Caro Masson geteilte Vierte bei der Blue Bay LPGA

LPGA: GAL UND MASSON STARTEN SEHR GUT BEI DER BLUE BAY LPGA

Unsere beiden deutschen Damen auf der LPGA-Tour schlugen bei der Blue Bay LPGA in Hainan, China  ab. Nach zwei Runden lag Caro Masson mit 138 Schlägen auf dem zweiten Platz, dicht gefolgt von Sandra Gal mit 140 Schlägen auf dem geteilten 5. Platz. Am dritten Tag spielte Masson eine 71er-Runde und trotz der 73er-Runde am vierten Tag reichte es mit 282 Schlägen noch für die Siegprämie in Höhe von 97.513 US-Dollar.

Die Highlights des Turniers:

Sandra Gal spielte nach ihren beiden ersten Runden eine 76er- und 75er-Runde, mit +3 und 291 Schlägen blieb ihr nur die Siegprämie von 19.028 US-Dollar.  Siegerin ist die Chinesin Minjee Lee.
Hier der Link zum kompletten Leaderboard.

PGA:

Die Herren der amerikanischen Profitour waren auch in Asien unterwegs und zwar auf der CIMB Classic in Kuala Lumpur. Auch hier startete Alex Cejka (70/68/73/68) gut, kam dann im Laufe des Turniers auf 279 Schläge. Auch seine 67er-Runde am Finaltag konnte den Patzer mit 73 Schlägen am dritten Tag nicht mehr wettmachen. Ein geteilter 29. Platz für ihn, Turniersieger ist der Amerikaner Justin Thomas (64/66/71/64) mit 265 Schlägen. Leaderboard.

Ladies European Tour:

Week #42
Siegerin Anne von Dam bei der Xian International Ladies Open . © LET

Die Spielerinnen auf der Europäschen Damentour, der LET, hatten dieses Wochenende spielfrei. Sie schlugen vom13.-16. Oktober im Xiamen Orient Golf&Country Club in China ab.  Mit von der Partie waren  LETICIA RAS-ANDERICA (72/72/67/76), die mit 287 Schlägen einen sehr guten geteilten 25. Platz belegte, LEIGH WHITTAKER (72/70/75/78) kam mit 295 Schlägen auf den 58. Platz. Am Cut gescheitert sind KAROLIN LAMPERTOLIVIA COWAN und CHIARA MERTENS.
Leaderboard

European Tour:

Bei den Herren wurde im Victoria Clube de Golfe in Vilamoura die Portugal Masters ausgespielt, die Padraig Harrington gewonnen hat. Das Video zeigt die besten fünf Schläge des Turniers. Viel Spaß beim Ansehen.

Titelbild: Caro Masson beim ISPS Handa Ladies European Masters in Düsseldorf © Tristan Jones

Rückblick Rio 2016

(V.l.n.r.:) Lydia Ko aus Neuseeland, silver medalist, Inbee Park of South Korea, gold medalist and Shanshan Feng of China with the bronze medal pose with medals at the Rio 2016 Olympic Games at the Olympic Golf Course on August 20, 2016 in Rio de Janeiro, Brazil. (Photo by SWarren Little/Getty/IGF)
(V.l.n.r.:) Lydia Ko aus Neuseeland mit Silber-Medaille, Gold für Inbee Park aus Südkorea und Shanshan Feng aus China mit ihrer Bronze-Medaille. © SWarren Little/Getty/IGF)

Das war er also der August 2016 – vor allem dominiert durch die Olympischen Spiele in Rio. Golf wurde seit 112 wieder olympisch und die männlichen Topspieler zickten rum ob sie nun nach Rio fahren oder nicht. Beim oder nicht blieb doch tatsächlich die männliche Weltspitze mit JasonDay, Jordan Spieth, und noch einige andere mehr fern. Bei den Damen entschuldigte sich mit dem Hinweis auf den Zika-Virus nur Lee-Ann Pace aus Südafrika.

Also die komplette weibliche Weltelite im Damengolf war am Start und fast erwartungsgemäß kam es zu einem starken Showdown zwischen Lydia Ko und Shanshan Feng. Immer wieder für eine Überraschung gut ist die amerikanische Spielerin Gerina Miller, die hart an der Spitze mitkämpfte und sogar in den Medaillenrängen war. Doch leider musste sie sich am letzten Tag mit dem undankbaren vierten Platz zufrieden geben. Unbestritten und mit großen Vorsprung setzte sich Inbee Park an der Spitze durch.

Das ist sie also: Die Goldmedaille im Golfsport:

Über den tollen Platz von Caro Mason und Sandra Gal haben wir uns ja schon ausgiebig gefreut. Ob das nun viele Deutsche vom Golfsport begeistern wird, bleibt sicherlich dahin gestellt. Aber Martin Kaymer hat auf alle Fälle für Golf bei Olympischen Spielen eine Lanze gebrochen. Der Profispieler aus Mettmann war das Olympia-Aushängeschild überhaupt. Er war und ist vom Olympischen Dorf vollkommen begeistert, wie er schon zu Anfang in einem Interview bekannt gab. Für ihn sind die Olympischen Spiele Golf „back to the roots“. Also Golfen um des Golfens Willen. Dass dabei die Unterkünfte nicht immer optimal sind, übersieht er geflissentlich. Im Interview sagt er dazu: “ Es ist alles da, manchmal sogar warmes Wasser.“ Nicht ganz so optimal sieht Gold-Medaillengewinner Florian Hambüchen die Unterbringung, er beklagte sich massiv über die hygienischen Umstände.
Ein Bild seiner Unterkünfte zeigt Bubba Watson auf seinem Instagram-Account:

Going to miss this place #TeamUSA

Ein von Bubba Watson (@bubbawatson) gepostetes Foto am


Bubba Watson zeigt uns auch, wie es im Verpflegungszelt zuging:

Village mates @sam_dorman1 & @davidboudia & @RickieFowler #TeamUSA

Ein von Bubba Watson (@bubbawatson) gepostetes Foto am

Dies tat der Begeisterung von Martin Kaymer keinen Abbruch und sein Facebook-Seite ist wie eine Werbebroschüre für die Olympischen Spiele. Voll mit Bildern und Emotionen, wie gut es ihm dort gefallen hat. Eine ganz neue Seite, die wir an dem sonst so (sch)nüchternen Martin Kaymer kennenlernen.


Aber auch die Frauen waren begeistert von der Gemeinschaft der Sportler, wie uns Anna Nordqvist mit ihrer Sammlung von Pins zeigt:

Mehr Infos:
Ergebnisliste Herren
Ergebnisliste Damen

Cejka hofft auf die Olympischen Spiele

Ein sichtliche entspannter Alex Cejka bei der Pressekonferenz vor der BMW International Open
Ein sichtlich entspannter Alex Cejka bei der Pressekonferenz vor der BMW International Open © BMW Golfsport

Im Vorfeld der BMW International Open gab Alex Cejka ein Interview zum Thema Olympia 2016: und hofft; „Wenn ich nach Rio darf, dann wäre das sehr schön“.

Alex Cejka absolviert für die BMW International Open (vom 23. bis 26. Juni im GC Gut Lärchenhof) einen seiner wenigen Auftritte in Europa. Der Routinier ist top-motiviert, vor den deutschen Golffans eine gute Leistung abzuliefern und spricht im Interview auch über seine guten Aussichten, Deutschland beim olympischen Golfturnier in Brasilien zu vertreten.

Alex, wie fühlt es sich an, wieder hier zu sein? Es ist einer der selteneren Besuche wieder in Europa…
Cejka: „Das Gefühl ist sehr gut. Ich habe im letzten Jahr leider nicht spielen können. Nun ist es wieder schön, zu Hause zu sein und wieder einmal vor Fans und Freunden zu spielen.“

Sie haben schon eine Proberunde gedreht. Wie spielt sich der Platz?
Cejka: „Er hat sich sehr lang gespielt. Es ist sehr nass, es hat sehr viel geregnet, wie ich gehört habe. Aber der Platz ist in einem sehr guten Zustand, die Grüns waren gut. Die Fairways waren noch ein bisschen nass in den letzten zwei Tagen. Aber da kann man nichts machen. Der Platz spielt sich schön, sehr viel Rough, muss ich sagen, ein bisschen länger als in den Jahren zuvor. Aber damit müssen wir alle leben.“

Das Wetter soll ja besser werden, angesagt sind Temperaturen von 30 Grad. Mögen Sie das, oder ist Ihnen das eher unangenehm?
Cejka: „Ich mag das, ich bin das gewohnt. Wir spielen in Amerika fast jede Woche bei 25 bis 30 Grad. Insofern ist das angenehmer. Ich bin das eher gewohnt als 14 Grad, bei denen ich am Montag hier gespielt habe. Das war schon frisch.“

In diesem Jahr gab es einige sehr gute Turniere, dann auch wieder welche, die nicht so gut für Sie liefen. Wie würden Sie ihre letzten Monate beschreiben?
Cejka: „Ich war in diesem Jahr bisher schon sehr viel verletzt. Dafür spiele ich eigentlich sehr gut. Ich habe jede Woche irgendetwas. Es ist ein schweres Jahr, aber ich hole das Maximum heraus. Ich hatte ein paar gute Ergebnisse, bei anderen Turnieren habe ich besser gespielt als gescored. Das ist halt im Golf ab und zu so. Ich bin eigentlich zufrieden, wie es dieses Jahr läuft.“

Freut sich auf sein Heimspiel in Köln-Polheim: Alex Cejka © BMW Golfsport
Freut sich auf das Heimspiel in Köln-Polheim: Alex Cejka © BMW Golfsport

Auf ein Event fiebern alle Golfer in diesem Jahr hin: Olympia im August. Es ist noch nicht ganz entschieden, wer für Deutschland antritt. Wie wichtig ist Ihnen Olympia?
Cejka
: „Ich würde mich natürlich sehr freuen, wenn das klappen sollte. Der Kampf um den zweiten Platz ist noch zwischen Kieffer, Siem und mir offen. Ich habe nicht gehört, wie die Abstände sind oder was wir machen müssen. Aber jeder muss sein eigenes Golf spielen, um sich dafür zu qualifizieren. Egal ob Olympia im Sommer oder Winter: Ich habe als Teenager jedes Turnier im Fernsehen verfolgt. Dass Golf zum ersten Mal nach so vielen Jahren wieder dabei ist, ist natürlich etwas Besonderes. Ich freue mich sehr darauf, wenn das klappen würde, für ein oder zwei Wochen im Olympischen Dorf zu sein, die Atmosphäre zu schnuppern und das Turnier mitzunehmen. Das wäre schon schön.“

Sie haben in Brasilien schon einmal gespielt. Wie ist es, dort zu golfen?
Cejka: „Ich habe vor zwei Jahren dort gespielt und fand es toll. Natürlich wird es bei Olympia ganz anders sein. Olympia ist etwas anderes als ein Web.com-Turnier. Wenn es klappen sollte und ich nach Rio darf, dann wäre das sehr schön.“

Dafür wäre ein gutes Ergebnis hier bei der BMW International Open natürlich ein Türöffner. Spielt das in dieser Woche irgendwie mit?
Cejka: „Ich würde hier natürlich gerne eine gute Leistung bringen, das ist klar. Immer wenn man am ersten Abschlag steht, will man eine gute Woche haben. Im Golf weiß man aber nie. Meine Form war gut in den letzten Monaten, obwohl ich immer eine Woche gespielt habe, eine Woche Pause hatte, wieder eine Woche gespielt habe. Ich bin ein bisschen eingerostet, weil ich in der letzten Woche leider gar nichts gemacht habe. Aber ich fühle mich gut und habe hier auf der Anlage schon vor einigen Jahren gute Ergebnisse erzielt. Das positive Feeling ist da.“

Sie sind schon mal Zweiter und Dritter gewesen, der erste Platz fehlt noch…
Cejka: „Ja, der erste fehlt noch. Das wäre natürlich schön, aber alle Spieler, die hier sind, sind gut. Die Ergebnisse sind immer zwischen 15 und 20 unter. In diesem Jahr vielleicht nicht ganz so niedrig. Aber man muss gutes Golf spielen, um vorne dabei zu sein. Egal auf welcher Tour, und egal in welcher Woche.“

Das Interview führte BMW Golfsport.