möglich gewesen. Sie hat sich jedes Mal wieder heran gekämpft. Dieser Erfolg ist eine bewundernswerte Leistung, die eines der größten Talente des deutschen Golfsports zu einer Ausnahmespielerin reifen lassen kann“, sagt Marcus Neumann, Vorstand Sport des Deutschen Golf Verbandes (DGV).

Popov, AIG Women's Open
TROON, SCOTLAND – AUGUST 23: Sophia Popov of Germany plays her second shot on the 6th hole during Day Four of the 2020 AIG Women’s Open at Royal Troon on August 23, 2020 in Troon, Scotland. (Photo by R&A – Handout/R&A via Getty Images)

Popov freut sich über ihren Majorsieg

Mit ihrem Sieg hat Popov Geschichte geschrieben. Die Spielerin des GC St. Leon-Rot ist die erste Deutsche die ein Major-Damenturnier gewinnt. Nach den ersten beiden Tagen lag sie mit even Par auf dem geteilten zweiten Platz, ehe sie sich mit einer 67er Runde am dritten Tag von der Konkurrenz absetzte. Mit drei Schlägen Vorsprung ging Popov dann in den Finaltag. Sie ließ eine Runde mit 68 Schlägen folgen und konnte sich so am 18. Loch sogar ein Bogey erlauben. Mit dem Sieg erfüllte sie sich einen lang gehegten Traum. Im Interview nach diesem außergewöhnlichen Sieg, sagte die erste deutsche Major- Gewinnerin, wie wichtig er für sie war: „Ich musste in den letzten Jahren viel kämpfen. Es ist unglaublich und es gibt so viele Menschen, denen ich danken muss. Es bedeutet mir alles, dass ich hier stehen kann und den Pokal in Händen halte.“

Popov, AIG Women's Open
23/08/2020 Ladies European Tour 2020, AIG Women’s Open, Royal Troon, Scotland, UK. 20-23 Aug. Caroline Masson of Germany tees off during the final round.

Masson in den Top10 bei der AIG Women ́s Open

Auch Caroline Masson zeigte bei den Women ́s British Open konstant gute Leistungen, konnte sich in der Finalrunde aber nicht mehr verbessern. Die 31- Jährige aus Gladbeck war vom geteilten vierten Rang gestartet und musste sich mit einem Score von 72 (+1) zufrieden geben. Am Ende wurde sie nach 286 Schlägen (+2) geteilte Siebte. Damit waren Popov und Masson die einzigen Europäerinnen in den Top-Ten. Laura Fünfstück landete nach einer 71er-Runde (Par) mit 294 Schlägen (+10) auf dem geteilten 45. Rang. Sandra Gal wurde mit 299 (+15) 69. Esther Henseleit, Karolin Lampert und Olivia Cowan hatten zuvor den Cut und damit den Sprung ins Wochenende verpasst.


Text: DGV,
Titelbild: Foto: golfsupport.nl/R&A

Popov, AIG Women's Open
TROON, SCOTLAND – AUGUST 23: Sophia Popov of Germany poses with the trophy following victory in the final round on Day Four of the 2020 AIG Women’s Open at Royal Troon on August 23, 2020 in Troon, Scotland. (Photo by R&A – Handout/R&A via Getty Images)

Ricoh Women’s British Open: Masson aufT3 und Fahrkarte nach Des Moines gelöst

Bei der Ricoh Women’s British Open, die vom 3. bis 6 August im schottischen Kingsbarns statt fand, traten mit sechs Spielerinnen des Golf Team Germany (GTG) so viele Deutsche wie nie zuvor bei einem Majorturnier der Damen an.

update 6. August 2017: Caro Masson lief am Finaltag zu Höchstform auf. Hatte sie schon den dritten Turniertag mit einer 67er-Runde beendet, wiederholte sie dies am Finaltag nochmals. Damit war ihre Bennennung als einer der vier Wildcards für den Solheim Cup 2017 sicher. Mit sechs Birdies und nur einem Bogey bei einer ansonsten fehlerfreien Runde teilt sie sich den dritten Platz mit Michelle Wie (USA) und Georgina Hull (ENG), die sie beide beim Solheim Cup wiedersehen wird.

Für Sandra Gal war das Turnier schon früh gelaufen. Mit Runden von 72, 70, 70 und schließlich 74 konnte sie keinen Anschluss an die Spitze finden. Ihre Vorsprung am Finaltag hielt die Koreanerin  IN-KYUNG KIM mit zwei Schlägen, auch die phänomenale aufspielende Jodi Ewart Shadoff konnte mit acht unter nicht die Führende einholen.

update 5.August 2017: Doch für Olivia Cowan (Steinwenden), Isabell Gabsa (Tübingen), Karolin Lampert (Sandhausen),  und Leticia Ras-Andérica (Andorra) war das Turnier nach zwei Tagen vorbei, sie scheiterten am Cut.

Nur Sandra Gal (Düsseldorf) und Caroline Masson (Gladbeck) konnten sich in der internationalen Konkurrenz durchsetzen. Caro Masson startet am Finaltag mit 208 Schlägen (69/72/67) und 9 Schlägen unter. Fast uneinholbar führt die junge Koreanerin IN-KYUNG KIM. Sandra Gal liegt nach drei Runden auf dem geteilten 47. Platz mit 212 Schlägen (72/70/70).

Caroline Masson of Germany during the third round

 

02. August 2017:  Während sich Masson über ihre Position in der Weltrangliste (64) qualifiziert hat, sind Gal (12), Ras-Andérica (17), Cowan (20) und Lampert (32) aufgrund ihrer Platzierung auf der Ladies European Tour im Feld. „Es ist schon bemerkenswert, dass sich so viele Spielerinnen über die europäische Rangliste für die British Open qualifizieren konnten. Das zeigt, wie stark wir bei den Damen in der Breite aufgestellt sind“, zeigt sich Bundestrainer Stephan Morales zufrieden mit der aktuellen Situation im Profibereich.

Isabell Gabsa qualifizierte sich in St. Andrews für die Ricoh Women’s British Open

Zusätzlich spielte sich Gabsa über die Qualifikation ins Feld. Beim finalen Qualifikationsturnier auf dem Castle Course im traditionsreichen St. Andrews spielte die 22-Jährige eine 70er Runde (-2) und wurde geteilte Zwölfte. Im anschließenden Stechen mit 13 Kontrahentinnen erkämpfte sich die GTG-Spielerin einen der elf verbliebenen Startplätze für das auf dem Kingsbarns Golf Links ausgetragene Major.

Karolin Lampert © Tristan Jones

Für Gabsa, Lampert und Ras-Andérica ist die Teilnahme bei der Women’s British Open der erste Start bei einem Major. „Das ist natürlich ein Turnier, bei dem die besten Spielerinnen der Welt dabei sind und das wird für die Neulinge eine besondere und wertvolle Erfahrung“, legt Morales für die jungen Spielerinnen den Fokus auf den Lerneffekt.

Sandra Gal © Tristan Jones

Gal freut sich auf ihren 43. Teilnahme an einem Major

Deutlich erfahrener sind hingegen Gal und Masson. „Ich freue mich auf diese Woche ganz besonders, weil ich schon so viel Schönes über Kingsbarns gehört habe. Ich liebe Links Golf, auch wenn die Wetterbedingungen sehr anspruchsvoll sein können“, schaut Gal positiv auf ihren 43. Majorstart, obwohl nach einem zweiten Platz zu Saisonbeginn in Australien die absoluten Top-Ergebnisse zuletzt ausgeblieben sind: „Mein Spiel ist momentan sehr solide und ich genieße die Herausforderung. Ich muss nur etwas Geduld haben, bis auch die entsprechenden Ergebnisse zu mir kommen.“

Sandra Gal wird beim Abschlag beobachtet von (v.l.n.r.) Caroline Masson, Isabell Gabsa, Karolin Lampert, Damen-Bundestrainer Stephan Morales und Athletik-Bundestrainer Christian Marysko. (Foto: DGV)

Die Women’s British Open – das Pendant zur The Open

Die Women’s British Open wurden 1976 als Pendant zur Open Championship der Männer eingeführt. 2001 erhielt das Turnier Majorstatus. Titelverteidigerin ist die Weltranglistendritte Ariya Jutanugarn aus Thailand.

Golf Team Germany

Das erst seit 2013 bestehende Golf Team Germany umfasst die besten Golfspieler Deutschlands. Als Teil der Vision Gold, das Leitbild und Leistungssportprogramm des DGV bis 2020, kämpfen Amateure und Tourspieler erstmals gemeinsam für ein Ziel: Sie wollen eine Medaille bei den Olympischen Spielen gewinnen. Das Golf Team Germany setzt sich aus dem Elite Team, dem National Team und dem Junior Team zusammen und wird von der PGA of Germany unterstützt. Jeweils zwei Damen und zwei Herren werden vom DGV dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) zur Nominierung für die Olympischen Spiele vorgeschlagen. Das Elite Team Germany umfasst Spieler mit einer kurzfristigen Olympiaperspektive. Das National Team Germany stellt Amateure bis maximal 23 Jahre mit aktueller EM- und WM-Perspektive sowie Tourspieler mit mittelfristiger Perspektive auf eine Teilnahme bei den Olympischen Spielen. Für das Junior Team werden Amateure bis 18 Jahre nominiert, die eine langfristige Olympiaperspektive und eine kurz- bis mittelfristige EM- und WM-Perspektive besitzen.

Quelle: DGV

Wochenrückblick #16: Damen in Spanien gut im Rennen

Die Herren auf der PGA-Tour

In San Antonio, Texas findet die Valero Open statt. Leider ohne deutsche Beteiligung, denn Alex Cejka (73/75)  ist am Cut gescheitert.

Die Herren auf der European Tour

Bernd Wiesberger führt in China. Der Österreicher (67/65/69) geht mit drei Schlägen Vorsprung in den Finaltag. Zehn Schläge mehr auf dem Konto hat Bernd Ritthammer (69/63/69) und Maximilian Kieffer (67/72/73) startet mit 212 Schlägen am Sonntag morgen. Ebenfalls den Cut geschafft hat Alexander Knappe (74/70/72) und er liegt Even Par.

Olivia Cowan lippt ein Putt aus bei der Estrella Damm Mediterranean Ladies Open 2017 im Club De Golf Terramar. © Trish Jones

Unsere Damen auf der Ladieseuropeantour:

Bei der ESTRELLA DAMM MEDITERRANEAN LADIES OPEN liegt Olivia Cowan nach drei Runden (73/69/68) mit 210 Schlägen auf dem geteilten 20. Platz. Anka Lindner (69/2/70) hat ihre alte Form wieder gefunden und wohl ihre Verletzung überwunden. Sie liegt auf dem geteilten 21. Platz mit 211 Schlägen. Den Cut leider nicht geschafft hat Karolin Lampert (74/73), Letitia Ras-Anderica (78/70).

Die Damen auf der amerikanischen LPGA

Die Damen auf der amerikanischen Tour haben dieses Wochenende spielfrei. Sie starten nächste Woche zum Volunteers of America Texas Shootout Presented by JTBC

Lalla Meryem Cup: Lampert holt auf, Cowan hält gute Form

Lalla Meryem Cup

Lalla Meryem Cup
Karolin Lampert am ersten Tag beim Lalla Meryem Cup. © Trish Jones

In Marokko schlagen die Damen beim Lalla Meryem Cup im Royal Golf Dar es Salam ab. Dieses Turnier ist eines der beliebtesten im jährlichen Tournierkalender.

Nach drei Runden führt die Norwegerin Suzann Pettersen (69/71/70) mit 210 Schlägen. Olivia Cowan (73/69/74) liegt  evenPar mit 216 Schlägen und Karolin Lampert (71/73/71)  Eins unter mit 215 Schlägen .

Zwei weitere Deutsche schaffen den Cut beim Lalla Meryem Cup

Leticia Ras-Anderica (77/69/75) liegt mit fünf Schlägen bei 221 Schlägen und Isi Gabsa (72/77/71) liegt mit vier über bei 220 Schläge.

Lotte Championship ohne deutsche Beteiligung

Gleichzeitig fand in Hawaii die Lotte Championship presented by Hershey (12.-15.April) statt. Sandra Gal ist allerdings mit zwei Schlägen über (72/74) bereits am Cut gescheitert. Das Turnier gewonnen hat die Amerikanerin Christie Kerr.


Alle Bilder: © Trish Jones

Week-Review #12: Arnold Palmer Invitational

PGA: Arnold Palmer Invitational, Orlando Florida

Martin Kaymer schlägt bei der Arnold Palmer Invitational ab. Es geht um eine Siegprämie von 8,7 Millionen im Bayhill Golf Course in Orlando Florida.

Nach der ersten Runde liegt Martin Kaymer mit 1+ auf dem geteilten 46. Platz. Zwei Schläge mehr hat Rickie Fowler in seinen speziell getunten Hightops und er liegt gemeinsam mit Rory McIlroy auf dem geteilten 58. Platz.

European Tour:

Die Herren haben dieses Wochenende spielfrei.

LPGA: Bank of Hope Founders Cup

Mit Spannung erwarten wir das Abschneiden von Caro Masson und Sandra Gal beim Bank of Hope Founders Cup in Phoenix, Arizona.

Nach der ersten Runde liegt Sandra Gal auf dem geteilten 11. Platz mit nur zwei Schlägen mehr als die Führende, Katie Burnett (64 Schläge).

Caro Masson liegt auf dem geteilten 32. Platz mit 68 Schlägen.

Ladies European Tour

Leticia Ras-Anderica
Leticia Ras-Anderica bei der Trainingsrunde in Mission Hills. © Trish Jones

Nach Mission Hills zu den World Ladies Championship sind Olivia Cowan und Leticia Ras-Anderica gereist.

Nach der ersten Runde liegt Olivia Cowan auf dem geteilten 46. Platz mit +1 und Leticia Ras-Anderica mit drei Schlägen mehr auf dem geteilten 75. Platz (76 Schläge).

Spielerportrait: Olivia Cowan

Olivia Cowan

2017 sind sieben deutsche Damen für die Profitour der Ladies European Tour qualifiziert .

Olivia Cowan, Isi Gabsa, Sandra Gal, Nina Holleder, Ann-Kathrin Lindner, Karolin Lampert und Caroline Masson haben dieses Jahr die Spielberechtigung.

In loser Folge stellen wir alle Spielerinnen vor.

Olivia Cowan
Beim U.S. Women’s Open Sectional Qualifying im Buckinghamshire Golf Club in Denham, England im Mai 2016.

Olivia Cowan

Geboren am 09.04.1996
Geboren in Homburg
Heimatclub Golf Club St. Leon-Rot
Spielt 2017 auf der: Ladies European Tour
Golf-Karriere: Begann als Dreijährige mit ihrem Vater zu spielen, wurde Pro am 14. Juli 2015
Sponsoren KD MEDIEN, VEROPE, GOLF TEAM GERMANY, MIZUNO, JA RESORTS & HOTELS

Ihr Lieblingsplatz ist der Emirates Golf Club in Dubai und ihre Inspiration ist ihre Familie.

Insgesamt zwölfmal ist Olivia Cowan 2016 bei Turnieren angetreten, davon hat sie dreimal eine Top-10-Platzierung erreicht:

Platz 5 bei der 2016 SANYA LADIES OPEN
Platz 7 bei der 2016 ANDALUCIA COSTA DEL SOL OPEN DE ESPANA FEMENINO
Platz T2 bei der 2016 U.S. WOMEN’S OPEN SECTIONAL QUALIFIER, EUROPE

2016 gelangen ihr zwei Eagles und 99 Birdies.


Alle Bilder: © Trish Jones

Carolina Gonzales Garcia gewinnt die ASGI Ladies Swiss Open

Carolina Gonzalez Garcia @Tobias Rudin
Carolina Gonzalez Garcia gewinnt die ASGI Ladies Swiss Open @Tobias Rudin

Vom 28. April bis 30. April 2016  fand auf dem Golfplatz des GC Gams-Weidenberg in der Nähe von St. Gallen das Schweiz Event der LET Access Series, die ASGI Ladies Swiss Open statt. Siegerin wurde die Katalanin Carolina Gonzalez Garcia die vom ersten Tag an das Teilnehmerfeld dominierte.

Titelverteidigerin Olivia Cowan hielt als einzige die deutsche Fahne hoch. Doch die Mitte letzter Saison zu den Professionals übergetretene 20-Jährige kam diese Woche nie so richtig ins Spiel. Zwei über Par nach drei Runden und ein geteilter 32. Platz ist deutlich unter ihren Erwartungen. Beste Deutsche blieb damit die für Brasilien startende Doppelbürgerin Miriam Nagl. Die 35-Jährige klassierte sich auf Rang 7 und ergatterte wichtige Punkte fürs Olympia-Ranking. Ihre direkte Konkurrentin im Kampf um Brasiliens Wild Card im Olympia-Turnier von Rio, Victoria Lovelady, klassierte sich als 15.

Ein gutes Turnier für Österreichs Golferinnen, die im eigenen Land weder ein LET- noch ein LETAS-Event beherbergen, im grenznahen St. Galler Rheintal aber eine starke Performance ablieferten. Neben Christine Wolf und Emma Spitz schafften es auch die LETAS-Tourspielerinnen Sarah Schober (19.) und Nina Mühl (32.) ins Preisgeld. Zudem überstand die Vorarlberger ÖGV-Nationalspielerin Julia Unterweger (32.) bei ihrem dritten Antreten in Gams erstmals den Cut.

Ergebnisse:

ASGI Swiss Ladies Open, Gams-Werdenberg,

Par 72. 30’000 Euro. Endstand nach 3 Runden:
1. Carolina Gonzalez Garcia (ESP) 208 Schläge (63/71/74);
2. Tonje Daffinrud (NOR) 209 (71/69/69) und Christine Wolf (AUT) 209 (67/74/68);
4. Emma Spitz (AUT/Am) 210 (70/67/73), Lynn Carlsson (SWE) 210 (69/73/68) und Laura Murray (SCO) 210 (69/71/70);
7. Miriam Nagl (BRA) 211 (68/73/70).

Ferner:
15. Rachel Rossel (SWI/Am) 213 (67/75/71);
19. Sarah Schober (AUT) 214 (73/7170);
32. Olivia Cowan (DE/Titelverteidigerin) 218 (75/70/73), Julia Unterweger (AUT/Am) 218 (73/72/73) und Nina Mühl (AUT) 218 (72/73/73);
38. Anaïs Maggetti (SWI) 219 (71/74/74).

 

Dritter Tag der ASGI Ladies Swiss Open 2016

Christine Wolf ©Tobias Rudin
Geteilte Zweite: Christine Wolf ©Tobias Rudin

Nach zehn Löchern musste Gonzalez Garcia die Führung kurzfristig an die in der gleichen Gruppe spielende Amateurin Emma Spitz abtreten, sich auf Bahn 14 mit einem Birdie aber wieder an die Spitze des Leaderboards gesetzt. Mit drei Schlägen Vorsprung kam die Spanierin schliesslich auf den letzten Abschlag. Und machte es nochmals spannend. Auf dem einfachen Par 5 landete ihr Ball nach dem zweiten Schlag im Grünbunker, von wo ihn Gonzalez Garcia übers Grün hinweg ins Biotop schlug und einen Strafschlag nehmen musste. Der Approach geriet zu kurz, Carolina Gonzalez Garcia benötigte noch zwei Putts zum Doppelbogey – und zum Sieg. Dass es zum Titel gereicht hat, realisierte sie erst, als ihre Landsfrauen sie auf dem 18. Grün jubelnd umringten und mit Mineralwasser duschten.

«Ich habe versucht einen Schlag nach dem anderen zu spielen und alles andere – auch die Scores der Konkurrentinnen – auszublenden», erklärt sie ihr Erfolgsrezept. Augenzwinkernd gesteht sie, bei der ASGI Swiss Ladies Open einen kleinen Vorteil genutzt zu haben: «Ich wohnte diese Woche sozusagen auf dem Golfplatz, war bei einer Gastfamilie untergebracht, deren Haus neben Loch 6 steht – mein Zuhause für diese Woche», sagt sie strahlend.

Knapp wurde es am Ende für die Spanierin nicht wegen der beiden Mitspielerinnen im Schlussflight, sondern wegen Österreichs Olympia-Starterin Christine Wolf. Die Tirolerin spielte am Finaltag mit 68 Schlägen die beste Runde des Tages und schob sich so in der Schlussrangliste auf Rang zwei vor. Am Ende fehlt ihr ein Schlag zum Play-off. Wo sie diesen liegen gelassen hat, weiss die 27-Jährige genau: «Ein ärgerlicher 3-Putt auf der 17.» Mit Galgenhumor kann sie dem geteilten zweiten Rang dennoch etwas Gutes abgewinnen: «Tonje Daffinrud und ich werden uns nächste Woche in Marokko das Zimmer teilen. Ein Stechen heute wäre keine gute Reisevorbereitung gewesen.» Die Norwegerin hatte ebenfalls an Loch 17 ein Bogey kassiert – und teilt sich diese Woche mit Wolf Platz zwei.

Zweiter Tag der ASGI Ladies Swiss Open 2016

Emma Spitz @Tobias-Rudin
Emma Spitz @Tobias-Rudin

Die nach dem ersten Tag führende Spanierin Carolina Gonzalez Garcia konnte bei der ASGI Swiss Ladies Open die Leaderposition in Runde zwei verteidigen. Zwar spielte die 28-Jährige nach der Rekordrunde vom Donnerstag am Freitag nicht mehr so locker auf, verpasste aber keinen Fairway und konnte ihren Score beisammen halten. Eine Runde von 71 Schlägen sicherte der Katalanin die Position an der Spitze des Feldes.

Erste Verfolgerin ist nach wie vor eine Österreicherin. Allerdings nicht die Tiroler Proette Christine Wolf, die mit 74 Schlägen auf Zwischenrang zehn zurückgefallen ist. Für sie in die Bresche sprang die 16-jährige Amateurin Emma Spitz. Die ÖGV-Nationalspielerin vom GC Schönborn traf am zweiten Tag 17 Grüns – «eines weniger als am Donnerstag», wie sie selbst lachend sagte – und puttete sehr gut. Mit sechs Birdies und nur einem Bogey gelang ihr eine 67er-Runde – die beste des Tages. Damit übersteht die Niederösterreicherin bei ihrem ersten Profiturnier auch gleich den Cut. Mehr noch: Sie geht am Samstag im Leaderflight auf die Schlussrunde. Mit der Vorarlbergerin Julia Unterweger (32.) wird eine zweite ÖGV-Nationalspielerin in der Finalrunde dabei sein.

Weniger erfreulich präsentiert sich die Ausgangslage vor der Finalrunde für die gastgebenden Schweizerinnen: Die 22-jährige Amateurin Rachel Rossel, die nach der Auftaktrunde noch auf Rang 2 gelegen hatte, ist mit einer 75er-Runde auf den geteilten 15. Rang zurückgefallen. Sie wird am Samstag zusammen mit der Tessiner Proette Anaïs Maggetti (geteilte 32.) die Schweizer Fahne hochhalten.

Auch die deutschen Damen hatten sich vor diesem Turnier mehr erhofft. Titelverteidigerin Olivia Cowan konnte sich nach einer missglückten Auftaktrunde am Donnerstag im zweiten Durchgang steigern. Mit einer 2-unter-Par-Runde schob sie sich noch ins Feld der besten 48 vor, die in der Finalrunde um 30’000 Euro Preisgeld kämpfen. Bestklassierte Deutsche bleibt die für Brasilien startende Miriam Nagl; sie ist am Freitag von Platz 5 auf Rang 10 zurückgefallen.

Erster Tag der ASGI Ladies Swiss Open 2016

Rachel Rossel ©Tobias Rudin
Rachel Rossel ©Tobias Rudin

Mit einer Stunde Verspätung wegen Bodenfrosts startete das Turnier und gab den Weg frei für eine beeindruckende Runde: Die 28-Jährige Carolina Gonzalez Garcia aus Barcelona spielte am Nachmittag gross auf: Acht Birdies, ein Eagle (Loch 18) und nur ein Bogey führten zu einer beeindruckenden 63 auf der Scorekarte. Mit Neun unter Par stellte sie einen neuen Turnierrekord auf.
Die zweite Überraschung lieferte die 22-jährige Schweizer Amateurin Rachel Rossel. Die Berner Oberländerin war ohne grosse Erwartungen ins Turnier gestartet, spielte vom Tee zum Grün sehr solide und erarbeitete sich viele Birdie-Chancen, die sie auch zu nutzen wusste. Auf den Back Nine gestartet, lag sie nach einem Eagle auf Bahn 18 bei 3 unter Par. «Normalerweise macht mich das nervös, aber heute ist es mir gelungen, bis zum Schluss ruhig zu bleiben», freute sich Rossel. Ein Bogey auf Loch 1 und drei weitere Birdies auf den Front Nine brachten die Amateurin in der Zwischenwertung auf Rang zwei. Rossel hofft am Freitag so weiterspielen zu können, «auch wenn ich vermutlich nicht nochmals minus 5 spiele».
Zufrieden mit ihrer Runde war auch die Tirolerin Christine Wolf. «Bis auf eine Ausnahme habe ich heute alle Fairways getroffen und gut geputtet», sagte die 27-Jährige. Sieben Birdie-Chancen hatte die Österreicherin genutzt, der verpasste Fairway auf Bahn zwölf führte dazu, dass Wolf einen Ball verlor und ein Doppelbogey notieren musste. Die Olympia-Starterin bleibt für die beiden kommenden Runden in Lauerstellung.
Beste Deutsche in Runde eins war Miriam Nagl. Die Doppelbürgerin geht allerdings für Brasilien an den Start und hofft, sich mit einer guten Klassierung in der Schweiz wichtige Punkte für die Olympia-Qualifikation zu sichern. Eine blitzsaubere Runde mit vier Birdies und 14 Pars brachte sie auf Zwischenrang fünf. «Der Platz spielte sich heute, bei weniger Wind und etwas wärmeren Temperaturen, deutlich einfacher als in den Proberunden.» Mit ihrer Leistung ist die 35-Jährige zufrieden: «Ich habe einige Par- Saves gemacht und 2-Meter-Putts gelocht. Viel besser hätte es nicht laufen können.»

Melanie Metzger
Melanie Metzger

Am Morgen des 25. April 2016 hatte der Platz des GC Gams-Werdenberg noch unter einer 20 Zentimeter dicken Schneedecke gelegen, am Dienstag, 26. April 2016  konnte das ProAm der ASGI Ladies Swiss Open aber bereits plangemäss durchgeführt werden. Dank eines Grosseinsatzes von Greenkeepern und etwas Föhn-Unterstützung. Vom 28. April bis 1. Mai findet das  Schweiz Event der LET Access Series, die ASGI Ladies Swiss Open statt. Um 8 Uhr werden die ersten Ladies ins Turnier starten.

Das starke Teilnehmerfeld wird angeführt von der Dänin Emily Kristine Pedersen (Tee- Time: 12.40 Uhr), der Sechsten der letztjährigen Order of Merit der Ladies European Tour. Zu ihren stärksten Konkurrentinnen zählen Gams-Premierensiegerin Amy Boulden (Wales; 10. der LET-Order of Merit 2015; Tee-Time 12.51 Uhr) sowie die deutsche Titelverteidigerin Olivia Cowan (Tee-Time 12.40 Uhr). Cowan geht mit Pedersen und der St. Galler Amateurin Chiara Tamburlini auf die Runde. Österreichs beste Proette, die Tirolerin Christine Wolf, startet im Flight mit Boulden und der Schweizer Amateurin Gioia Carpenelli um 12.51 Uhr.

Die Ragazer Tour-Proette Melanie Mätzler nimmt ihr Heimturnier um 9.17 Uhr in Angriff. Um 12.51 Uhr startet die Tessinerin Anaïs Maggetti, die Engadinerin Caroline Rominger folgt um 14.08 Uhr. Nicht am Start ist Fabienne In-Albon. Die im Olympia-Golf-Ranking derzeit bestklassierte Schweizerin hatte am Montag schweren Herzens aus gesundheitlichen Gründen absagen müssen. Die Innerschweizerin kämpft seit längerem mit Rückenproblemen und ist nach einem im Winter in Australien erlittenen Zeckenbiss und Borreliose-Infektion noch immer rekonvaleszent.

Olivia Cowan gewinnt die ASGI Swiss Ladies Open

Nationalspielerin Olivia Cowan vom GC St. Leon-Rot  ©LETAS
Olivia Cowan ©LETAS

Für Olivia Cowan läuft das Jahr 2015 weiterhin hervorragend: Die Spitzenspielerin des Golf Club St. Leon-Rot holte sich bei der ASGI Swiss Ladies Open  (7. bis 9. Mai 2015)  ihren ersten Erfolg bei den Profis. Auf dem Platz des GC Gams-Werdenberg siegte die 19-Jährige bei dem zur Ladies European Tour Access Series zählenden Turnier mit insgesamt 207 Schlägen.

Nach zwei starken Runden zum Auftakt ging Cowan mit zwei Schlägen Rückstand auf die Isländerin Olafia Kristinsdottir in den Finaltag, zeigte aber dort keine Schwächen und setzte sich dank einer 69, dem zweitbesten Ergebnis des Tages souverän an die Spitze des Klassements und siegte mit drei Schlägen Vorsprung auf die Verfolgerinnen.

Für die Nationalspielerin bedeutet dieser Triumph in der Schweiz bereits den dritten Erfolg – und dies bei nur sieben Starts in diesem Jahr. Zu Jahresbeginn hatte Cowan bereits die Portuguese International Ladies Amateur Championship sowie die Spanish International Ladies Amateur Championship für sich entscheiden. Auf der zweitklassigen Ladies European Tour Access Series wurde Cowan zuvor Neunte und ist dort nun dank ihres Sieges bereits Zweite der Rangliste. Die ersten fünf Spielerinnen bekommen am Ende der Saison eine Tourkarte für die Ladies European Tour. Dieses Ziel wird Cowan weiterhin anstreben und tritt Ende Mai nun nicht bei der Internationalen Deutschen Amateurmeisterschaft, sondern beim nächsten Turnier der Access-Serie in Schweden an.

»Wir sind sehr stolz auf die großartige Leistung von Oliva Cowan und gratulieren ihr herzlich. 2015 scheint ihr Jahr zu werden und wir hoffen, dass sie diese großartige Form konservieren kann und ihre Ziele für diese Saison erreichen wird«, so Marc Dehoust, Leistungssport-Koordinator des Golf Club St. Leon-Rot
Quelle: GC St. Leon-Rot und ASGI Swiss Ladies Open

Alle Bilder © Turnierfotograf Alexandru Mitrea