Solheim Cup 2017: USA gewinnt mit 5 Punkten Vorsprung

Solheim Cup 2017

Das US-Damenteam entscheidet den Solheim Cup 2017 für sich. Mit 16,5 zu 11,5 setzt sich die amerikanische Mannschaft vom 18. bis 20. August im West Des Moines Golf and Country Club, Iowa, gegen die Auswahl Europas durch.

9 Punkte waren in den Einzeln nötig

Das europäische Team um Kapitänin Annika Sörenstam hatte es am Finaltag in den zwölf ausstehenden Einzelpartien noch einmal spannend gemacht.

Solheim Cup 2017
Paula Creamer setzte den „Pink Panther“ unter Feuer. © Tristan Jones

Denn nach den ersten beiden Spieltagen hatten sich die Amerikanerinnen in den Team-Partien bereits abgesetzt und lagen mit 10,5 zu 5,5 scheinbar uneinholbar in Front. Ausschlaggebend für den Rückstand waren die Fourballs, in den beide Spielerinnen einer Mannschaft jeweils einen eigenen Ball schlagen. Hier holten die USA sieben von acht möglichen Punkten. Bei den Foursomes, bei denen ein Ball pro Team abwechselnd geschlagen wird, hatten die Europäerinnen mit 4,5:3,5 die Nase vorn.

Am Finaltag mussten die Europäerinnen in den zwölf Einzelpartien 9 Matches gewinnen, um den Solheim Cups noch gewinnen zu können. Am Ende waren es sechs Partien, die das Team Europe für sich entscheiden konnte. 6 Punkte waren zu wenig, um den USA den zehnten Titel streitig zu machen.

Solheim Cup 2017
Caro Masson am ersten Tag @ Tristan Jones

Dominierendes Spiel von Caro Masson

Golf-Team-Germany-Spielerin (GTG) Caroline Masson bezwingt dabei im abschließenden Einzel Michelle Wie klar mit 4&2. „Ich bin so stolz auf meine Mannschaft. Wir haben bis zum Ende gekämpft und teilweise herausragendes Golf gespielt! Hut ab vor dem US-Team, das teils das beste Golf gespielt hat, das ich je gesehen habe“, zog Caroline Masson Fazit. Die einzige Deutsche konnte Masson bei ihrem insgesamt dritten Solheim Cup in den Einzeln als Siegerin vom Platz gehen.

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In diesem Hexenkessel schlugen die Spielerinnen ab, hier Karine Icher am Abschlag auf Tee 1. © Tristan Jones

Solheim Cup der Rekorde

Am Finaltag wurde zum ersten Mal der Rekord gebrochen, dass die USA bisher immer das erste Loch bei den Singles gewonnen hatte. 2017 patzte die auf den ersten Neun glücklose Lexi Thompson gegen Anna Nordqvist gleich an der 1 und verlor das Loch. Nach vier Löchern lag Lexi gar 4 down.

Zwischenfall an Grün 7: Ein Sprinkler machte sich selbständig und setzte das Grün, Spielerinnen und Zuschauer unter Wasser. Eine Freiwillige opferte ihre trockenen Schuhe, trat beherzt auf den aktiven Sprinkler und begrenzte so seinen ungewollten Einsatz.

Bei den Einzeln fiel besonders das Gefälle in den Ranglisten auf. Für Europa waren nur drei Mädels am Start, die höher gerankt waren, als ihre US-Gegenrinnen. Und dennoch waren die Euro-Fighterinnen gut mit dabei. Ein Lochwettspiel hat eben seine eigenen Gesetze.

Insgesamt wurden 160.000 Eintrittskarten verkauft.

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Team-Chefin Annika Sörenstam am Finaltag mit ihren Vizekapitäninnnen. © Tristan Jones

Solheim Cup 2017: Day 2 – USA weiterhin im Siegesrausch

Solheim Cup 2017

Nahezu beflügelt startete das Team USA beim Solheim Cup 2017 in die nächsten Four-Somes und Fourballs am Samstag.

Am Vormittag die Foursomes beim Solheim Cup 2017

Die Flights für den zweiten Tag wurden wie folgt aufgestellt:

  • Christie Kerr/Lexi Thompson gegen Caro Masson/Jodi Ewart Shadoff
  • Paula Creamer/Austin Ernst gegen Melissa Reid/Emily Pedersen
  • Stacy Lewis/Gerina Piller gegen Anna Nordqvist/Georgia Hall
  • Michelle Wie/Danielle Kang gegen Karine Icher/Catriona Matthew
Solheim Cup 2017
Paula Creamer freut sich über ihren Putt am 9. Grün. © Tristan Jones

Die beiden ersten Flights hatten noch 4 Löcher zu gehen und das Team USA lag jeweils mit 4 Punkten Vorsprung vorne.

An Loch 15 versenkte Christie Kerr den Putt zum Birdie und Kerr/Thompson gewannen dieses Par-5. Mit 5&3 endete diese Partie und ein weiterer Punkt ging an das Team USA.

Christie Kerr erreichte mit diesem Putt ihren 19. Punkt, den sie bis dahin für die USA gewonnen hat. Sie setzt sich damit an die Spitze vor Annika Sörenstam.

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Anna Nordqvist und Georgia Hall freuen sich über ihren Sieg. © Tristan Jones

Ebenso gelang Creamer/Ernst das Birdie an diesem Par 5 und auch diese Partie wurde zugunsten der USA entschieden. Die USA erreicht mit diesem Punkt 7 1/2 Punkte, während Europa noch keinen Punkt in den Vormittagsspielen gewonnen hat. Dies passiert erst mit den nächsten Matches. Anna Nordqvist und Georgia Hall bringen ihren Vorsprung von 2&1 ebenso sicher nach Hause wie Karine Icher und Catriona Matthew.

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Catriona Matthew umarmt Partnerin Karine Sicher nach dem gewonnenen Match am Samstag Vormittag. © Tristan Jones

Fourballs am Nachmittag:

Am Nachmittag gingen die Fourballs wie folgt an den Start:

  • Brittany Lang/Brittany Lincicome gegen Melissa Reid/Carlota Ciganda
  • Lizette Salas/Angel Yin gegen Anna Nordqvist/Jodi Ewart Shadoff
  • Paula Creamer/Austin Ernst gegen  Karine Icher/Madelene Sagstrom
  • Christie Kerr/Lexi Thompson gegen Catriona Matthew/Georgia Hall

Solheim Cup 2017: Das Team USA

Vom 14. bis 20. August 2017 findet in West Des Moines, Iowa der Solheim Cup 2017 statt. Seit 1990 treten zwei Teams mit je 12 Spielerinnen   gegeneinander an, die zwölf besten Spielerinnen Europas gegen die Auswahl der USA.

Das Team der USA wird mit acht Plätzen nach dem Ranking der sogenannten Solheim Punkte und zwei Plätzen aus der Weltrangliste gebildet. Für jede Platzierung der letzten zwei Jahren erhalten die Spielerinnen Punkte. Nach dem Stand dieser Rankings werden die ersten zehn Plätze belegt, die beiden letzten Plätze werden durch sogenannte Wildcards besetzt, die Team-Chef Julie Inkster festsetzt. Mit drei Cookies geht das Team USA in diesem Jahr an den Start.

Die Teamaufstellung der USA für den Solheim Cup 2017

  1. Lexi Thompson – 720 Punkte (2013, 2015, 4 Punkte gewonnen)
  2. Stacy Lewis – 497,5 Punkte (2011, 2013, 2015, 4,5 Punkte gewonnen)
  3. Gerina Piller – 407,5 Punkte  (2013, 2015, 4 Punkte gewonnen)
  4. Christie Kerr  – 400 Punkte  (2002, 2003, 2005, 2007, 2009, 2011, 2013, 2015, 17,5 Punkte gewonnen)
  5. Danielle Kang – 322,5 Punkte (Rookie)
  6. Michelle Wie – 308,5 Punkte (2009, 2011, 2013, 2015, 7,5 Punkte gewonnen)
  7. Brittany Lang – 247 Punkte (2009, 2011, 2013, 2015, 6,5 Punkte gewonnen)
  8. Brittany Lincicome – Rolex Ranking Platz 47 (2007, 2009, 2011, 2013, 2015, 6 Punkte gewonnen)
  9. Lizette Salas – Rolex Ranking Platz 46 (2013, 2015, 2 Punkte gewonnen)
  10. Angel Yin – Captains Pick (Rookie)
  11. Austin Ernst – Captains Pick (Rookie)
  12. Paula Creamer als Ersatz für die erkrankte Jessica Korda – Captains Pick (2005, 2007, 2009, 2011, 2013, 2015, 16,5 Punkte gewonnen)

Stand: 9.08.2017 nach der Ricoh Womens British Open

Solheim Cup 2017: Der Platz des Moines Golf and Country Club in West Des Moines, Iowa

Der amerikanische Bundesstaat Iowa ist nicht unbedingt das erste Reiseziel eines Amerika-Urlaubers. Des Moines ist die Hauptstadt des Bundesstaates im Mittleren Westen. Gut 12 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt liegt das kleine Städtchen West Des Moines, das rund 60.000 Einwohner hat.

Für alle Golffreunde rückt nun Iowa in den Mittelpunkt, denn in West Des Moines wird der Solheim Cup 2017 vom 18.-20. August ausgetragen. West Des Moines Moines liegt zirka 4 Autostunden westlich von Chicago, Illionois entfernt. So ganz unbekannt ist uns die Gegend nicht. 2016 wurde in Hazeltine bei Minneapolis, Minnesota, knapp 400 Kilometer weiter nördlich, der Ryder Cup der Herren ausgetragen. Der Rich Harvest Golf Club westlich von Chicago war 2009 Austragungsort des Solheim Cups. So können wir von ähnlichen Klima- und Landschaftsfaktoren ausgehen: ein landwirtschaftlich geprägtes Umfeld, weite Felder in flacher Landschaft, umgeben von hohem Baumbstand. Der Golfplatz selbst ist ein flacher Parkland-Course mit hohem Laubbäumen. Entworfen wurde der Platz von Pete Dye. 2009 wurde der Platz von ihm und seinem Kollegen Tim Lindy redesignt.

Tim Liddy beschreibt ihr die einzelnen Spielbahnen des Platzes.


Die ersten drei Löcher sind links von Wasser begleitet. Die Bunker sind strategisch gut platziert, entweder in der Drivezone der Abschläge oder direkt vor den Grüns. Die Bunker vor den Grün sind in typischer Dye-Manier: Meist drei Stück, längsgezogen, aber reichlich tief, machen sie ein Anspielen auf dieser Seite des Grüns unmöglich. Typisch für Pete Dye sind kleine Grüns, Topfbunker und hölzerne Abgrenzungen der Grüns zum Wasser (Bulkhead). Diese machen es unmöglich, das Grün flach anzuspielen, sondern diese Grüns müssen hoch angespielt werden und der Ball muss  zwischen der Abgrenzung und der Fahne landen, damit er noch auf dem Grün  zur Ruhe kommt. Ein schönes Beispiel für ein  „wooden Bulkhead“ ist an Bahn 3 zu sehen.

Im November 2016 hat Team-Chefin Annika Sörenstam den Golfclub Des Moines Golf and Country Club in West Des Moines besucht.

 

Eines steht jetzt schon fest: Es wird laut werden in West Des Moines. Schon bei der Ankunft des Solheim Cups im Golfclub Des Moines Golf and Country Club gaben die wenigen Zuschauer eine erste Kostprobe der lauten „USA-Rufe“. Da wird sich unser Team ganz schön durchsetzen müssen. Wie bisher üblich, müssten die Spielerinnen durch einen langen Tunnel, bevor sie in die Arena mit dem ersten Abschlag kommen.

 

Einen Rückblick auf die schönsten Momente der Solheim Cups 2013 (Denver) und 2015 (St. Leon-Rot) seht ihr hier:

Louise Solheim, Gründerin des Solheim Cups

Mit 99 Jahren ist Louise Solheim, Frau des PING-Gründers Karsten Solheim, am 8. Juli 2017 in Phoenix (Arizona) gestorben. Louise Solheim unterstützte Karsten Ping bei den Entwicklung seiner ersten Putter und der Gründung des Weltunternehmens PING:

„Heute haben wir eine ganz besondere Frau verloren, die das Leben von so vielen Menschen berührt und das Leben von so vielen verbessert hat“, sagte John A. Solheim, jüngster Sohn von Karsten und Louise und heutiger Chairman & CEO von PING. „Unsere Mutter war ein Segen für alle. Sie hatte die Gabe, ein Lächeln in jedes Gesicht zu bringen, und sie hat in keiner Situation ihren Anmut verloren. Wir haben ihr in allen Situationen unseres Lebens vertraut und sie hat uns immer geleitet, unser Vertrauen gefördert und uns zu selbstständigen Entscheidungen erzogen. Wir werden sie sehr vermissen. Unsere ganze Familie weiß sie nun in Gottes Obhut.„

Louise Ping stand für ein traditionellen Familienbild

Louise war eine warmherzige und liebenswürdige Frau, die mit ihrem Mann Karsten PING zu einem der erfolgreichsten Schlägerhersteller in der Geschichte des Golfspiels machte, während sie sich um die Erziehung der vier Kinder kümmerte.
Sie blieb immer im Hintergrund und lies das Rahmenlicht ungeteilt für ihren Mann Karsten. Sie stellte ab dem Tag der Hochzeit die Ansprüche von ihrem Mann und der Familie über ihre eigenen. Sie tat dies gerne und bereitwillig. Nach ihrer Rolle gefragt, bestätigte sie dies mehrfach: „Ich habe es immer so gewollt“.

Begründerin des Solheim Cup

„Unsere Mutter liebte es, hinter den Kulissen zu arbeiten“, sagt Allan D. Solheim, der mittlere Sohn. „Das Basteln meines Vaters  an Putter-Designs in unserer Garage begann als Hobby, aber es wurde schnell zu einem blühenden Geschäft. Von Anfang an nahm meine Mutter die administrative Seite des Unternehmens an, so dass Karsten sich auf Schläger-Designs konzentrieren konnte. Sie hatte ein unglaubliches Erinnerungsvermögen, auf das sich Karsten immer verlassen konnte. Ob es sich um den Namen eines Partners oder die Besonderheiten eines Events handelte, sie hatte stets die Antwort parat. Gemeinsam waren die beiden ein erstaunliches Team, das ein Fundament für PING in seiner heutigen Form bildete.“

Trotz ihres Wunsches im Hintergrund zu bleiben, sind ihre zahllosen Beiträge für das Unternehmen weitreichend anerkannt und tief in der Geschichte von PING verankert: Sie ist zum Beispiel für die Namensgebung des berühmten Putters PING ANSER verantwortlich, mit dem mehr als 500 professionelle Golfturniere auf der ganzen Welt gewonnen wurden. Ihrem Einfluss ist es zu verdanken, dass mit der Schaffung des  Solheim Cup im Jahre 1990 dem Damenprofigolfsport eines weltweite Bühne geboten wird, um für die Ehre ihrer Länder zu kämpfen.

Zahlreiche Ehrungen bezeugen ihr Werken für den Damenprofigolfsport wie der Ehren-Doktortitel der Arizona State University (1992), der LPGA’s Commissioner’s Award (1994), die Swedish Golf Federation Distinguished Service Award (2003), die Aufnahme in die Arizona Golf Hall of Fame (2004), dere Arizona State University Regents Award for Outstanding Service to Higher Education (2004), und die Aufnahme als Honorary LPGA member (2005) and Honorary Ladies European Tour member (2011).

Ein Leben zwischen Familie und Beruf

Geboren am 6. Juni 1918, in Spokane, war Louise Solheim das einzige Kind von John Louis Crozier, einem Lehrer und Erfinder sowie seiner Frau Nellie, die nur einen Monat nach Louise’s Geburt an Scharlach verstarb. Sie traf Karsten 1936 in der Kirche und noch im selben Jahr heirateten sie. Beide waren überzeugte Christen und waren ihr ganzes Leben in der Kirchengemeinde aktiv.

Karsten Solheim verstarb bereits vor seiner Frau im Februar 2000, die einzige Tochter Sandra im Jahr 2013. Heute leitet John A. Solheim als Präsident und CEO  die Karsten Manufacturing Corporation Chairman. Seine Brüder Allan D.  und Karsten Louis sind inzwischen zwar als Vizepräsident in Ruhestand getreten, gehören aber immer noch dem Firmen-Vorstand an. Louise war mit  14  Enkelkindern, 47 Ur-Enkel und 14 Ur-Ur-Enkelkindern gesegnet.

Solheim Cup 2017: Julie Inkster und ihr Team

#solheim Cup

Der Solheim Cup 2017 findet vom 18.bis 20. August 2017 im Des Moines Golf & Country Club in West Des Moines, Iowa statt.

Zum zweiten Mal wurde Juli Inkster als Kapitänin des US-Teams bestätigt. Inkster pushte ihr Team zum Sieg 2015 in St.Leon-Rot, nachdem es eine Unstimmigkeit zwischen Suzann Pettersen (Norwegen) und Alison Lee (USA) über einen nicht geschenkten Putt gab. Lee hob den Ball auf, obwohl der Putt nicht geschenkt war und verlor somit das Match gegen Europa. Diesen Vorfall nahm Inkster zum Anlass ihr Team so zu motivieren, dass die Amerikanerinnen den Sieg letzter Minuten an sich rissen. An den ersten beiden Tagen hatte das Team Europa überlegen geführt, aber nicht uneinholbar. Unfassbar mussten die Zuschauer erleben, wie eine Partie nach der anderen zugunsten der USA beendete wurde. Mit dem entscheidende Punkt Vorsprung gewann die USA und brachte den Pokal zurück in die Staaten.

 

Im August 2016 gab Kapitänin  Juli Inkster ihre Vize-Kapitäninnen bekannt:

Pat Hurst, Wendy Ward und Nancy Lopez.

 

 

#solheim Cup
Mit ihrem Putt stand der Sieg fest: Paula Creamer

Titelbild: Paula Creamer beim Solheim Cup 2015 in St. Leon-Rot, Heidelberg.

 

 

 

Annika Sörenstam führt das Team Europe an

Annika Sörenstam mit dem Pokal des Solheim Cups
Annika Sörenstam mit dem Pokal des Solheim Cups

image002Annika Sörenstam, eine der erfolgreichsten Golferinnen in der Geschichte, wird Kapitänin des Teams Europa beim Solheim Cup 2017. Wenn Europas beste Golferinnen im US-Staat Iowa auf die US-Auswahl treffen, steht die erfahrene Golferin dem Team vor. „Ms. 59“ wird ihre Vize-Kapitäninnen für den Erdteilkampf im Des Moines Golf & Country Club selbst wählen. Diesen Beinamen trägt sie seit ihrer 59er-Runde, die sie als ein einzige Frau auf einer Turnierrunde erzielt hat. Annika holte in ihrer Karriere 89 Turniersiege, darunter zehn Major-Titel und 24 Punkte bei ihren Solheim Cup-Auftritten. Annika Sörenstam lebt und arbeitet in Orlando (Florida) und betreibt dort eine Golfschule. Die Schwedin war bereits 2015 beim Solheim Cup in St. Leon-Rot Vize-Kapitänin an der Seite von Carin Koch.

Zum zweiten Mal wurde Juli Inkster als Kapitänin des US-Teams bestätigt. Inkster pushte ihr Team zum Sieg 2015 in St.Leon-Rot, nachdem es eine Unstimmigkeit zwischen Suzann Pettersen (Norwegen) und Alison Lee (USA) über einen nicht geschenkten Putt gab. Lee hob den Ball auf, obwohl der Putt nicht geschenkt war und verlor somit das Match gegen Europa. Diesen Vorfall nahm Inkster zum Anlass ihr Team so zu motivieren, dass die Amerikanerinnen den Sieg letzter Minuten an sich rissen. An den ersten beiden Tagen hatte das Team Europa überlegen geführt, aber nicht uneinholbar. Unfassbar mussten die Zuschauer erleben, wie eine Partie nach der anderen zugunsten der USA beendete wurde. Mit dem entscheidende Punkt Vorsprung gewann die USA und brachte den Pokal zurück in die Staaten.

Der Solheim Cup 2017 findet vom 18.bis 20. August 2017 im Des Moines Golf & Country Club in West Des Moines, Iowa statt.

Die schönsten Momente des Solheim Cup 2015 in St. Leon-Rot zeigt das Video

 

Solheim Cup 2017: Solheimcupusa.com
Des Moines Golf and Country Club: www.dmgcc.org

Solheim Cup: USA siegt knapp

#solheim Cup

Der 14. Solheim Cup ist entschieden: Der Pott geht zurück in die USA. Der Finaltag begann mit den beiden letzten Matches der Fourballas vom 2. Tag, die aufgrund der beginnenden Dunkelheit abgebrochen werden mussten. Dabei kam es an Loch 17 beim Match Pettersen/Hull gegen Alison/ zu einem Eklat. Alison nahm einen Ball auf, der vom Team Europa nicht geschenkt wurde und somit wurde das Loch nicht geteilt, sondern der ganze Punkt ging an das Team Europa.

Die anschließende Diskussion und Aufregung brachte Charley Hull so aus der Fassung, dass sie in Tränen ausbrach. Das USA-Team nahm es als Anlass, sich neu zu motivieren und startete zu einem Birdie-Feuerwerk in den Einzelspielen. Das Team Europa ging mit vier Punkten Vorsprung in die Einzelspiele, es führte mit 10 zu 6 Punkten. Es fehlten nur noch 4  Punkte zum Sieg. In einem unglaublichen Aufholjagd startete das US-Team durch.

#solheim Cup
Sie hatte den Sieg in der Hand: Caro Masson © DGV/stebl

 

Als erstes Duo gingen Lexi Thompson und Carlota Ciganda auf die Runde. Die Beiden schenkten sich mit je sieben Birdies nichts und nach 18 Löchern teilten beide verdient den Punkt. Carlota Ciganda hätte allerdings am 18. Loch die Gelegenheit gehabt, das Match für sich zu entscheiden und den halben Punkt zu gewinnen, der zum Schluß fehlte.
Punktestand: 10,5 zu 6,5

Das erste Match beendete Karine Icher gegen  Brittany Lincicome mit 3 & 2.  Morgan Pressel holte den ersten Punkt für Amerika in den Einzelspielen, als sie die bis dahin ungeschlagene Catriona Matthew schlug.  Mel Reid, die bis dahin 2 1/2 von vier Punkten geholt hatte, entschied das Match mit 2 &1 gegen Brittany Lang mit einem Birdie auf der 17.

Zu diesem Zeitpunkt hätte das Team Europa nur noch 1 1/2 Punkte für den Sieg benötigt. Michelle Wie schlug mit acht Birdies Caroline Hedwall mit 6 & 4.
Anna Nordqvist gewann ihr Match gegen Stacy Lewis und Europa führte mit 13 ½ Punkten. Dann hatte es Caro Masson in der Hand, den Solheim Cup für Europa zu gewinnen. Sie lag mit Gerina Piller auf dem Grün und ein erfolgreicher Putt hätte den heiß ersehnten halben Punkt für das Team Europa gebracht. Vergleich mit Martin Kaymer beim Ryder Cup wurden wach, denn die Entfernung war ungefähr gleich. Caro Masson verschob den Putt und der Punkt ging an das US-Team. Gerina Piller gewann mit 1 auf an der 18.

#solheim cup
Auch sie konnte den Sieg der Amerikanerinnen nicht mehr aufhalten: Sandra Gal © DGV/stebl

Auf dem siebzehnten Grün verlor zur gleichen Zeit verlor Azahara Munoz gegen Lizette Salas mit 3&1. Ein weiterer Punkt für das US-Team, das inzwischen auf 10,5 Punkte erreicht hatte. Unverändert führte Europa mit 13,5 Punkte. In den nächsten drei Matches lagen die US-Girl uneinholbar vorn, Suzann Pettersen verlor gegen Angela Stanford auf der 17 mit 2&1, für Charley Hull war an der 16 mit 3&2 gegen Christie Kerr Schluss und Caroline Hedwall beendete das Match auf Bahn 14 mit 6&4 gegen Michelle Wie. Die USA hatte drei Punkte aufgeholt und  es stand 13 1/2 zu 13 1/2. Zwar feierte das US-Team seinen Sieg schon, aber erst mit dem entscheidende Putt von Paula Creamer auf der 15  stand der Sieg der USA  offiziell fest. Creamer dominierte von Anbeginn an das Match mit Gal und versenkte an der 15 ihren Putt zum Sieg mit 4&3 und dem alles entscheidenden Punkt.

#solheim Cup
Mit ihrem Putt stand der Sieg fest: Paula Creamer © DGV/stebl

Solheim Cup Endspurt

#Caro Masson

Es ist Endspurt in der Berichterstattung über den Solheim Cup. Aber hier ein Video, das sehenswert ist. Unsere beiden deutschen Teammitglieder über das Thema was ist wissenswert über Deutschland:

<blockquote class=“twitter-tweet“ lang=“de“><p lang=“en“ dir=“ltr“>What do you need to know about Germany for The Solheim Cup? Watch this video with <a href=“https://twitter.com/CaroMasson“>@CaroMasson</a> and <a href=“https://twitter.com/TheSandraGal“>@TheSandraGal</a>: <a href=“http://t.co/vopF6jBBK4″>http://t.co/vopF6jBBK4</a></p>&mdash; The 2015 Solheim Cup (@SolheimCup2015) <a href=“https://twitter.com/SolheimCup2015/status/640985006341517313″>7. September 2015</a></blockquote> <script async src=“//platform.twitter.com/widgets.js“ charset=“utf-8″></script>

Spielmodus Solheim Cup

Opening Ceremony Solheim Cup 2013 © Trish Jones
Opening Ceremony Solheim Cup 2013 © Trish Jones

Das größte Event im Damengolf wird wie der Ryder Cup im selben Spielmodus ausge-tragen. Ähnlich dem Ryder Cup ist der Solheim Cup ein biennales Golfturnier für zwei Teams. Die zwölf besten Spielerinnen der europäischen Profitour und die zwölf Spielerinnen auf der amerikanischen Profitour, der LPGA. In drei Tagen werden 28 Matches ausgetragen und 28 Punkte können erkämpft werden. Jede Siegerin einer Partie erhält einen Punkt, bei einem Unentschieden wird der Punkt geteilt, jedes Team bekommt einen halben Punkt. Die Titelverteidigerinnen brauchen für den Gesamtsieg 14 Punkte, während das andere Team 14,5 Punkte auf dem Konto haben muss, um den Solheim Cup zu gewinnen

Es werden wie beim Ryder Cup acht klassische Vierer, acht Bestball-Matches und zwölf Einzel-Matches ausgetragen.

Spielmodus: Klassischer Vierer oder die Foursomes des ersten Tages

Beim klassischen Vierer spielen jeweils zwei Golferinnen eines Teams zusammen, wobei die Spielerinnen abwechselnd den gleichen Ball spielen.

Spielmodus:Vierball-Match oder die Fourballs des zweiten Tages

Beim Vierball oder der Fourball-Spielweise werden erneut Zweier-Teams gebildet werden, doch jetzt spielt jede Spielerin ihren eigenen Ball. Das bessere Ergebnis der beiden Spielerinnen wird gewertet, sodass an jedem Loch nur ein Ergebnis von jedem Team in die Wertung einfließt.

Zwölf Einzel-Matches am Finaltag

Am Finaltag treten die einzelnen Spielerinnen der beiden Teams direkt gegeneinander an. Bei den Einzeln spielt jede Spielerin ihren eigenen Ball.

 

 

Inbee Park gewinnt die Ricoh Womens British Open

Ricoh Womens British Open
Ricoh Womens British Open
Inbee Park am 18. Abschlag des Finaltages. Foto: Trish Jones

Es ist eines der letzten großen Turniere vor der Entscheidung für das Team Europa beim diesjährigen Solheim Cup 2015 und das vorletzte Major (nur noch die Evian Championship in diesem Jahr): Die Ricoh Women´s British Open vom 30. Juli bis 2. August 2015.

Klar, dass hier die Nerven blank liegen, schließlich rückt der magische Tag der Bekanntgabe der vier Wildcards für den Solheim Cup immer näher. Nur noch das Tipsport Golf Masters im tchechischen Pilsen gibt Gelegenheit, Punkte in der Rangliste zu sammeln oder Kapitänin Carin Koch zu überzeugen.

Inbee Park gewinnt die Ricoh Women´s British Open

Die Koreanerin Inbee Park hat mit einer sehr starken Schlussrunde von nur 65 Schlägen ihre Landsmännin  Jin Young Ko überholt und gewinnt das Turnier.  Jin Young Ko führte nach drei Runden gemeinsam mit  Teresa Lu aus Taiwan das Feld an. Sie lag einen Schlag vor Suzann Pettersen, die die Rangliste der Solheim Cup Punkte Liste führt. Sie konnte ihren dritten Platz

Ricoh Womens British Open
Anna Nordqvist freut sich über ihr birdie auf dem 17. Loch. Credit: Tristan Jones

nicht halten und beendet das Turnier auf dem 5. Platz. Auch Anna Nordqvist wird mit ihrem geteilten 7. Platz nochmals deutlich Punkte für die Punkteliste des Solheim Cups sammeln. Mit nur einem Schlag mehr beendet Melissa Reid die Ricoh Womens´s British Open auf dem geteilten 9. Platz.

Schlussspurt  bei Gal, Holleder nur 9 Schläge schlechter

Auch Sandra Gal startete am Sonntag durch, nach Runden mit 74, 74 und 76 überzeugte sie mit einer Runde von 69 Schlägen und erreichte somit den geteilten 36. Platz. Für Nina Holleder war der Druck am Schluss dann doch zu groß, sie spielte eine 77er-Runde am Sonntag nach 72/77/76 und beendete das Turnier mit 302 Schlägen. Zwischen ihr und Gal liegen nur 9 Schläge, das zeigt wie eng das Feld der Spielerinnen ist und wie groß der Druck ist.

Ricoh Womens British Open
Dudelsack-Pfeiffer auf dem 18. Grün. Foto: Trish Jones

Hartumkämpfter Cut bei der Ricoh Women´s British Open

Bei der Ricoh Women´s British Open konnte keine der deutschen Spielerinnen Punkte einheimsen oder durch ihre Performance überzeugen. Caroline Masson hat sich wohl zuviel Druck gemacht und scheiterte am Cut ebenso wie Laura Davies. Der Cut lag bei 150 Schlägen und auf dem geteilten 74. Platz findet sich das halbe US-Team. Für Kapitänin Juli Inkster, Morgan Pressel (derzeitige Nummer 6 im Team USA) und die Anwärterinnen auf eine der beiden Wildcarts von Juli Inkster, Paula Creamer und Jessica  Korda war am Freitag Abend Schluss.

Ricoh Womens British Open
Melissa Reid am 3. Tag. Foto: Trish Jones

Nancy Lopez im Gespräch mit GOLFWOMEN

Diese Frau hat einen beeindruckende Porfi-Golfer-Karriere hinter sich. Sie ist dreifache dreifache Major-Siegerin, war  1995 Teilnehmerin des ersten Solheim Cups in Orlando und 2005 Kapitänin des siegreichen amerikanischen Teams.  Und nun steht die 58-Jährige am Stand ihrer Modefirma auf der PGA-Show in Orlando und gibt Autogramme. Geduldig und stets freundlich.

Ein junger Mann kommt mit einem großen Poster auf sie zu. Nancy sieht er, erkennt es und bekommt feuchte Augen. Das Plakat zeigt sie als junges Mädchen, wie ihr ein blonder Schönling einen Kuss auf die Wange drückt. Dies war im Jahr 1977, als sie ihre Profikarriere begann. Autogramm Ehrensache, wenngleich sie es zunächst  gar nicht wagte, das Bild mit ihrer Unterschrift zu beschreiben. Der junge Mann bedankt sich und bringt das Bild seinem Vater, der inzwischen in einem Altersheim wohnt.

Nach der langen Schlange der Autogrammwünsche sind wir dran. Wir führen ein Gespräch mit der viermal als Spielerin des Jahres ausgezeichneten Grand Dame des amerikanischen Golfsports.

GolfWomen: Nancy, was war das eben: Ein kleiner Ausflug in Ihre Vergangenheit?

L1120057_face0Nancy Lopez (lächelt): Ja, ich wusste gar nicht, dass es von diesem Moment ein Bild oder gar ein Poster gibt. Es war in meinem erstes Profijahr 1977. Ich hatte gerade mein erstes Turnier gewonnen und der Mann, den ich gar nicht kannte, freute sich riesig für mich. Sein Sohn ist inzwischen auch in der Golfbranche.

GolfWomen: Kommen solche Augenblicke öfter vor, dass Sie überrascht werden?

Nancy Lopez: Es ist erstaunlich, wie sehr mich die Leute immer noch lieben. Nach all den Jahren, die ich nicht mehr im großen Golf-Zirkus bin, erinnern sie sich gerne an mich.

GolfWomen: Lassen Sie uns ein wenig über die Gegenwart sprechen. Sie spielen auf der Legends-Tour und sind vor allem Geschäftsfrau. Sie haben auf der PGA Show Ihre eigene Modelinie und vermarkten auch die Nancy Lopez Schläger.

Nancy Lopez: Ja, meine Mode ist für die reifere Golferin, die sich nicht mehr mit der Girlie-Mode, den Kurzen Röcken und den ärmellosen Polos identifizieren kann. Ich will fröhliche Mode für Frauen meines Alters machen.

GolfWomen: Und wo kann man in Europa Nancy Lopez‘ Mode kaufen?

Nancy Lopez: Natürlich sind wir sehr stark in Nordamerika, in USA und Kanada. Aber auch in der Karibik. Ich denke, in der Türkei sind einige Pro-Shops, die meine Mode führen (Anmerkung der Redaktion: in Belek).

GolfWomen: Es gibt auf dem amerikansichen Markt für Damen auch  Nancy Lopez Golfschläger. Spielen Sie diese Eisen und Hölzer?

Nancy Lopez: Ja, natürlich. Ich habe mein Know How bei der Zusammenstellung und Design der Schläger eingebracht und liebe es, die Eisen und Fairwayhölzer zu spielen. Der Driver ist so richtig gut und lang.

GolfWomen: Nancy, wird man Sie auch wieder einmal in Europa am Abschlag sehen?

Nancy Lopez: Ja, ich muss wieder einmal mit Laura (Davies) telefonieren. Vielleicht sollte ich mit ihr ausmachen, dass wir gemeinsam an einem Turnier teilnehmen.

Nancy Lopez
Nancy Lopez

GolfWomen: Die Ladies German Open (Anmerkung: Zum Zeitpunkt des Interviews war noch nicht bekannt, dass die Ladies German Open in Deutschland nicht mehr fortgeführt wird) im Mai wären dafür doch ein toller Event.